Die Nutzer:innen der App erhalten ein videogestütztes, therapeutisches Trainingsprogramm bei vorderem Knieschmerz, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erklärt. Genauer gesagt ist es zur Anwendung bei den ärztlich gestellten Diagnosen "Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS)", "Patellaspitzensyndrom (PSS)" oder "Patellaerstluxation" für Menschen zwischen 14 und 65 Jahren vorgesehen.

Entwickelt wurde die App von der Firma PrehApp GmbH in Zusammenarbeit mit Physiotherapeut:innen, Sportwissenschaftler:innen und Ärzt:innen.

Wie sieht das Training aus?

Der Trainingsplan basiert auf den Behandlungsleitlinien der entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften und wird ständig nach den Angaben der Nutzer:innen zum eigenen Schmerz- und Belastungsempfinden angepasst. Außerdem gibt es in der App Artikel, mit denen Nutzer:innen sich über die eigene Erkrankung oder allgemein über das Thema Medizin schlaumachen können. Zudem sammelt die App Daten zum Krankheitsverlauf und zur Trainingsaktivität und bereitet sie grafisch auf.

Jede Trainingseinheit beinhaltet vier bis acht Übungen und dauert  etwa 25 Minuten. Die App umfasst Übungen aus den Bereichen Mobilisation,  Kräftigung und Koordination. Bis auf einige Pausen zur Regeneration ist  ein tägliches Training zunächst über 90 Tage vorgesehen. Die  Nutzer:innen sollten mindestens dreimal wöchentlich trainieren. Ziele  sind mehr Stabilität im betroffenen Bein, eine Verbesserung der Funktion  des Kniegelenks und weniger Schmerzen.

Wie bekommt man die App?

Zunächst  bestätigt der Arzt oder die Ärztin den Befund und stellt ein Rezept für  die App aus. Das schickt man zu seiner Krankenkassetagwords:linkbyid und bekommt einen  Rezeptcode zurück. Mit dem kann man unter www.patella. die Anwendung  freischalten. Wer seiner Krankenkasse einen Nachweis über eine  entsprechende Indikation vorlegen kann, bekommt die DiGA auch ohne eine  ärztliche Verordnung.

DiGAs, die wie Companion patella vorläufig in  die Liste verschreibbarer Apps aufgenommen werden, haben den Nachweis  eines positiven Versorgungseffekts für Patienten noch nicht hinreichend  erbracht und werden zunächst nur für 12 Monate finanziert.