Migräne

Kennzeichen einer Migräne sind Kopfschmerzattacken, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit auftreten. Die Migräne wird vor allem mit Medikamenten behandelt

aktualisiert am 23.04.2018

Theorien zur Enstehung von Migräne


Migräne - kurz zusammengefasst

Typisch für Migräne sind anfallsweise auftretende pulsierende Kopfschmerzen, die meist nur eine Kopfseite sowie vorwiegend den Bereich um Stirn, Augen und Schläfen betreffen und sich bei Bewegung verschlimmern. Zu den Schmerzen müssen Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit hinzukommen. Teilweise geht den Schmerzen eine sogenannte Aura voraus, in der Symptome wie Sehstörungen die nachfolgenden Kopfschmerzen ankündigen. Um die Attacken rasch zu beenden beziehungsweise zu vermeiden, ist es wichtig, frühzeitig das individuell passende Arzneimittel in der richtigen Dosierung einzunehmen. Migränepatienten sollten sich bei der Auswahl daher von einem Arzt beraten lassen. Bei häufigen Attacken ist auch eine vorbeugende Behandlung möglich.

Was ist Migräne?

Migräne bezeichnet bestimmte, anfallsweise auftretende Kopfschmerzen (Migräneattacken), die durch Bewegung verstärkt werden. Zusätzlich zu den Kopfschmerzen müssen andere Symptome wie etwa Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Licht- und Lärmüberempfindlichkeit auftreten. Teilweise gehen dem Kopfschmerz besondere Empfindungen wie zum Beispiel Sehstörungen voraus, die sogenannte Migräne-Aura.

Migräne ist eine häufige Erkrankung: Etwa sieben Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen haben Migräneattacken. Am häufigsten treten die Migräneanfälle zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. In diesem Alter sind etwa drei Mal mehr Frauen als Männer betroffen. Jede fünfte Frau hat im Laufe ihres Lebens Migräne. Bereits Schulkinder können an Migräne leiden, typisch ist aber ein erstes Auftreten nach der Pubertät. Migräne kommt gehäuft familiär vor. Hintergrund ist eine genetische Veranlagung für Migräne, die für einige Formen inzwischen auch nachgewiesen ist.

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Es sind viele Arten der Migräne bekannt. Am häufigsten sind Kopfschmerzattacken ohne eine vorherige Aura. Diese Art von Migräne tritt in etwa 80 Prozent der Fälle auf. Bei einer Migräne mit Aura gehen den Kopfschmerzen bestimmte Symptome voraus. So können zum Beispiel Sehstörungen, Kribbelgefühle, Sprachstörungen, Schwindelgefühle oder selten sogar Lähmungen vorkommen. Bei bestimmten Migräne-Formen sind auch andere Symptome möglich.

Meist verläuft eine Migräne episodisch mit einzelnen Kopfschmerzattacken und dem deutlichen Überwiegen kopfschmerzfreier Tage. Wenn die Attacken immer häufiger werden und schließlich Tage mit Kopfschmerzen häufiger sind als Tage ohne, bezeichnen Ärzte das als chronische Migräne.

Ursachen

Die genaue Ursache der Migräne ist nicht bekannt; man weiß jedoch inzwischen viel über die biologischen Abläufe während einer Attacke. Auch sind viele Faktoren bekannt, die eine Migräneattacke auslösen können (Trigger). Solche Trigger unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

Zu ihnen zählen besonders Stress und Schlafmangel, die bei einer unregelmäßigen Lebensweise auftreten können. Häufig beginnen Migräneanfälle, wenn zu wenig getrunken wurde (Volumenmangel). Auch das Auslassen einer Mahlzeit oder Fasten kann bei einigen Betroffenen Attacken auslösen. Viele Frauen haben kurz vor und zu Beginn der Menstruation Migräneattacken. Migräne kann außerdem durch Reizüberflutung ausgelöst werden. Weitere Triggerfaktoren sind wahrscheinlich bestimmte Wetterlagen (zum Beispiel Föhn). Ebenso können Medikamente, die Nitroverbindungen enthalten, bestimmte alkoholische Getränke, wie zum Beispiel Rotwein, und Koffeinentzug Migräne auslösen.

Welche Vorgänge im Gehirn die typischen Migränekopfschmerzen bewirken, ist nicht bis ins Detail geklärt. Vieles spricht dafür, dass bei einem Migräneanfall einige Nervennetze übermäßig stark erregt sind. Nervenenden des Trigeminusnerves, der Teile des Kopfes und Gesichtes versorgt, werden aktiviert und lösen einen Vorgang aus, den man neuro-vaskuläre Entzündung nennt. Dabei entsteht eine Entzündungsreaktion mit Reizung der Blutgefäße im Gehirn. Die Blutgefäße erweitern sich und werden für bestimmte Moleküle durchlässiger. Ein wichtiger Botenstoff, der dabei eine große Rolle spielt heißt CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide). CGRP trägt mit zur Weiterleitung von Schmerzsignalen bei.

