Rot, rund, Radieschen

Schön anzusehen und gesund: Radieschen sind vor allem in Deutschland eine beliebte und kalorienarme Zutat für Brotzeiten oder in Salaten

aktualisiert am 23.05.2014

Schmecken frisch am besten: Radieschen trocknen schnell aus


Inhaltsstoffe: Senföle geben Schärfe

Radieschen bestehen zu 94 Prozent aus Wasser und haben wie viele Gemüsesorten wenig Kalorien. Mit 0,14 Kilokalorien pro Gramm ist die Energiedichte von Radieschen vergleichbar mit der von den ebenfalls sehr kalorienarmen Salatgurken. Die enthaltenen Senföle sind für die Schärfe von Radieschen verantwortlich.

Herkunft: Mit dem Rettich verwandt

Radieschen sind mit dem Rettich verwandt. Sicher ist nur, dass sie sich im 16. Jahrhundert über Frankreich in Europa verbreiteten. Der deutsche Name kommt vom lateinischen Wort radix (=Wurzel).

Botanik: Radieschen-Ernte schon nach wenigen Wochen

Rund und knallrot – so kennt man Radieschen. Doch es gibt sie auch in anderen Farbtönen: Von Weiß über Gelb bis zu Hellrot und Violett. Selbst rot-weiße Sorten bekommt man beim Händler. Das Innere von Radieschen ist aber immer weiß. Nach der Aussaat keimen Radieschen etwa eine Woche lang, schon wenige Wochen danach werden die Knollen geerntet, die einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern erreichen können.

Saison: Von Mai bis Oktober im Freiland

Anbaugebiet Nummer eins dieses Gemüses ist in Deutschland mit ungefähr 80 Prozent die Pfalz. Lediglich der hiesige Bedarf für die Wintermonate wird durch Importe aus Ländern wie Italien, den Niederlanden oder Israel gedeckt. Ein Teil der Frühlingsproduktion kommt aus Treibhäusern, im Zeitraum von Mai bis Oktober bekommt man in der Regel Ware aus Freilandbetrieben.

Lagerung: Am besten ganz frisch verzehren

Am besten ist es, die Radieschen zu essen, wenn sie frisch sind, denn sie trocknen recht schnell aus, verlieren an Geschmack und werden schrumplig. Zwei bis drei Tage Lagerung im Kühlschrank sind möglich, wenn man sie in ein feuchtes Tuch einwickelt. Davor sollte man das Laub komplett abschneiden.

Tipps zur Zubereitung: Radieschen machen Salate bunter

Die rote Knolle findet oft und gerne in Salaten Verwendung. Aber auch als Rohkost – mit einer Prise Salz und wahlweise auf ein Butterbrot gelegt – sind Radieschen beliebt und gehören zur Grundausstattung vieler Biergarten-Brotzeiten. Am besten greift man beim Einkauf zu möglichst festen und prallen Knollen. Vor dem Essen sollte man Radieschen gut abwaschen.

 

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Nährwerttabelle: Radieschen (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
14

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
2

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
20
Kalium (K)
240
Calcium (Ca)
25
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
20
Eisen (Fe)
0,4
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
25
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,03
Vitamin B6 (mg)
0,06
Folsäure (µg)
25
Vitamin C (mg)
30

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle