Halsschmerzen: Allergien, andere Krankheiten, Reizstoffe als Ursachen

Neben Infektionen sind Allergien, Klimafaktoren, Reizstoffe und Tabakrauch häufig der Grund für Halsschmerzen. Mehr über die nicht infektiösen Ursachen
von Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 03.01.2018

Allergene, Luftschadstoffe & Co.: Man kann vieles "in den falschen Hals" bekommen

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Millionen Menschen in Deutschland, darunter zunehmend viele Kinder, leiden unter Heuschnupfen. Auslöser sind typische "Aero-Allergene" – hier Pflanzenpollen in der Luft. Aber auch chemische Reizstoffe, die mit den empfindlichen Schleimhäuten in den Atemwegen in Berührung kommen, können Probleme bereiten. Demgegenüber sind andere nicht-infektiöse Ursachen von Halsschmerzen eher selten. Hier ein kurzer Überblick.

Attackenartige Halsschmerzen: Vielleicht eine Allergie?

  • Allergien: Heuschnupfen tritt weitgehend saisonal auf. Allergischer Schnupfen aufgrund einer Allergie gegen Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze dagegen kann das ganze Jahr über in wechselnder Intensität Beschwerden bereiten. Wie auch immer: Wässriger Fließschnupfen, verstopfte Nase, juckende Augen und Niesanfälle sind kennzeichende Symptome. Zudem brennt oder juckt es oft im Hals.
Frau mit Heuschnupfen

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  • Ist es etwa eine Nahrungsmittelallergie? Juckreiz oder Brennen im Mund und Gaumen, Pelzigkeitsgefühl und Schwellungen an den Lippen, im Gaumen, eventuell auch im Kehlkopfbereich beim Verzehr bestimmter Nahrungsmittel wie Haselnüsse oder Steinobst – das kann tatsächlich ein sogenanntes orales Allergiesyndrom sein. Eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie wiederum liegt vor, wenn Menschen sowohl auf Pflanzenpollen, zum Beispiel Baumpollen wie Birkenpollen, als auch auf bestimmte Nahrungsmittel wie zum Beispiel (rohe) Äpfel allergisch reagieren.

    Der Grund für eine Kreuzallergie: Die Allergene ähneln sich in ihrem Aufbau. Wer gegen Frühblüher wie Birke, Erle, Hasel allergisch sind, verträgt mitunter auch Nüsse und Steinobstsorten wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche nicht. Mehr noch: Es gibt Kreuzallergien zwischen Kräuter- und Gewürzpflanzen einerseits und bestimmten Gemüsearten andererseits. Latex und Früchte, Hausstaubmilben und Schalentiere – für manchen Allergiker sind solche Überschneidungen im Alltag tabu. Es sieht so aus, als seien No-go-Kombinationen in unbegrenzter Anzahl möglich.
Auslöser von Nahrungsmittelallergien

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Trockene Luft & Schadstoffe: Darauf reagiert so mancher Hals empfindlich

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Was sonst noch hinter Halsschmerzen stecken kann

  • Trockene Luft in überheizten Schlafzimmern lässt viele Menschen mit einem Kratzen im Hals aufwachen. Im Laufe des Tages legt sich das Problem, vor allem wenn man genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Einen ähnlich austrocknenden Effekt hat ständiges Atmen durch den geöffneten Mund, etwa auch bei Schnupfen, Heuschnupfen oder ständig laufender und / oder "verstopfter" Nase durch eine Nasennebenhöhlenentzündung (siehe oben). Auch starkes Schnarchen beziehungsweise eine Schlafapnoe kann mitunter  dahinterstecken. Trockene Schleimhäute sind anfälliger für Entzündungen.

    Tipp:
    Ausreichend lüften und die Zimmerluft befeuchten, am besten mit Behältern, die an die Heizung gehängt, mit Wasser gefüllt und regelmäßig gereinigt werden. Aktivieren Sie sich auch regelmäßig selbst an der frischen Luft, und mehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich (falls dem medizinisch nichts entgegensteht). Bei unklarem chronischem Schnupfen oder anderen Problemen mit der Nase immer zum Hals-Nasen-Ohrenarzt!
  • Reizstoffe aus der Umwelt können ebenfalls (chronische) Halsschmerzen auslösen. Dazu gehören Tabakrauch, Chemikalien wie etwa Formaldehyd oder Lösungsmittel, außerdem Stäube. Nicht zu vergessen: Scharf gewürzte Speisen und Alkohol empfinden Schleimhäute ebenfalls als aggressiv. Besonders Letzterer wirkt, chronisch konsumiert, schädlich.
  • Fremdkörper, zum Beispiel Fischgräten, können sich im Rachen verfangen und Halsschmerzen sowie Würgereiz auslösen.
    Tipp:
    Ein paar Bissen weiches Brot essen und viel dazu trinken. Damit lassen sich Gräten, sofern nicht zu groß, meistens herunterschlucken.
  • Verätzungen durch chemische Substanzen sind Notfälle. Zu Schaden kommen hier meistens Kinder, wenn es um Chemikalien für den Hausgebrauch geht. Verschlucken sie Säuren oder Laugen, wird die Schleimhaut im Mund, Rachen oder Speiseröhre schwer geschädigt, es kann zu starken Schmerzen, zum Flüssigkeitsverlust, Blutungen und Schock kommen. Zudem kann der Rachen lebensgefährlich anschwellen. Auch Kontakt der Substanzen mit Augen oder Haut ist gefährlich. Rettungsdienst (Notruf: 112) rufen, der Giftnotruf kann erste Anweisungen geben, bis der Notarzt eintrifft.

