Pomelo: Spritzige Zitrusfrucht

Die Pomelo enthält Vitamin C. Unter Umständen kann sie wie die Grapefruit Wechselwirkungen mit Arzneimitteln haben

09.12.2013
Pomelo

Pomelo: Nicht nur im Sommer erfrischend


Inhaltsstoffe der Pomelo: Bittere Vitamin-C-Quelle

Pomelos enthalten Vitamin C, das der Körper unter anderem für den Aufbau von Bindegewebe benötigt. Aufpassen sollten bei Pomelos Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen. Stoffe aus der Frucht können eventuell ähnlich wie Inhaltsstoffe der Grapefruit die Wirkung von einigen Arzneimitteln verändern.

Herkunft der Pomelo: Züchtung aus Israel

Die Pomelo ist eine recht junge Frucht. Sie entstand um 1970 in Israel. Nach Deutschland gelangte das Obst erstmals Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Heute wird die Pomelo vor allem in Israel, Südafrika, Südostasien und China angebaut.

Botanik der Pomelo: Riesenbeeren mit dicker Schale

Die Pomelo, Citrus grandis, ist die größte unter den Zitrusfrüchten. Die Bäume aus der Pflanzenfamilie der Rautengewächse werden zwischen fünf und 15 Meter hoch und gedeihen am besten in feuchtwarmem Klima. Ihre elliptisch geformten Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang und sind auf der Unterseite behaart. In den Blätterachseln erscheinen die Blüten. Sie sind cremeweiß bis gelblich gefärbt und stehen entweder einzeln oder in kleinen Gruppen. Die runden oder birnenförmigen Pomelos werden bis zu 25 Zentimeter lang. Große Früchte können an die zwei Kilogramm wiegen. Die weißgelbe Schale, manchmal auch grüne Außenschale ist innen mit einer dicken, schwammigen Schicht ausgekleidet. Darunter liegt das hellgelbe, bei einigen Sorten auch rosafarbene Fruchtfleisch. Feste Zwischenhäute trennen die einzelnen Spalten voneinander. Das Fruchtfleisch besteht aus Saftschläuchen, die sich leicht voneinander lösen. Es schmeckt süß-säuerlich und leicht bitter. Im Handel sind die großen Beerenfrüchte in Folie eingeschweißt und in einem Netz verpackt erhältlich.

Saison der Pomelo: Ein Obst für die Winterzeit

In Israel ist die Haupterntezeit von Oktober bis April. Da es dann hierzulande wenig heimische Alternativen an Obst gibt, ist die Frucht besonders gefragt. Ware aus Südafrika kommt im Sommer von etwa Juli bis September zu uns.

Lagerung der Pomelo: Lieber etwas kühler

Bei Zimmertemperatur lassen sich Pomelos bis zu zwei Wochen lang lagern. Besser jedoch wie alle Zitrusfrüchte kühl, aber nicht zu kalt lagern.

Tipps zur Zubereitung einer Pomelo

Pomelos sind roh verzehrt eine Alternative zu Orangen oder Mandarinen. Bis man sich allerdings zum Fruchtfleisch durchgearbeitet hat, kann es etwas dauern. Zuerst die Schale waschen und dann abschälen. Sie löst sich leicht vom Fruchtfleisch. Um das freigelegte Innere aufzubrechen, hilft ein Griff in den Hohlraum in der Mitte. Die einzelnen Segmente können dann voneinander getrennt werden. Vor dem Genuss unbedingt die harten und zähen Zwischenhäute entfernen. Dabei kann ein spitzes Messer nützlich sein. Die einzelnen Filets können gleich verzehrt oder erst mundgerecht in Stücke geschnitten werden. Sie sind eine ausgefallene Beigabe zu Obstsalaten oder dem Müsli am Morgen. Pomelos eignen sich auch zur Dekoration von Torten, für Süßspeisen oder zu Eiscreme. Herzhafte Salate und Fleischgerichte lassen sich mit der Zitrusfrucht exotisch variieren. Zubereitet schmeckt sie in Fruchtaufstrichen, als Chutney oder zu Saft gepresst. Der Saft hat ein säuerliches Aroma und erfrischt.

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