Prostatakrebs: Ursachen und Risikofaktoren

Alter und genetische Veranlagung scheinen an der Entstehung von Prostatakrebs beteiligt zu sein

aktualisiert am 05.10.2017

Die Gene können bei Prostatakrebs eine Rolle spielen


Alter

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Über 80 Prozent aller Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre.

Mediziner schätzen aufgrund von Untersuchungen an Verstorbenen, dass etwa 60 Prozent aller 60-Jährigen Männer ein Prostatakarzinom haben. Hier handelt es sich aber in den allermeisten Fällen um sehr kleine und wenig bösartige Frühformen des Prostatakrebses, die nicht behandelt werden müssen.

Genetische Veranlagung

Nach Schätzungen liegt der Anteil der genetisch bedingten Prostatakrebs-Erkrankungen zwischen fünf und zehn Prozent. Schon länger ist bekannt: Männer, deren Väter oder Brüder von Prostatakrebs betroffen sind, haben im Vergleich zur übrigen männlichen Bevölkerung ein doppelt so hohes Risiko, selbst daran zu erkranken. Gleichzeitig wächst die Wahrscheinlichkeit, früher von Krebs der Vorsteherdrüse betroffen zu sein.

Wer glaubt, dass er erblich vorbelastet ist, kann sich an spezielle humangenetische Beratungsstellen wenden. Dort wird ermittelt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. Zu beachten ist: Prostatakrebs kann sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter weiter vererbt werden. Aus diesem Grund sollten Ratsuchende bei den Familien beider Elternteile nachforschen, ob Brüder oder Väter an Prostatakrebs erkrankt sind.

Ernährung, Rauchen

Ob die Ernährung – insbesondere eine sehr fett- und kalorienreiche Kost – bei der Entstehung von Prostatakrebs eine Rolle spielt, ist nicht eindeutig geklärt. Bekannt ist jedoch, dass Übergewicht das Risiko für viele Krebsarten erhöht.

Gesichert ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und gehäuftem Auftreten von Prostatakrebs.