Sharonfrucht: Vitaminbombe für den Winter

Die Sharonfrucht ist eine veredelte Zuchtform der Kaki. Sie schmeckt süß, enthält viele Vitamine und stellt eine schmackhafte Alternative zum heimischen Obst dar
04.11.2013

Sharonfrucht schmeckt süß und etwas nach Vanille

Shotshop/lianem

Inhaltsstoffe der Sharonfrucht

Die orange Farbe der Sharonfrüchte geht auf den Gehalt an Beta-Carotin zurück. Das ist eine Vorstufe von Vitamin A. Der Körper kann die Vorstufe in das eigentliche Vitamin umwandeln. Dieses ist vor allem für die Sehfunktion von Bedeutung. Sharonfrüchte sind zudem eine gute Vitamin C-Quelle. Vitamin C wirkt als Zellschutz und unterstützt den Aufbau von Bindegewebe und Knochen.

Die enthaltenen Vitamine aus der B-Gruppe haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Von den Mineralstoffen ist der Gehalt an Phosphor und Kalium erwähnenswert. Phosphor spielt eine Rolle beim Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. Kalium ist unter anderem unverzichtbar für die Herzmuskeltätigkeit und für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen.

Herkunft: Sharonebene in Israel

Die Sharonfrucht ist eine Zuchtform der Kaki. Sie stammt aus Israel. Ihr Name geht auf die Sharonebene zurück, wo sie in großen Mengen angebaut wird.

Botanik: Veredelte Zuchtform der Kaki

Die Sharonfrucht wird oft mit der Kaki verwechselt oder gleichgesetzt. Tatsächlich ist sie eine veredelte Zuchtform von Diospyros kaki aus der Pflanzenfamilie der Ebenholzgewächse. Die Frucht schmeckt milder und hat ein festeres Fruchtfleisch. Zudem ist die Schale dünner als bei den Kakis und nicht so zäh. Der Baum der Sharonfrucht kann Höhen von bis zu 15 Metern erreichen. Von seiner Wuchsform her erinnert er an einen Apfelbaum. Seine dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind elliptisch bis oval geformt. Sie sind wechselständig angeordnet. Im Herbst verliert der Baum das Laub. Gelbweiße Blüten entwickeln sich in den Blattachseln. Zu unterscheiden sind männliche und weibliche. Weibliche Blüten stehen einzeln, während männliche in kleinen Gruppen wachsen. Aus den Blüten gehen die Früchte hervor. Sie haben eine glatte, in Orangetönen gefärbte Schale. Optisch ähneln sie hellen Tomaten. Typisch sind die vier Blätter auf der Oberseite. Das sind die Reste vom vierteiligen Kelch der Blüten. Anders als Kakis sind die Sharonfrüchte samenlos. Botaniker zählen sie zu den Beeren.

Saison: Von Oktober bis März

Sharonfrüchte aus Israel werden meistens unreif geerntet. Zum schnelleren Nachreifen behandelt man sie oft mit dem Gas Ethylen. Die Erntezeit ist zwischen Oktober und März.

Lagerung: Nachreifen bei Zimmertemperatur

Vollreife Früchte im Kühlschrank lagern und innerhalb von wenigen Tagen verzehren. Bei zu langer Lagerung werden sie zu weich und matschig. Unreife Sharonfrüchte können bei Zimmertemperatur nachreifen. Zum Einfrieren sind sie nicht geeignet.

Tipps zur Zubereitung: Schale kann man mitessen

Sharonfrüchte enthalten im Gegensatz zu Kakis kaum Tannine. Tannine wirken zusammenziehend und hinterlassen beim Essen ein unangenehmes Gefühl im Mund. Sharons können anders als Kakis auch schon gegessen werden, wenn sie noch nicht ganz ausgereift sind. Sie schmecken süß und erinnern geschmacklich an Aprikosen oder Zuckermelonen. Die dünne Schale ist genießbar, muss allerdings vor dem Essen gut abgewaschen werden. Feste Früchte lassen sich wie ein Apfel aus der Hand genießen. Im weichen Zustand den Blütenansatz abschneiden und die Sharon in Stücke teilen. Eine gute Ergänzung sind die säuerlichen Exoten in Obstsalaten. In kleinen Stücken eingerührt in Joghurt- oder Quarkspeisen sorgen sie für Abwechslung zu heimischem Obst. Auch Eiscreme oder ein Sorbet lassen sich daraus herstellen. Ein ausgefallenes Dessert erhält man, indem man die Früchte aufschneidet, das Fruchtfleisch entfernt und sie stattdessen mit einer Creme oder Eis füllt. Eine besondere Spezialität sind im Ofen überbackende Sharonfrüchte. Schmackhaft sind sie auch zusammen mit Käse serviert. Sogar ein Likör lässt sich aus ihnen herstellen.

Nährwerttabelle

Siehe Nährwerttabelle der Kaki

 

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