Fettverbrennung
Stärker anstrengen, mehr abnehmen?

Logisch: Jede Leistungssteigerung, jede Trainingseinheit lässt weitere überflüssige Pfunde purzeln. Oder etwa nicht?

von Apotheken Umschau, 28.06.2010

Noch eine Runde durch den Park, dann kann ich mir nachher beim Italiener die Tortellini mit Gorgonzola-Soße leisten", keucht Marianne ihrer Freundin zu, die neben ihr läuft. "Machst du mit?"
"Nein", schnauft Brigitte, "das bringt überhaupt nichts, habe ich gelesen." Die beiden Frauen bleiben stehen, stützen die Hände auf die Oberschenkel und atmen ein paarmal kräftig durch. Marianne sieht Brigitte fragend an: "Und wieso nicht?" "Naja, ehrlich gesagt hab ich das auch nicht so ganz verstanden", gibt die zu. "Aber es muss irgendwas mit der Fettverbrennung zu tun haben ..."

Laufen ohne schnaufen
"Genau", bestätigt Professor Winfried Banzer. Der Mediziner vom Institut für Sportwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/M. erklärt: "Was man früher ,Laufen ohne schnaufen‘ nannte, ist heute wissenschaftlich untermauert. Beim Training sollte man im aeroben Bereich bleiben, in der ,Fatburning-Zone‘." Das bedeutet: Bei ausreichender Sauerstoffversorgung wird die Muskelenergie bereitgestellt, indem Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fett) in Anwesenheit von Sauerstoff abgebaut werden. Das führt dazu, dass wir abnehmen.

Großer Kraftakt, viel Milchsäure
Im anaeroben Bereich, also bei großem Krafteinsatz, so erklärt der Sportmediziner weiter, reicht die Sauerstoffversorgung allein nicht aus. Folge: Die Laktat-Werte (Milchsäure) steigen, die Muskulatur übersäuert, und es wird weniger Fett verbrannt. Die Schwelle zwischen aerober und anaerober Energieversorgung liegt bei 65 Prozent der maximalen Herzfrequenz. "Die maximale Herzfrequenz", fährt Prof. Banzer fort, "ist bei jedem Menschen anders. Bei einem gesunden 60-Jährigen beispielsweise beträgt sie etwa 160 Schläge pro Minute, bei Kleinkindern wesentlich mehr." Ermittelt wird der individuelle Wert unter ärztlicher Aufsicht, etwa in einem sportmedizinischen Institut. Beim Laufen oder Radeln & Co. lässt sich die Herzfrequenz für eine optimale Fettverbrennung mit einem Pulsmesser überwachen, der wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird.

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