    Weitere Infos unter: "Kinder: Was tun bei Vergiftungen" auf unserem Partnerportal www.baby-und-familie.de
  • Rückflusskrankheit des Magens und der Speiseröhre (Gastroösophageale Refluxkrankheit): Wenn saurer Mageninhalt in die obere Speiseröhre gelangt, weil der untere Schließmuskel der Speiseröhre nicht richtig funktioniert, sprechen Ärzte von einem gastroösophagealen Reflux. Warum der Schließmuskel genau versagt, ist häufig unklar. Manche Patienten haben einen Zwerchfellbruch (axiale Hiatushernie), was aber nicht die Hauptrolle spielt, oder andere Veränderungen an Speiseröhre oder Magen. Die Schleimhaut in der Speiseröhre kann sich bei einem Reflux entzünden.

    Zu den Symptomen
    gehören Sodbrennen (Brennen hinter dem Brustbein), Aufstoßen und Oberbauchbeschwerden.
    Sie können allerdings auch ohne nachweisbare Entzündung auftreten. Bei stärkerem Rückfluss kann Magensäure teilweise in die oberen Atemwege gelangen (Refluxlaryngitis). Die Folgen: Reizhusten und asthmaähnliche Beschwerden, Heiserkeit, Kloßgefühl, "Halsschmerzen" und ein unangenehmer Geschmack im Mund.

    Refluxbeschwerden kommen auch häufig in der fortgeschrittenen Schwangerschaft vor. Begünstigend wirken außerdem hoher Pressdruck im Bauch, bauchbetonte Fettsucht, ständiges Bücken, flaches Liegen, einige Medikamente wie zum Beispiel Nitropräparate, Kalziumantagonisten, Theophyllin, bestimmte Nahrungsmittel wie beispielsweise Schokolade, Kaffee, Nikotin, Alkohol, Tomatensoße, süße und fette Speisen, Säfte aus Zitrusfrüchten.

Sodbrennen

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  • Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis): Wenn Beschwerden einer Nasennebenhöhlentzündung länger als zwölf Wochen bestehen, ohne zwischenzeitlich vollständig zurückzugehen, dann ist die Krankheit chronisch geworden. Warum es überhaupt so häufig dazu kommt, ist nicht ganz klar. Eine Rolle spielen eine vermehrte Gewebebildung an den Durchgängen zur Nasenhöhle sowie entzündliche Schleimhautveränderungen in dem Bereich. Auch liegen häufig Nasenpolypen vor.

    Symptome:
    Bei einer Rhinosinusitis läuft nicht nur die Nase. Häufig fließt entzündliches Sekret auch hinten den Rachen hinunter (engl. postnasal drip). Das kann ständiges Räuspern, Heiserkeit, Halsschmerzen und Husten verursachen. Die Nase wirkt ständig verstopft, die Nasenatmung behindert. Hinzukommen können Kopfschmerzen, während Riech- (und Geschmacks-)störungen nahezu regelhaft vorhanden sind. Letztlich unterscheiden sich die Symptome bei akuter und chronischer Nasennebenhöhlenentzündung – mit und ohne Nasenpolypen – kaum. Bei chronischen Verläufen sind sie eigentlich nur schwächer ausgeprägt. Nasenpolypen begünstigen übrigens Erkältungskrankheiten.

