Pemphigus-Krankheiten

Blasen oder offene, nässende Stellen auf der Haut – manchmal steckt hinter solchen Symptomen eine Pemphigus-Krankheit. Mehr zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie
von Dr. Angela Unholzer, aktualisiert am 15.11.2016

Unklare Hautveränderungen sollten durch den Arzt abgeklärt werden

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An der Haut bilden sich schlaffe Blasen? An Haut und Schleimhäuten entstehen offene Stellen, die nässen und stark schmerzen? Solche Symptome können auf eine Pemphigus-Krankheit hindeuten.

Dabei handelt es sich um sogenannte Autoimmunkrankheiten: Das Abwehrsystem richtet sich "versehentlich" gegen Strukturen des eigenen Körpers.

Im Fall der Pemphigus-Krankheiten greift das Immunsystem Bestandteile der oberen Hautschichten an. Dadurch bilden sich Spalten zwischen den Zellen der Oberhaut. Gewebsflüssigkeit dringt ein, schlaffe Blasen entstehen, die rasch platzen.

Eine Pemphigus-Erkrankung macht sich meistens in einem Alter zwischen 30 und 60 Jahren bemerkbar. Beide Geschlechter sind gleich häufig betroffen.

Frau Angela Unholzer

Autorin und Expertin: Dr. Angela Unholzer, Fachärztin für Dermatologie

W&B/Privat

Die wichtigsten Vertreter der Pemphigus-Krankheiten sind:

  • Pemphigus vulgaris
  • Pemphigus foliaceus
  • Arzneimittel-induzierter Pemphigus
  • Paraneoplastischer Pemphigus

Genaueres zu den Krankheitszeichen der verschiedenen Formen lesen Sie im Kapitel Symptome.

Wie sieht die Therapie aus?

In der Regel ist eine innerliche Behandlung mit Kortisonpräparaten und anderen Medikamenten erforderlich. Mehr zur Behandlung im Kapitel Therapie.

Die Pemphigus-Krankheiten (griechisch pemphix "Blase") gehören zur Gruppe der sogenannten "blasenbildenden Autoimmundermatosen". Unter diesem Begriff werden unterschiedliche, meist chronisch verlaufende Autoimmunkrankheiten zusammengefasst, die durch Blasenbildung an Haut und/oder Schleimhäuten gekennzeichnet sind. Zu dieser Krankheitsgruppe gehört zum Beispiel auch das bullöse Pemphigoid.

Achtung: Blasen oder offene Stellen an Haut oder Schleimhaut können zahlreiche Ursachen haben. Nicht immer handelt es sich um eine Pemphigus-Erkrankung. Veränderungen an Haut oder Schleimhaut deshalb grundsätzlich vom Arzt abklären lassen!

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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