Achtung, Sportfalle!
6.Fehler: Was andere können, kann ich auch

von GesundheitPro.de, 28.06.2010

Sie sind ein Bewegungsmuffel und können sich nur selten dazu aufraffen, zum Sport zu gehen. Deshalb sind Sie froh, eine Gruppe gefunden zu haben, die Sie mögen und die Sie nicht im Stich lassen wollen. Das ist eine feine Sache, denn Sie werden als Partner beim Mannschaftssport gebraucht.

Der falsche Ehrgeiz: Sie sind sportlich nicht besonders trainiert, aber Ihr Ehrgeiz treibt Sie dazu, mit den Besten Ihrer Teamkameraden mitzuhalten. Sie wollen unbedingt Leistung zeigen. Deshalb überfordern Sie sich häufig. So wie Sie jeden Tag an der Arbeitsstelle kämpfen, machen Sie das auch hier beim Sport. Die spielerische Aktivität und die ausgleichende Funktion des Sports gehen dabei verloren. Er artet in Stress aus. Was Sie während des hitzigen Spiels nicht mitbekommen haben: Nach dem Training sind Sie total verschwitzt und fertig.

Die richtige Strategie: Treiben Sie Sport so, dass er Ihnen Spaß macht. Behalten Sie die spielerische Auseinandersetzung, nicht das Zählen von Punkten im Blick. Vielleicht müssen Sie dazu die Haltung zu sich selbst und zu Ihrer Umwelt überdenken. Es geht nicht in erster Linie ums Gewinnen und darum, Spitze zu sein, sondern darum, Gemeinschaft zu erleben und sich an seiner individuellen Fitness zu freuen. Nur dann ist Sport ein passender Ausgleich.

Wenn Sie mit einem Partner spielen, beispielsweise beim Tennis, dann suchen Sie sich möglichst einen Gegner, der etwa gleich stark ist. Da werden bei jedem Treffen die Karten neu gemischt, und Sie haben gute Chancen, auch einmal zu gewinnen.

Wenn Sie die Konkurrenzsituation als Leitmotiv ansehen, sollten Sie sich überlegen, ob Gemeinschaftssport wirklich das Richtige für Sie ist. Schauen Sie sich um, welche Bewegungsaktivitäten Ihnen außerdem Spaß machen würden, die nicht so schnell in
einem Wettkampf ausarten. Vielleicht ist Golfen und Qi Gong besser für Sie.

Und: Sie müssen nicht das, was Sie einmal angefangen haben, unbedingt und unter allen Umständen weitermachen: Wir alle haben das Recht, uns auch mal zu täuschen.


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