    Ursachen, Diagnose und Therapien erklären die Ratgeber "Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)" und "Nasenpolypen".
  • Kopf-Hals-Tumoren (hier: Rachenkrebs): Munter können bösartige Tumoren an den Gaumenmandeln (Tonsillenkarzinom) und im unteren Rachen (Hypopharynxkarzinom) entstehen. Diese insgesamt eher seltenen Tumorerkrankungen – auch Oropharynx-Karzinome genannt –, treten meistens nach dem vierzigsten oder fünfzigsten Lebensjahr auf. Männer erkranken häufiger an Rachenkrebs als Frauen. Kopf-Hals-Tumoren stehen bei Männern an vierter Stelle der Krebserkrankungen. Risikofaktoren sind Tabak- und Alkoholkonsum. Eine gewisse Rolle spielen auch Infektionen mit humanen Papillom-Viren (HPV). Anders als bei Karzinomen des Mundbodens gelten unzureichende Mundhygiene und schlecht sitzende Zahnprothesen bei Oropharynxkarzinomen inzwischen nicht mehr als Risikofaktoren. Überwiegend handelt es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome. Plattenepithel kleidet die Mudhöhöe aus und bedeckt auch die Mandeln. Sehr selten kann sich das darunterliegende Lymphgewebe der Mandeln bösartig verändern (maligne Lymphomerkrankung).

    Zu den Symptomen
    bei einem Tonsillenarzinom gehören unterschiedlich ausgeprägte Schluckbeschwerden, meist auf einer Seite, häufig auch auffallender Mundgeruch.

    Die Diagnose stellt der HNO-Arzt durch eine genaue Inspektion des Rachens (Spiegeluntersuchung, gegebenenfalls auch eine endoskopische Laryngoskopie), die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe sowie weitere bildgebende Verfahren zur Festlegung des Krankheitsstadiums.

    Die Therapie ist chirurgisch, gefolgt von einer Strahlentherapie. Mitunter kommt auch eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie in Betracht.
  • Orale Mukositis: Bei einer Chemo- oder Strahlentherapie gegen eine Krebserkrankung kann die Schleimhaut im Mund und Rachen Schaden nehmen. Die Schleimhaut gehört zu den Geweben, deren Zellen sich schnell teilen. Im Mund- und Rachenbereich ist sie zudem sehr sensibel und dünn. Daher reagiert sie auf die genannten Therapien besonders empfindlich, kann wund werden, sich infizieren (zum Beispiel mit Candida-Pilzen) und stark schmerzen. Essen und Trinken können erschwert oder möglich sein. In schweren Fällen ist eine künstliche Ernährung notwendig.
  • Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis): Es gibt verschiedene Arten von Entzündungen der kleinen Hormondrüse am Hals (Thyreoidea). Zu deutlichen Schmerzen im Hals, die auch bis in die Kiefer und Ohren ausstrahlen können, führen vor allem die seltenen akuten eitrigen Schilddrüsentzündungen (Ursache: Infektion mit Bakterien) und, meist etwas schwächer ausgeprägt, die ebenfalls seltene subakute Thyreoiditis de Quervain (Ursache: unklar, eventuell vorausgehender Virusinfekt, Veranlagung, Immunvorgang). Beide, insgesamt sehr unterschiedliche Krankheiten haben unter anderem gemeinsam, dass Fieber auftritt und Berühren oder Druck vorne am Hals schmerzhaft ist.

    Die Diagnose stellt der Endokrinologe anhand verschiedener Blutkontrollen und bildgebender Verfahren. Die subakute Thyreoiditis kann mit einer behandlungsbedürftigen Schilddrüsenfehlfunktion einhergehen. Die akute eitrige Schilddrüsenentzündung wird mit Antibiotika behandelt, gegebenenfalls ist auch ein Eingriff nötig.

Rote und weiße Blutkörperchen

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  • Verlust an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose): Granulozyten sorgen für die Grundabwehr von Krankheitserregern. Brechen die Granulozytenzahlen im Blut ein, ist die Verteidigung des Körpers in Gefahr, und es drohen schwere Infektionen. Ursache für einen Mangel dieser Art von weißen Blutkörperchen sind immunvermittelte Reaktionen auf Medikamente. Bekannt geworden ist das Problem zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Schmerzmittel Metamizol, mit Schilddrüsenblockern (Carbimazol, Thiamazol, Propylthiouracil), mit Antibiotika wie Cotrimoxazol oder Sulfonamiden, mit Sulfasalazin (ein Entzündungshemmer), mit dem Neuroleptikum Clozapin oder dem Antidepressivum Clomipramin. Auch im Zusammenhang mit dem Antikörper Rituximab oder der kontraindizierten Gabe von Azathioprin plus Allopurinol sind Agranulozytosen beschrieben.

    Symptome
    des unter Umständen gefährlichen Krankheitsbildes sind grippeartige Symptome, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost und hohes Fieber, eine akute  Schleimhautentzündung (Stomatitis) im Mund, bis hin zu einer geschwürigen Mandelentzündung. Als Komplikation ist eine Blutvergiftung (Sepsis) möglich.


