Spinat: Sensibles Gemüse

Das empfindliche Gemüse enthält einige Nährstoffe – von Eisen bis Vitamin C. Bei frischem Spinat brauchen Sie große Mengen, weil er bei der Zubereitung stark in sich zusammenfällt

aktualisiert am 05.06.2014
Spinat

Frischer Spinat ist nicht lange haltbar


Inhaltsstoffe: Spinat enthält viel Eisen

Spinat enthält viel Eisen – allerdings nicht so viel, wie ursprünglich gedacht. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass der Eisengehalt von Spinat etwa um ein Zehnfaches niedriger ist, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts angenommen. Vermutlich wurde damals der Wert für getrockneten Spinat bestimmt. Andere glauben an einen Kommafehler bei der Berechnung. Aber auch der korrekte Eisenwert von Spinat ist recht hoch. Das kalorienarme Gemüse verfügt auch noch über andere Nährstoffe: Kalium etwa ist unter anderem wichtig bei der Übertragung von Impulsen an Muskeln und Nerven. Daneben enthält Spinat auch Magnesium, Vitamin C und verschiedene B-Vitamine.

Herkunft des Spinats: Vermutlich Südwestasien

Die Heimat des Spinats ist vermutlich Südwestasien. Eine frühe Form der Gemüsesorte kam wohl über Persien mit den Arabern nach Spanien, wo sich der Name "espinaca" etablierte, von dem sich wiederum unser Wort für das Gemüse ableitet. Mit dem Gelehrten Albertus Magnus wird der Spinat im 13. Jahrhundert erstmals im mitteleuropäischen Raum erwähnt. Mittlerweile ist er in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet.

Botanik: Es gibt rund 50 Sorten

Spinacia oleracea ist ein Blattgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse. Es gibt etwa 50 Sorten dieser einjährigen krautigen Pflanze.

Saison: Frischer Spinat hauptsächlich im Frühsommer

Hierzulande kommt Spinat nahezu ausschließlich aus dem Freilandanbau, europäische Hauptanbaugebiete sind Italien, Deutschland und Frankreich. Etwa 80 Prozent der Spinatproduktion wird für die Herstellung von industriell gefertigten Lebensmitteln verwendet – zum Beispiel für Tiefkühlprodukte wie Pizza. Der eigentliche Blattspinat aus einzelnen jungen Blättern samt Stiel ist von März bis Juni im Angebot. Den Rest des Jahres bekommt man vor allem Wurzelspinat, also ältere Pflanzen, die samt Wurzelansatz als ganze Blattrosette geerntet werden.

Lagerung von Spinat: 2 Tage im Kühlschrank

Wer frischen Spinat nicht sofort zubereitet, sollte ihn nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps zur Zubereitung: Junger Spinat fein als Salat

Tiefkühlware ist eine echte Alternative zu frischem Spinat. Kauft man Spinat roh, sollte man auf knackige, frisch aussehende Blätter und Stiele achten. Bei der Zubereitung werden dicke Stängel und Wurzeln entfernt, erst kurz vor der Verwendung wird der Spinat gewaschen. Als Salat eignet sich der junge Blattspinat am besten, Winterspinat wird blanchiert oder gedünstet. So ist er als Gemüsebeilage sowie für Eintöpfe, Aufläufe und Lasagne, Quiches sowie als Füllung für Rouladen und Ravioli ausgezeichnet zu verwenden. Da er bei der Zubereitung stark an Volumen verliert und in sich zusammenfällt, muss man für vier Personen mit zwei Kilo des Gemüses oder mehr pro Hauptmahlzeit rechnen. Neben Salz und Pfeffer passen Muskatnuss, Knoblauch und Zwiebeln zu Spinat.

Das enthaltene Nitrat kann sich in giftiges Nitrit umwandeln. Dieses wiederum kann vor allem bei Säuglingen den Sauerstofftransport behindern. Die Entstehung von Nitrit wird durch Aufwärmen und Lagern bei Zimmertemperatur begünstigt. Säuglinge vor dem fünften Lebensmonat sollten gar keinen und ältere Kinder keinen aufgewärmten Spinat erhalten, da sie besonders empfindlich für Nitrat sind. In industriell hergestellter Babynahrung wird der Nitratgehalt kontrolliert, was bei selbstgekochtem Brei natürlich nicht der Fall ist. Erwachsene sollten Spinat allenfalls einmal aufwärmen. Dies jedoch nur, wenn er zuvor nicht lange warm gehalten, rasch abgekühlt, nicht länger als einen Tag aufbewahrt und zwischenzeitlich kühl gelagert wurde.

 

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Nährwerttabelle: Spinat (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
16

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
1

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
70
Kalium (K)
550
Calcium (Ca)
120
Magnesium (Mg)
60
Phosphat (P)
45
Eisen (Fe)
3,4
Zink (Zn)
0,6

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
4800
Vitamin E (mg)
1,4
Vitamin B1 (mg)
0,09
Vitamin B2 (mg)
0,20
Vitamin B6 (mg)
0,22
Folsäure (µg)
145
Vitamin C (mg)
50

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle