Wie versorgen Sie einen Insektenstich?

In Deutschland ist ein normaler Insektenstich meist nicht gefährlich. Deshalb können Sie den Insektenstich meist selbst versorgen.

Einen Insektenstich versorgen Sie so:

  • Der Stachel der Biene steckt noch in der Haut? Dann entfernen  Sie den Stachel vorsichtig. Am besten schieben Sie den Stachel seitlich heraus. Benutzen Sie dafür eine stumpfe Kante, zum Beispiel einer Kreditkarte. Streichen Sie mit der Karte über den Stich. Hinweis: Sie möchten den Stachel mit einer Pinzette herausziehen? Dann müssen Sie sehr vorsichtig sein. Berühren Sie nicht die Giftblase. Die Giftblase ist oben am Stachel. In der Giftblaseist das Insektengift. Sie berühren die Giftblase? Dann kann mehrInsektengift in die Wunde kommen.
  • Kühlen Sie den Insektenstich. Wickeln Sie ein Kältepack oder Eiswürfel in ein Tuch. Legen Sie das Tuch auf den Stich. Achtung: Legen Sie Kältepacks oder Eiswürfel nicht direkt auf die Haut. Die Kälte kann der Haut schaden.
  • Cremen Sie den Stich mit einem speziellen Gel oder einer speziellen Salbe ein. Die Gele und Salben lindern den Juckreiz. Sie bekommen ein passendes Mittel gegen Insektenstiche in der Apotheke.
  • Auch Hitze kann bei einem Insektenstich helfen. Sie können zum Beispiel einen Hitze-Stift kaufen. Die Hitze hilft gegen den Juckreiz.

Wann müssen Sie den Rettungsdienst rufen?

Einige Insektenstiche können gefährlich sein. In den folgenden Situationen müssen Sie den Rettungsdienst rufen:

  • Der Stich ist im Mund oder im Rachen der betroffenen Person.
  • Die betroffene Person hat sehr viele Insektenstiche gleichzeitig bekommen.
  • Die betroffene Person reagiert allergisch auf den Insektenstich.

Der Stich ist im Mund oder im Rachen

Achtung: Insektenstiche im Mund und Rachen können lebensgefährlich sein. Insektenstiche in diesen Bereichen können stark anschwellen. Dann können Betroffene manchmal nicht mehr atmen. Eine Person hat einen Insektenstich im Mund oder Rachen? Dann rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Die Nummer ist 112.

So können Sie Erste Hilfe leisten:

  • Geben Sie der betroffenen Person einen Eiswürfel zum Lutschen.
  • Wickeln Sie der betroffenen Person kühle Umschläge um den Hals.

Eine Person wurde sehr häufig gestochen

Eine Person wurde sehr häufig von

  • einer Wespe,
  • einer Biene
  • oder einer Hornisse gestochen?

Dann rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Die Nummer ist 112. Die Person kann auf die große Menge Insektengift allergisch reagieren.

Eine Person reagiert allergisch auf Insektengift

Eine Person reagiert allergisch auf Insektengift? Dann müssen Sie schnell handeln. Rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Die Nummer ist 112.

Anzeichen für eine allergische Reaktion sind zum Beispiel:

  • Atemnot
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • starke Schwellungen
  • Quaddeln auf der Haut. Quaddeln sind rote geschwollene Flecken auf der Haut.

Eine Person reagiert allergisch auf Insektengift? Und die Person weiß von der Allergie. Dann hat die Person vielleicht ein Notfall-Set für Allergiker bei sich. Nutzen Sie das Notfall-Set. Das Notfall-Set besteht aus:

  • Einem Medikament mit Kortison. Kortison hilft gegen Entzündungen.
  • Einem Antihistaminikum. Antihistamin hilft gegen allergische Reaktionen.
  • Einer Adrenalin-Fertigspritze. Die Adrenalin-Fertigspritze stabilisiert den Kreislauf.

So versorgen Sie Allergiker mit dem Notfall-Set:

  • Entfernen Sie zuerst den Stachel aus der Haut.
  • Geben Sie der betroffenen Person das Medikament mit Kortison und das Antihistaminikum.
  • Entsichern Sie die Adrenalin-Fertigspritze.
  • Setzen Sie die Spritze seitlich auf den Oberschenkel.
  • Lösen Sie die Spritze aus.

Achtung: Der Betroffene atmet nicht mehr? Dann beginnen Sie mit der Wiederbelebung.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Das Video zeigt Ihnen: Das können Sie bei einem Insektenstich tun.

Wie Sie Insektenstiche richtig behandeln, zeigt unser Video

Sie wollen noch mehr über Insektenstiche lesen? Mehr Informationen über Insektenstich finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

es siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.