Nahrungsmittelallergien: Symptome

Juckreiz, eine geschwollene Lippe, Atemnot, Hautrötungen, Übelkeit oder Durchfall: Eine Nahrungsmittelallergie kann unterschiedlichste Symptome verursachen

aktualisiert am 09.04.2018
Die Haut juckt - bei Neurodermitis lieber nicht kratzen und dem Juckreiz widerstehen

Juckreiz: Kann auch auf eine allergische Reaktion hinweisen


Bei den IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien treten die allergischen Symptome meist innerhalb von wenigen Minuten bis zu zwei Stunden auf. Wo im Körper und wie stark sie auftreten ist bei jedem Betroffenen sehr unterschiedlich.

Am häufigsten sind Reaktionen im Mund und Rachenraum, die als oraler Allergiesymptomenkomplex zusammengefasst werden. Hierzu zählen etwa ein pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen oder eine Lippenschwellung.

Auch die Haut ist bei einer Nahrungsmittelallergie oft betroffen. Sie erscheint gerötet (Flush), juckt stark (Pruritus), zeigt sogenannte Quaddeln (kleine Erhebungen) und kann zusammen mit darunter liegendem Gewebe angeschwollen sein (Quincke-Ödem).

Ist der Verdauungstrakt betroffen, leiden Patienten an Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, und im Atmungssystem macht sich eine Nahrungsmittelallergie in Form von Luftnot oder Husten bemerkbar.

In schweren Fällen kann es schließlich sogar zum Blutdruckabfall und Kreislaufstillstand kommen.

Bei schwer und sehr rasch verlaufenden allergischen Reaktionen, die mindestens zwei Organsysteme (zum Beispiel Haut, Atemwege, Verdauungstrakt, Herzkreislaufsystem ...) betreffen, sprechen Ärzte von einer Anaphylaxie.

Bei den T-Zell-vermittelten Allergien stellen sich die Symptome meist erst nach ein bis zwei Tagen ein. Sie führen dann zu entzündlichen Veränderungen der Haut (Ekzemen).