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Trommelfellverletzungen: Vorbeugung

Trommelfell-Verletzungen sind leider nicht immer zu verhindern. Doch es gibt einige Tipps, die helfen, das Risiko zu senken

aktualisiert am 27.07.2016

Vor dem Tauchvergnügen

Wer einen Tauchgang plant, sollte sich zuvor beim Arzt untersuchen lassen und unter anderem klären, ob die Ohren gesund sind. Bei vielen Tauchschulen ist dies sogar vorgeschrieben (Tauchtauglichkeitszeugnis).

Vor der Flugreise

Eine Erkältung, Mittelohrentzündung oder auch anlagebedingt enge Tuben können bei einer Flugreise Probleme bereiten (siehe Kapitel Ursachen). Kinder sind dann meistens noch gefährdeter als Erwachsene, eine Trommelfellverletzung zu erleiden. Am besten klärt man zuvor mit dem Arzt ab, ob der Flug besser verschoben werden sollte. Eventuell rät der Mediziner, bei Start und Landung ein abschwellendes Nasenspray zu verwenden. Was den Druckausgleich zwischen Ohr und Kabinenluft zusätzlich unterstützt: Bei Start und Landung nicht schlafen, regelmäßiges Kauen (zum Beispiel Kaugummi), Schlucken oder das sogenannte Valsalva-Manöver. Dafür hält man sich die Nase zu und presst dann vorsichtig Luft in die Nase – als wolle man sich schnäuzen.

Ohren schützen

Wer zum Beispiel im Beruf lauten Explosionen ausgesetzt ist, der sollte unbedingt einen Gehörschutz tragen. Er hilft nicht nur, das Hörvermögen zu erhalten, sondern senkt auch das Risiko einer Trommelfellverletzung.

Hygieneregeln

Versuchen Sie NICHT, den Gehörgang mit Wattestäbchen oder anderen Utensilien zu säubern! Solche Aktionen können zu Verletzungen und Gehörgangsentzündungen führen. Nach dem Duschen reicht es aus, die äußere Ohrmuschel mit einem Handtuch oder mit loser Watte zu trocknen und zu säubern.

Manche Menschen haben tatsächlich Probleme mit zu viel Ohrenschmalz – beispielsweise durch das Tragen eines Hörgerätes. Sie sollten ihren Arzt fragen, ob und wie häufig eine regelmäßige Reinigung durch den Fachmann ratsam ist, und ob eventuell spezielle Tropfen (essigsaure Ohrentropfen) aus der Apotheke anzuwenden sind.