Rosazea: Symptome

Gerötete Haut und erweiterte Gefäße im Gesicht - meist im Bereich von Wangen, Nase, Kinn und Stirn - sind die ersten Symptome der Rosazea

aktualisiert am 18.04.2013

Gesichtsrötung: So oder ähnlich sehen die Symptome einer Rosazea aus


Die Rosazea konzentriert sich meist in der Mitte des Gesichtes: Wangen, Nase, Kinn und Stirn sind häufig betroffen. Selten zeigen sich auch an Hals und Dekolleté die typischen Hautveränderungen. Der Bereich unmittelbar um Mund und Augen bleibt meist von der Erkrankung ausgespart. Je nach Ausprägung werden verschiedene Formen und/oder Stadien der Rosazea unterschieden, wobei die Stadien nicht zwangsläufig ineinander übergehen:

Die Rosacea erythemato-teleangiectatica (deutsch: Kupferfinne, französisch: Couperose) ist das erste Stadium der Rosazea. Die Haut ist gerötet und weist deutlich sichtbare erweiterte Gefäße auf. Besonders Wangen und Nase sind betroffen. Die Haut brennt oder sticht, manchmal juckt sie auch. Anfangs klingen die Rötungen wieder ab, später bleiben sie dauerhaft bestehen.

Die Rosacea papulopustulosa ist das zweite Stadium der Erkrankung. Dabei treten zusätzlich zu den Rötungen und Gefäßerweiterungen Knötchen und Eiterpickel auf. Das Krankheitsbild kann jetzt an eine Akne erinnern.

Im dritten Stadium der Rosazea, der Rosacea hypertrophica, wuchern Bindegewebe und Talgdrüsen (Hyperplasie) verstärkt. Fast ausschließlich bei Männern bildet sich in diesem Stadium eine knotige Verdickung der Nase (Rhinophym). Selten treten vergleichbare Hautwucherungen an Ohr (Otophym), Kinn (Gnatophym), Nasenwurzel (Metophym) oder Augenlidern (Blepharophym) auf.

Es gibt auch eine Form der Rosazea, bei der die Augen betroffen sind (Ophthalmo-Rosazea). Neben einer Trockenheit des Auges können verschiedene Augenentzündungen auftreten. So können die Bindehaut (Konjunktivitis), der Lidrand (Blepharitis) und die Regenbogenhaut (Iritis, Iridozyklitis) entzündet sein. Selten ist die Hornhaut von einer Entzündung betroffen (Keratitis). Diese kann sogar zur Erblindung führen.

Manchmal finden sich bräunlich-rote Knötchen, die auf Glasspateldruck ein Apfelgelee-artiges Infiltrat zeigen (lupoide oder granulomatöse Rosazea), oder zum Teil schmerzhafte Knoten (Rosacea conglobata, bei rascher Entwicklung: Rosacea fulminans). Steht eine bleibende, derbe Gesichtsschwellung und -rötung im Vordergrund, spricht man auch von einem Morbus Morbihan.

Die Haut bei der Rosazea ist äußerst empfindlich und irritierbar. Sie reagiert auf aufgetragene Hautpflegepräparate, Kosmetika und Medikamente oft sehr sensibel. Durch die Lokalisation im Gesicht kann die Rosazea zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.