Die Endo-App unterstützt Frauen mit Endometriose dabei, ihre Lebensqualität zu verbessern. Zentraler Bestandteil ist ein Symptom-Tagebuch, in dem die Nutzerinnen ihre Beschwerden sowie Aktivitäten, Übungen und Behandlungen festhalten können. Das ermöglicht es, die Auswirkungen bestimmter Maßnahmen auf Beschwerden zu beurteilen und herauszufinden, was langfristig hilft. Zudem vermittelt die App Wissen über Endometriose, bietet geführte Übungen z.B. aus dem Bereich Schmerztherapie, Physiotherapie, Ernährung und begleitet beim Umgang mit der Erkrankung an.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Endo-App nun vorläufig als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen. Damit kann sie auf Rezept verordnet werden und die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. Versicherte, die ihrer Krankenkasse einen Nachweis über die ärztliche Diagnose einer Endometriose vorlegen, erhalten die DiGA auch ohne Verordnung.

Die Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Dabei kommt es zu gutartigen Wucherungen von Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist und außerhalb der Gebärmutter wächst. Manche Frauen spüren gar nichts davon, bei anderen wiederum verursacht die Endometriose sehr starke Schmerzen. Ein schwerer Verlauf kann die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark einschränken. Endometriose ist bislang nicht vollständig heilbar, man kann aber die Symptome behandeln und das eigene Leben so organisieren, dass die Beschwerden den Alltag möglichst wenig einschränken.

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Mysterium Endometriose

Bis zur Diagnose einer Endometriose vergehen oft viele Jahre. Warum ist so wenig über die Erkrankung bekannt?

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