Wie gut ist der Corona-Schnelltest im Drogeriemarkt? Wer das prüfen will, kann das mithilfe eines neuen Tools nun schnell per Smartphone tun: Auf der Website „Schnelltesttest.de“ können Nutzerinnen und Nutzer dazu den Barcode eines Tests scannen oder manuell den Strichcode eintippen.

Wenn der Test im System aufgeführt wird, zeigt das Programm, wie hoch seine Erkennungsrate ist. Die Ergebnisse stützen sich auf Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts. Das hat auf seiner Website ein PDF-Dokument veröffentlicht, in dem es die Erkennungsraten verschiedener Schnelltests auflistet. Das Dokument finden Sie hier.

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Jeder kann Mithilfen

Hinter „Schnelltesttest.de“ steckt das Hacker:innen-Kollektiv zerforschung. Das hat das Projekt in ehrenamtlicher Arbeit gebaut. Als Grund nennt die Gruppe, dass es den Vorgang der Schnelltest-Prüfung für alle Nutzerinnen und Nutzer vereinfachen wollte: „Bisher mussten wir uns dafür durch lange Tabellen auf nicht mobil-geeigneten Webseiten quälen“, schreibt die Gruppe auf ihrer Website: „Unsere Idee: Am einfachsten wäre es, den Barcode auf der Verpackung des Tests scannen zu können und direkt angezeigt zu bekommen, wie gut der Test laut Paul-Ehrlich-Institut wirklich ist.“

Die Gruppe bittet Nutzerinnen und Nutzerinnen auch, bei dem Projekt mitzuhelfen: So können verschiedene Tests verschiedene Barcodes haben – auch, wenn sie vom selben Anbieter sind. Wer möchte, kann vom Barcode und der Packung des Tests ein Foto machen und dem Kollektiv schicken, falls der Test nicht erkannt wird. Bisher haben bereits 5.000 Menschen Fotos geschickt, wie zerforschung berichtet.

Kritik von Zerforschung

Die Gruppe kritisiert zudem in einem weiteren Beitrag, dass bisher keine Verwaltung in Deutschland selbst so eine App entwickelt hat. „schnelltesttest“ wurde zwar mehrfach von öffentlichen Stellen empfohlen, allerdings hat sich bisher noch keine staatliche Institution bei uns gemeldet, um die Web-App und den damit verbundenen Betreuungsaufwand langfristig zu übernehmen“, so zerforschung.

Auch sei es ein Problem, dass das Paul-Ehrlich-Institut seine Ergebnisse bisher nur in einem nicht-barrierefreien PDF veröffentlicht hat. Dadurch mussten die Entwicklerinnen und Entwickler die Daten per Handarbeit eintragen: „Maschinenlesbare Offene Daten müssen in solchen Fällen also der Standard sein und nicht die Ausnahme“, schreibt zerforschung. „Nur so können Projekte wie schnelltesttest schneller umgesetzt werden und sparen doppelte Arbeit.“

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