    Diagnose und Therapie:
    Engmaschige Kontrollen der Patienten, die ein "Risiko-Medikament" erhalten (unter anderem Kontrollen des großen Blutbildes), können das Risiko für die Komplikation senken. Das auslösende Medikament setzt der Arzt im Verdachtsfall sofort ab oder tauscht es, wenn möglich, gegen ein anderes Präparat aus. Der Betroffene muss vorübergehend durch eine keimarme Umgebung und Antibiotika geschützt werden. Eventuell ist eine spezielle Therapie in der Klinik nötig (siehe Kapitel "Halsschmerzen: Selbsthilfe, Therapie").
  • Still-Syndrom im Erwachsenenalter: Die sehr seltene Krankheit gehört zu den rheumatischen Krankheitsbildern. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre Ursache unbekannt ist, das Immunsystem jedoch plötzlich eigenes Körpergewebe angreift. In der Folge kommt es zu einer Entzündung. Häufig besteht eine erbliche Veranlagung, teilweise sind bestimmte Auslöser bekannt, zum Beispiel eine Infektion. Schmerzhafte Gelenkentzündungen (Arthritis) gehören zu den führenden Symptomen. Teilweise sind schwere Krankheitsbilder möglich.

    Symptome:
    Neben den Gelenkschmerzen treten bei Rheuma häufig noch andere Beschwerden auf, da die Entzündung sich auf weitere Organe erstreckt (sogenannte Systemkrankheit). Beim Still-Syndrom Erwachsener kommt es zu deutlichen Fieberschüben ein- bis zweimal am Tag, für mindestens eine Woche. Auf dem Höhepunkt des Fiebers zeigt sich ein lachsfarbener, fleckiger Ausschlag am Rumpf und körpernah an Armen und Beinen, der jedoch sehr flüchtig ist. Stärker ausgeprägt dagegen sind Gelenkschmerzen, besonders an den Händen, und Muskelschmerzen. Beides besteht mindestens über zwei Wochen. Daneben können Halsschmerzen als sogenanntes Nebensymptom auftreten, ebernso Schwellungen von Lymphknoten und Milz.

    Richtungweisend für die Diagnose ist neben dem Beschwerdebild ein bestimmtes Muster von Blutwerten.

    Zur Therapie setzen Ärzte Kortison, Methotrexat (MTX) und spezielle Immuntherapien ein.

  • Kawasaki-Syndrom: Das Krankheitsbild beruht auf einer unklaren, möglicherweise infektiös bedingten Gefäßentzündung (Vaskulitis). Es ist die häufigste Form der Gefäßentzündung bei Kindern. Sie erkranken mehrheitlich im Alter von unter fünf Jahren.

    Symptome:
    Es kommt zu einer stark fieberhaften, schmerzhaften Halsentzündung, die nicht auf Antibiotika reagiert und über fünf Tage dauert: mit geröteter Mundschleimhaut, erdbeerroter Zunge ähnlich wie beim Scharlach, gerötetem Rachen (Hauptsymptome 1 und 2) sowie 3. vergrößerten Lymphknoten am Hals. Außerdem entwickeln sich 4. eine ausgeprägte Bindehautentzündung, 5. ein Hautausschlag und 6. Veränderungen an den Hand- und Fußinnenflächen: erst Rötungen, dann Schuppungen. In der nächsten Krankheitsphase treten Gelenkschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen auf.
    Als Komplikation sind Aussackungen (Aneurysmen) an entzündeten Herzkranzgefäßen und andere Herzschädigungen möglich. Auch die Hauptschlagader (Aorta) und andere größere Gefäße können sich entzünden. Das Risiko eines späteren Herzinfarktes oder Herztodes ist erhöht.

    Die Diagnose erfordert fünf der sechs Hauptsymptome oder vier Hauptsymptome sowie den Nachweis von Aussackungen in den Herzkranzgefäßen mittels Magnetresonanztomografie (MRT).

    Therapie:
    Mit der frühzeitigen Gabe von Immunglobulinen sowie ausnahmsweise Acetylsalicylsäure (ASS) lässt sich meist gut gegensteuern. ASS, das Kindern und Jugendlichen nur unter ärztlicher Anweisung gegeben wird, falls andere Maßnahmen bei fieberhaften Erkrankungen nicht wirken, setzt der Arzt sofort wieder ab, falls es unter der Therapie zu einer Virusinfektion kommt. Der Grund: Es könnte Gefahr drohen durch das lebensbedrohliche, wenn auch seltene Reye-Syndrom, das zu schweren Leber- und Gehirnschädigungen führen kann. Manchmal ist beim Kawasaki-Syndrom außerdem eine zusätzliche "blutverdünnende" Therapie oder eine operative Maßnahme am Herzen notwendig, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

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