Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) soll die medizinische Versorgung besser werden. Jeder kann selbst entscheiden, welche Daten er auf der eGK speichern möchte. Die Stammdaten müssen allerdings bei jedem Menschen gespeichert sein.

Was ist die elektronische Gesundheitskarte?

Die eGK ist ein Versicherungsnachweis. Damit können Sie beweisen, dass Sie krankenversichert sind. Dann können Sie sich in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus behandeln lassen. Und Sie können damit zum Beispiel Medikamente, Verbände oder Physiotherapie bekommen.

Die eGK ist aber mehr als eine Versichertenkarte. Auf der eGK ist nämlich ein Chip. Auf diesem Chip können Daten gespeichert werden.

Welche Daten sind auf meiner Karte gespeichert?

Auf der eGK sind Ihre Stammdaten gespeichert. Nur die Mitarbeiter von Krankenhaus oder Arztpraxis können diese Daten sehen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden: Diese Daten möchte ich auch auf der eGK speichern. Sie können auch genau festlegen, wer diese Daten sehen kann. Sie können die gespeicherten Daten immer ansehen. Sie haben also immer die Kontrolle über Ihre wichtigen Gesundheitsdaten.

Diese Stammdaten sind auf Ihrer Karte gespeichert:

  • Vorname und Nachname
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum
  • Adresse
  • Versichertennummer
  • Versichertenstatus (zum Beispiel bei mitversicherten Familienmitgliedern)
  • Beginn des Versicherungsschutzes
  • Name der Krankenkasse und die Kassennummer
  • Gültigkeitsdauer

Auf der eGK ist auch ein Foto von Ihnen. So kann niemand anderes Ihre Versichertenkarte benutzen. Und so können zum Beispiel Menschen mit dem gleichen Namen nicht verwechselt werden.

Welche anderen Funktionen hat die eGK?

Die elektronische Gesundheitskarte soll noch mehr Funktionen bekommen. Diese Funktionen gibt es wahrscheinlich ab 2021:

1) Notfalldaten

Sie können auf der eGK dann wichtige medizinische Informationen speichern:

  • Allergien
  • chronische Krankheiten
  • eine mögliche Schwangerschaft
  • Unverträglichkeiten gegen bestimmte Wirkstoffe

So können Sie in einem Notfall schneller und sicherer behandelt werden.

2) Medikationsplan

In Ihrem Medikationsplan stehen alle Medikamente, die Sie regelmäßig nehmen. Wurde Ihnen ein Wirkstoff doppelt verschrieben? Oder passen manche Medikamente nicht gut zueinander? Dann fällt das schneller auf.

3) Elektronischer Arztbrief

In einem Arztbrief stehen alle wichtigen Informationen zur Behandlung und zum Zustand des Patienten. Ist der Arztbrief auf der eGK gespeichert? Dann kommen alle behandelnden Ärzte und Therapeuten besser an die wichtigen Informationen.

4) Elektronische Patientenakte (ePA) und elektronisches Patientenfach (ePF):

Darin können Sie alle wichtigen Informationen zu Ihrer Krankengeschichte speichern:

  • wichtige Laborbefunde
  • Operationsberichte
  • Röntgenbilder
  • Ergebnisse von anderen Untersuchungen

Sie können auch eigene Daten speichern. Sie können dort zum Beispiel ein Tagebuch über Ihre Blutzuckermessungen führen.

5) Persönliche Erklärungen:

Sie können noch mehr Dinge auf der eGK speichern. Zum Beispiel:

  • eine Patientenverfügung
  • eine Vorsorgevollmacht
  • einen Organspendenausweis

Wie gut sind meine Daten geschützt?

Sie bekommen eine persönliche Identifikationsnummer (PIN). Sie müssen die PIN zum Beispiel in der Apotheke in ein Gerät eintippen. Dann muss sich der Apotheker mit seine elektronischen Heilberufsausweis ausweisen. So kann niemand ohne Ihre Zustimmung Ihre Daten lesen.

In einem Notfall sollen Ärzte oder der Rettungsdienst auch ohne PIN Ihre Notfalldaten lesen können. Dann können sie Ihnen schneller helfen.

Die Daten auf der eGK sind auch noch anders geschützt. Tauschen Arztpraxen oder Apotheken mit Ihrer eGK Informationen aus? Dann passiert das nur in einem geschützten Datennetzwerk. Dieses Netzwerk heißt Telematikinfrastruktur (TI).

Wo kann ich mehr erfahren?

Hier bekommen Sie Informationen:

  • bei Krankenkassen
  • bei Versicherungen
  • bei der Verbraucherzentrale
  • bei den kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesländer

Wo bekomme ich noch mehr Informationen?

Sie möchten noch mehr über die elektronische Gesundheitskarte lesen? Mehr Informationen über die elektronische Gesundheitskarte finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

es siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.

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