Was ist eine distale Radiusfraktur?

Bei einer distalen Radiusfraktur ist die Speiche gebrochen. Die Speiche ist ein Knochen im Arm. Die Speiche liegt zwischen dem Handgelenk und dem Ellenbogen. Der Fachbegriff für Speiche ist: Radius.

Bei einer distalen Radiusfraktur ist die Speiche in der Nähe vom Handgelenk gebrochen. Die distale Radiusfraktur heißt deshalb auch: Handgelenksbruch. Eine distale Radiusfraktur entsteht meist durch einen Sturz.

Eine distale Radiusfraktur bekommen vor allem zwei Altersgruppen:


  • Kinder ab 6 Jahren
  • Erwachsene ab 70 Jahren. Ältere Menschen leiden nämlich häufig unter Knochenschwund. Knochenschwundbedeutet: Die Knochen werden schwächer. Die Knochen haben dann zum Beispiel Löcher und sind nicht mehr so stark. Deshalb können sie schneller brechen.

Eine distale Radiusfraktur ist der häufigste Bruch bei Erwachsenen.

Hinweis: Bei Erwachsenen ist eine distale Radiusfraktur anders als bei Kindern. Bei Kindern ist der Bruch meist nicht so schlimm wie bei Erwachsenen. In diesem Artikel geht es um die distale Radiusfraktur bei Erwachsenen.

Eine distale Radiusfraktur kann gut behandelt werden. Betroffene Personen können aber unter Folgeschäden leiden. Betroffene Personen können das Handgelenk vielleicht nicht mehr so gut bewegen. Eine distale Radiusfraktur kann auch das Risiko für Arthrose erhöhen.

Was sind die Ursachen einer distalen Radiusfraktur?

Die Ursache einer distalen Radiusfraktur ist fast immer ein Sturz. Eine Person stürzt? Dann streckt die Person meist die Arme aus. Die Person möchte sich nämlich mit den Händen abstützen. Dann kann der Knochen brechen. Bei der distalen Radiusfraktur gibt es zwei Formen: 


Die Extensionsfraktur. Sie entsteht bei einem Sturz auf das gestreckte Handgelenk. Das bedeutet: Das Handgelenk ist in Richtung Handrücken gestreckt.


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Die Flexionsfraktur. Sie entsteht bei einem Sturz auf das gebeugte Handgelenk. Das bedeutet: Das Handgelenk ist beim Sturz in Richtung Handinnenfläche gebeugt.

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Die Extensionsfraktur kommt häufiger vor als die Flexionsfraktur. Meist versucht man sich nämlich mit der Handinnenfläche abzustützen.

Woran können Sie eine distale Radiusfraktur erkennen?

Betroffene Personen haben bei einer distalen Radiusfraktur oft Schmerzen im Handgelenk. Die Person bewegt das Handgelenk oder den Unterarm? Dann werden die Schmerzen meist größer. Meist wird das Handgelenk dick. Betroffene Personen haben vielleicht auch Blutergüsse im Bereich des Handgelenks.

Andere Anzeichen für eine distale Radiusfraktur sind zum Beispiel:

  • eine Fehlstellung des Handgelenks
  • Gefühlsstörungen in der Hand, zum Beispiel ein Kribbeln oder ein pelziges Gefühl
  • Kraftverlust

Wie wird eine distale Radiusfraktur behandelt?

Sie sind auf Ihren Arm gefallen? Dann gehen Sie sofort zum Arzt. Eine distale Radiusfraktur muss nämlich von einem Arzt behandelt werden. Der Arzt fragt Sie zuerst: Wie ist der Unfall passiert? Und welche Beschwerden haben Sie? Dann schaut er sich das Handgelenk und den Unterarm an. Der Arzt prüft auch:

  • Ist die Hand gut durchblutet?
  • Kann die betroffene Person das Handgelenk normal bewegen?
  • Hat die Person ein normales Gefühl im Handgelenk?

Nach der körperlichen Untersuchung macht der Arzt ein Röntgenbild. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt die Verletzung genau erkennen. Dann kann der Arzt die notwendige Behandlung vorschlagen.

Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten:

  1. die konservative Therapie. Eine konservative Therapie ist eine Behandlung ohne Operation. Die Knochen haben sich nur wenig verschoben? Dann schlägt der Arzt meist eine konservative Therapie vor. Die betroffene Person bekommt Schmerzmittel. Dann bringt der Arzt die Knochen wieder in die richtige Stellung. Danach bekommt die betroffene Person einen Gips. Der Gips stabilisiert den Bruch. Der Bruch heilt dann besser. Den Gips müssen betroffene Personen meist vier bis acht Wochen tragen.
  2. eine Operation. Bei der Operation verbindet der Arzt die Knochen mit Hilfe von Metallplatten. Die Metallplatten halten die Knochen in der richtigen Stellung fest. Eine Operation ist zum Beispiel in diesen Fällen notwendig:
  • Die Enden von dem gebrochenen Knochen stehen weit auseinander. Das Fachwort dafür ist: Dislokation.
  • Der Bruch ist offen. Bei einem offenen Bruch ist auch die Haut verletzt.
  • Der Bruch ist ein Trümmerbruch. Das bedeutet: Der Knochen ist in mehrere Bruchstücke aufgesplittert.
  • Es gibt noch weitere Verletzungen. Der Bruch hat zum Beispiel auch Gefäße oder Nerven verletzt.

Nach der Operation bekommen die betroffenen Personen meistens eine Gipsschiene.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über die distale Radiusfraktur lesen? Mehr Informationen über die distale Radiusfraktur finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

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Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.