Eine Corona-Infektion kann viele unterschiedliche Symptome mit sich bringen. Luftnot ist eines davon. Diese kann sich innerhalb kurzer Zeit verschlimmern und zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf führen. Umso wichtiger ist, dass Betroffene ihre Symptome und ihr Wohlbefinden genau beobachten. Wie Menschen dabei unterstützt und betreut werden können, hat die US-amerikanische Studie “COVID-Watch“ untersucht.

Alle knapp 2.100 Teilnehmenden wurden zwei Mal am Tag standardmäßig per SMS-Nachricht erinnert, ihre Atmung zu beobachten und – falls nötig – telefonisch beraten und betreut. Die Forschenden interessierte zudem, inwiefern sich eine zusätzliche Überwachung der Sauerstoffsättigung des Blutes auf den Krankheits- und Genesungsverlauf auswirkt.

Überwachung von Vitalparametern ohne Effekt

Die Überwachung der Sättigung des Blutes mit Sauerstoff erfolgte per sogenannter Pulsoxymetrie. Bei diesem Verfahren wird der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen, zum Beispiel über ein kleines Messgerät am Finger. Auch zahlreiche Smartwatches verfügen mittlerweile über eine solche Funktion. Die Teilnehmenden der Studie übermittelten die Informationen zu ihrer Sauerstoffsättigung zwei Wochen lang. An der Dauer ihres Krankheitsverlaufs änderte das jedoch nichts.

Das Fazit der Studie: Erinnerungs-SMS und eine telefonische Beratung sind durchaus sinnvoll. Die zusätzliche Fernüberwachung der Sauerstoffsättigung hatte bei den Erkrankten in der Studie keinen messbaren Vorteil. Offen bleibt allerdings die Frage, ob Hochrisikopersonen möglicherweise von einem solchen Monitoring profitieren könnten. Dieser Aspekt wurde in der Studie ausgelassen.

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