Physalis: Fruchtige Andenbeere

Die Physalis enthält viel Beta-Carotin. Die Frucht mit dem einzigartigen Geschmack stammt ursprünglich aus Südamerika

25.08.2014

Hübsch anzusehen, unvergleichlich im Geschmack: Physalis


Inhaltsstoffe: Reich an Beta-Carotin

Physalis, auch Andenbeeren oder Kapstachelbeeren genannt, enthalten recht viel Vitamin C, das für viele Stoffwechselvorgänge im Körper gebraucht wird und als Antioxidans wirkt, Vitamin B1, B6 und Eisen. Vor allem weisen die Früchte viel Beta-Carotin auf. Im Körper wird es in Vitamin A umgewandelt, das unter anderem am Sehvorgang beteiligt ist.

Herkunft der Physalis: Die Anden

Der Name verrät es schon: Die Andenbeere stammt aus dem Hochland Perus und Chiles. Der zweite Name, Kapstachelbeere, lässt auf ihre Verbreitungsgeschichte schließen. Im 19. Jahrhundert brachten portugiesische Seefahrer die süßen Früchte nach Südafrika. Dort verbreitete sich die Physalis in der Nähe des Kaps der guten Hoffnung. Inzwischen wächst die Physalis auch in Indien, Australien und auf der Insel Java, aber auch in Deutschland. Die Früchte in unseren Supermärkten stammen meist aus Südamerika und Afrika.

Botanik: Verwandt mit der Tomate

Die Physalis gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist daher mit der Tomate verwandt. Es gibt etwa 90 verschiedene Arten, von denen eine die Kapstachelbeere ist und eine weitere die Andenbeere (beide Physalis peruviana). Die krautigen Rankpflanzen werden bis zu eineinhalb Meter hoch und haben feine Haare, auch an den eiförmigen Blättern, die spitz zulaufen. Sind die Blüten der Physalis befruchtet, wachsen die Kelchblätter weiter und bilden einen laternenförmigen Kelch um die Beere. Diese ist etwa zwei Zentimeter lang und gelblich bis orange.

Die Pflanzen bevorzugen warme und sonnige Standorte. Physalis kommen mit einem nährstoffarmen Boden und weitgehend ohne Düngung aus, brauchen aber viel Wasser. Man kann sie auch im eigenen Garten oder im Kübel auf dem Balkon anpflanzen. Die Pflanze ist allerdings nicht winterhart.

Saison: Heimische Physalis ab August

Hierzulande werden Physalis etwa ab August reif. Eine reife Frucht erkennt man an den Blütenkelchen: Sie werden braun und trocknen. Sind die hübschen Kelche grün, ist die Frucht unreif und sollte noch nicht gepflückt werden. Die Erntesaison dauert in Deutschland bis Oktober.

Darüber hinaus gibt es in den heimischen Supermärkten meist Importware aus Südamerika, Südafrika und Australien. Dort ist die Physalis von Dezember bis Juni reif – somit ist sie bei uns so gut wie das ganze Jahr über erhältlich.

Lagerung der Physalis: Kühl und trocken

Die Physalis gehört zu den Früchten, die nicht nachreifen. Am besten schmecken sie, wenn sie goldgelb bis orange und noch nicht schrumpelig sind. Im Kühlschrank halten sie einige Tage.

Tipps zur Zubereitung: Nicht nur Zierde auf dem Tisch

Die Kapstachelbeere erfreut sich nicht nur wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und ihres süß-frischen Geschmacks zunehmender Beliebtheit: Sie wird auch mehr und mehr zur essbaren Zierde verwendet. Physalis schmücken Cocktails, Käseplatten, Nach- und Süßspeisen. Natürlich kann man Physalis auch pur genießen oder in Obstsalate, Müslis oder Joghurt geben.

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Nährwerttabelle: Physalis (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
72

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
13

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
5
Kalium (K)
170
Calcium (Ca)
10
Magnesium (Mg)
8
Phosphat (P)
40
Eisen (Fe)
1,3
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
900
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,06
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,05
Folsäure (µg)
8
Vitamin C (mg)
30

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle