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Die richtige Dosis Sport
Besser wenig als gar nicht

Wie viel Sport ist überhaupt gesund? Prof. Dr. Klaus Bös, Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Uni Karlsruhe, hat die Antwort

von Apotheken Umschau, 28.06.2010
Mann fährt mit einem Mountainbike

"Dreimal pro Woche eine Stunde. Ich bin aber schon mit jedem zufrieden, der eine Stunde pro Woche etwas macht." Bei dieser sportlichen Aktivität sollte das Herz-Kreislauf-System deutlich aktiviert werden.

Anhaltspunkte: Optimale Herzfrequenz und Wohlbefinden
Als Faustregel gilt ein Puls von 180 minus das Lebensalter. Das Herz eines 40-Jährigen z.B. sollte also nicht mehr als 140 mal pro Minute schlagen. Eine höhere Frequenz bringt keinen positiven Effekt mehr, sondern kann sogar schaden. Zusätzlich empfiehlt Bös, sich täglich ein kleines Fitnessziel extra zu setzen: "Zum Beispiel 8000 Schritte zusätzlich pro Tag für die Gesundheit." Neben der Herzfrequenz ist das subjektive Wohlbefinden ausschlaggebend für die richtige Dosis Sport. Wer sich unwohl fühlt, wer Beschwerden oder Schmerzen hat, sollte seine Aktivitäten erst einmal abbrechen und das Problem mit seinem Arzt besprechen. Auch Neueinsteiger über 35 Jahre sollten sich vor dem Start vorsichtshalber vom Arzt untersuchen lassen.

Genauer: der Laktatwert
Will sich jemand intensiv aufs Sportliche verlegen, dann wird für ihn vielleicht auch der Laktatwert interessant, ein physiologischer Parameter für die richtige Trainingsdosis. Laktat (Milchsäure) ist ein Stoffwechselprodukt, das sich im Körper umso mehr anreichert, je intensiver der Körper belastet wird. Daran kann man ablesen, ob jemand in einem vernünftigen aeroben Bereich – also mit ausreichender Sauerstoffzufuhr – trainiert oder ob er sich überlastet. Laktatwertmessungen führen Sportmediziner durch und speziell ausgerüstete Fitnessstudios.