Faszientraining: So bleiben Sie in Form

Verklebtes Bindegewebe kann Schmerzen bereiten. Hier finden Sie Übungen, mit denen Sie es stimulieren

von Sabine Pusch, aktualisiert am 01.02.2017
Faszientraining

Durch regelmäßiges Training lassen sich verklebte Faszien auflockern


Faszien durchziehen den Körper wie ein Netz. Sie beeinflussen die Haltung und Körperwahrnehmung, umhüllen jeden Muskel, jede Muskelfaser, jeden Knochen und jedes Organ. Trotzdem ist dieses 0,3 bis 3 Millimeter dicke Bindegewebe weitgehend unerforscht.

Wissenschaftler sind sich aber mittlerweile einig, dass nicht nur Muskeln, sondern auch Faszien Hauptverursacher von Rückenschmerzen sind. "Durch Unterforderung, Überlastung und Stress kommt es zu Umbauprozessen im muskulären Bindegewebe. Die Faszien, die sonst geschmeidig übereinandergleiten, verfilzen, werden spröder und verletzungsanfälliger", sagt Dr. Robert Schleip, Humanbiologe und Faszienforscher an der Universität Ulm.

Um diese Verklebungen zu lösen, empfiehlt er, zweimal pro Woche zehn Minuten zu trainieren: "Wenn die Faszien ordentlich stimuliert wurden, wird in den darauffolgenden drei Tagen frisches, elastisches Kollagen produziert." Bis sich Erfolge zeigen würden, dauere es etwa ein halbes Jahr. Positiv fühlbar seien die Wirkungen aber von Anfang an. Die Körperwahrnehmung verbessere sich ebenfalls schnell. Dadurch verringert sich auch die Gefahr von Verletzungen.