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Periorale Dermatitis: Therapie

In den meisten Fällen hilft es, an den betroffenen Hautstellen eine Zeit lang konsequent auf alle Pflegeprodukte zu verzichten. Hierbei kommt es allerdings in den ersten zwei Wochen zu einer Anfangsverschlechterung, ehe die Erkrankung dann abheilt

aktualisiert am 25.06.2013
Cremetöpfe

Cremes, Salben, Pflegeprodukte – bei einer perioralen Dermatitis sind sie oft eine Weile lang tabu


Die genaue Ursache der Mundrose ist nicht bekannt. Deshalb gibt es auch keine spezielle Therapie.

Bewährt hat sich aber die sogenannte Nulltherapie: Damit ist gemeint, dass an den betroffenen Hautstellen erst einmal konsequent auf alle Hautpflegemittel verzichtet wird – und das über mehrere Wochen. Dazu zählen Hautcremes, Waschlotionen, Kosmetika und vor allem auch kortisonhaltige Salben. Die Haut erhält sozusagen eine längere Ruhepause, in der sie "null" Kontakt zu Kosmetika jeder Art hat.

Manchen Patienten fällt das ein wenig schwer, denn sie haben sich bereits über viele Jahre an ihre Pflegemittel gewöhnt. Anfangs kann es außerdem vorkommen, dass sich die Beschwerden zunächst sogar verschlimmern. Dann ist die Versuchung besonders groß, doch wieder in Eigenregie zu schmieren und zu cremen – mit der Gefahr, dass die Symptome weiter zunehmen.

Eventuell verschreibt der Arzt für die Phase der "Kosmetika-Enthaltsamkeit" einzelne, gut verträgliche medizinische Hautpflegemittel oder bestimmte örtlich wirksame Arzneien. Sie sollten nach genauer ärztlicher Anweisung verwendet werden.

Bei einer perioralen Dermatitis können zusätzlich bakterielle Infektionen der Haut auftreten. Manchmal verordnet der Arzt auch antibiotische Salben zur örtlichen Anwendung oder beginnt eine Therapie mit Antibiotika-Tabletten – dies kann auch dann sinnvoll sein, wenn keine bakterielle Infektion offenkundig ist.

Der Erfolg der Therapie sollte nach spätestens drei Wochen überprüft und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden.

Die Prognose der Mundrose ist üblicherweise gut. Die Beschwerden klingen in der Regel nach wenigen Wochen vollständig und ohne Narben ab. Voraussetzung ist jedoch, dass die vom Arzt  vorgeschlagenen Empfehlungen eingehalten werden.

Die Krankheitsschübe können allerdings wiederkehren – insbesondere dann, wenn die alten Gewohnheiten übermäßiger Kosmetika-Anwendung wieder aufgenommen werden. Am besten klären Betroffene individuell mit ihrem Arzt, welche Hautpflege künftig in ihrem Fall die optimale ist, und welche Pflegeprodukte sie wieder verwenden sollten.