Gehörgangsentzündung: Diagnose

Der Arzt untersucht das erkrankte Ohr. Meistens kann er die Diagnose Otitis externa anhand der typischen Symptome stellen

aktualisiert am 13.11.2014

Der Blick ins Ohr hilft, die Diagnose zu sichern


Zunächst erkundigt sich der Arzt nach den Beschwerden des Patienten und nach seiner Krankengeschichte. Oft lassen die äußeren Umstände bereits an eine Gehörgangsentzündung denken: Nicht umsonst wird die Otitis externa auch Taucher-Ohr oder Schwimmbad-Otitis genannt. Taucher, Badeurlauber und auch eifrige Schwimmbadbesucher trifft es besonders häufig (siehe Kapitel Ursachen). Der Arzt wird sich außerdem nach Krankheiten wie Diabetes mellitus, Immunschwäche, Hauterkrankungen oder Allergien erkundigen. Denn sie können Otitis externa begünstigen.

Beschwerden wie Juckreiz, Ohrenschmerzen oder Sekretfluss aus dem Ohr lenken den Verdacht bereits Richtung Gehörgangsentzündung. Ein weiterer Hinweis für die Otitis externa: Ein leichtes Ziehen an der Ohrmuschel löst Schmerzen aus, ebenso der Druck auf den Knorpel vor dem Gehörgang (Tragusschmerz).

Mithilfe eines Ohrenspiegels beurteilt der Arzt den Gehörgang und das Trommelfell. So lässt sich unter anderem eine Mittelohrentzündung ausschließen. Auch kann der Arzt beurteilen, um welche Form von Gehörgangsentzündung es sich handelt. So ist bei der Otitis externa circumscripta (Gehörgangs-Furunkel) die Entzündung auf eine Stelle im Gehörgang beschränkt. Dort hat sich ein Haarbalg entzündet. Eventuell folgt außerdem eine Hörprüfung.

Eventuell entnimmt der Arzt mit einem Watteträger einen Abstrich von den veränderten Hautstellen. Die Untersuchung im Labor ermöglicht es dann, die beteiligten Krankheiterreger genauer zu bestimmen und das geeignete Medikament auszuwählen.