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Posttraumatische Belastungsstörung: Diagnose

Eine Posttraumatische Belastungsstörung wird anhand der Symptome diagnostiziert. Dabei muss der Arzt andere Störungen abgrenzen, die ebenfalls durch ein Trauma ausgelöst werden können

29.04.2014
Psychotherapie

Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung? Aus dem Gespräch zwischen Arzt und Patient ergeben sich meist erste Hinweise


Oft ist der Hausarzt erster Ansprechpartner. Spürt der Patient körperliche Symptome wie Schmerzen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern oder Atemnot, muss der Arzt zunächst mit einer körperlichen Untersuchung und gegebenenfalls weiterer Diagnostik klären, ob organische Erkrankungen vorliegen könnten.

Vermutet der Arzt eine Posttraumatische Belastungsstörung, wird er zum Spezialisten überweisen – üblicherweise einem Psychiater oder Psychotherapeuten. Er sollte unbedingt besondere Erfahrung auf dem Gebiet wissenschaftlich anerkannter Traumatherapien besitzen. Adressen sind zum Beispiel bei Opferschutzorganisationen (siehe Link am unteren Seitenrand) oder der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie erhältlich.

Der Therapeut erkundigt sich nach den Symptomen und der Krankengeschichte des Patienten. Außerdem fragt der Experte behutsam nach möglichen Auslösern, etwa einem besonders belastenden Ereignis, welches den Symptomen vorausgegangen ist. Dabei wird er mit Bedacht vorgehen. Denn ein zu intensives Fragen nach dem traumatischen Geschehen könnte womöglich Erinnerungen bei dem Patienten wecken, welche die Symptome verstärken und ihn vor dem Beginn einer Therapie überfordern.

Um die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung zu sichern, ist ein ausführliches Gespräch maßgeblich. Sinnvoll ist ein PTBS-spezifisches Interview mit einem standardisierten Fragebogen. So lassen sich auch andere Störungen abgrenzen, die nach einem Trauma vorkommen können – wie eine Anpassungsstörung oder eine akute Belastungsreaktion. Diese Störungen halten in der Regel nicht so lange an wie die PTBS. Und den Betroffenen gelingt es dabei meist leichter, das Erlebte erfolgreich zu verarbeiten.

Der Therapeut muss zudem andere psychische Krankheiten oder Störungen als mögliche Ursache der Beschwerden ausschließen, zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen oder eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Sie können auch zusätzlich zur PTBS vorliegen.