Borderline: Diagnose

Wegweisend für die Diagnose Borderline-Störung sind vor allem ausführliche, strukturierte Gespräche mit dem Betroffenen

von Sandra Schmid, aktualisiert am 02.07.2014

Verdacht auf BPS? Im Gespräch ergeben sich meist Hinweise


Erster Ansprechpartner ist oft der Hausarzt. Besteht der Verdacht auf eine Borderline-Störung, wird er zum Spezialisten überweisen – üblicherweise zu einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder einem Psychotherapeuten.

Es gibt keinen einzelnen Test, der die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung beweisen könnte. Um die Diagnose zu sichern, sind ausführliche, strukturierte Gespräche mit dem Betroffenen und eventuell auch seinen Angehörigen durch einen erfahrenen Diagnostiker nötig.

Wegweisend sind unter anderem die Symptome der Störung, die Betroffene oder auch deren Angehörige als belastend empfinden (siehe Kapitel Symptome). Verschiedene psychologische Verfahren können ebenfalls zum Einsatz kommen, nicht zuletzt um andere psychische Krankheiten auszuschließen, zum Beispiel eine Schizophrenie oder eine Depression.

Ein wesentliches Merkmal der Borderline-Störung: Die Probleme begleiten Betroffene dauerhaft – also über viele Jahre hinweg – und beeinträchtigen sie in unterschiedlichen Lebensbereichen wie Arbeit, Beziehungen und Freizeitgestaltung, so dass der normale Lebensalltag nur noch schwierig bis gar nicht aufrecht zu erhalten ist, es zu immer wiederkehrenden Problemen oder Konflikten kommt.