Symptome

Migräneattacken können sehr unterschiedlich verlaufen. Ein Migräneanfall gliedert sich meist in bestimmte Phasen. Diese dauern unterschiedlich lange und müssen nicht zwingend alle auftreten.

Vorbotenphase (Prodromalphase)

Mehrere Stunden bis zwei Tage vorher kann sich der Migränekopfschmerz beispielsweise mit einem der folgenden Symptome ankündigen:

  • Gereiztheit, Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit, Gähnen
  • Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel
  • Konzentrationsstörungen
  • Gleichgültigkeit
  • erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit

Migräneauraura

Anschließend können Wahrnehmungsstörungen folgen (Migräneaura). Diese betreffen meist das Sehen (visuelle Aura). So kommt es bei der Migräneaura zum Beispiel zu einem Flimmersehen oder zum Sehen von Zickzack-Linien, zu Gesichtsfeldausfällen (Skotome) oder die Betroffenen sehen Objekte teilweise verzerrt, unscharf, vergrößert oder verkleinert (Metamorphopsie). Zweithäufigstes Aurasymptom sind Empfindungsstörungen mit einem Kribbeln, das sich langsam von der Hand über den Arm bis zum Kopf ausbreitet. Auch kann das Sprachvermögen gestört sein (Aphasie). Sehr selten kommt es zu Orientierungsstörungen und Lähmungserscheinungen (Paresen). Die Migräneaura geht manchmal auch mit Gleichgewichtsstörungen einher. Die Symptome einer Migräneaura setzen im Gegensatz zu einem Schlaganfall typischerweise langsam ein und klingen ebenso langsam wieder ab.

Kopfschmerzphase

Bei fast jedem Migräneanfall treten Kopfschmerzen und teilweise auch Übelkeit mit Erbrechen auf. Dabei ist der Betroffene empfindlich gegenüber Licht (Photophobie), Lärm (Phonophobie) und Gerüchen (Osmophobie). Die zumeist starken Kopfschmerzen treten in der Mehrzahl der Fälle halbseitig auf (Hemikranie), können aber auch den gesamten Kopf betreffen. Von der Empfindung her sind die Schmerzen pulsierend oder stechend und besonders im Bereich von Stirn, Schläfen und den Augen lokalisiert. Bei Bewegung verstärken sich die Symptome; Ruhe und Dunkelheit lindern sie.

Die Kopfschmerzphase des Migräneanfalls dauert beim Erwachsenen unbehandelt mindestens vier Stunden und kann bis zu drei Tage lang anhalten.

Rückbildungs- und Erholungsphase

Auch wenn die Kopfschmerzen und weiteren Symptome der Migräne vollständig abgeklungen sind, klagen viele Patienten noch über Stunden bis zu ein oder zwei Tagen über Müdigkeit und Erschöpfung.

Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche haben typischerweise kürzere Migräneanfälle. Sie nehmen die Kopfschmerzen meist beiderseitig im Bereich von Stirn und Schläfen wahr. Auch sind bei ihnen Gleichgewichtsstörungen häufig.

Diagnose

Um eine Migräne zu diagnostizieren, erkundigt sich der Arzt zunächst nach den Beschwerden. Unter anderem wird er nach der Häufigkeit und Dauer der Anfälle, Art und Stärke der Kopfschmerzen und Begleitsymptomen fragen. Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, diese Fragen zu beantworten. Auf diese Weise kann der Arzt meist bereits auf die Diagnose Migräne schließen und sie von anderen Kopfschmerz-Formen sowie anderen Erkrankungen abgrenzen. Zur Diagnose gehört aber auch eine körperliche neurologische Untersuchung. Typsicherweise ergeben sich hier bei Migräne keine Auffälligkeiten. Wenn Auffälligkeiten vorliegen, die nicht anderweitig erklärt werden können, müssen weitere Zusatzuntersuchungen gemacht werden. Auch wenn die Symptome nicht eindeutig für eine Migräne sprechen, können weitere Untersuchungen notwendig sein, um andere Erkrankungen auszuschließen, die ebenfalls zu Kopfschmerzen führen. Hierzu zählen, je nach Verdachtsdiagnose, die Untersuchung des Nervenwassers (Lumbalpunktion), eine Blutentnahme, eine Ultraschall-Untersuchung (Doppler-Sonografie), bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CCT) oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) und eine Elektroenzephalogramm (EEG).

 

Verschiedene Migräneformen

Es gibt mehrere Formen der Migräne, die der Arzt bei der Diagnostik abgrenzen kann.

  • Migräne ohne Aura

Am häufigsten ist die Migräne ohne Aura. Es treten dabei Kopfschmerzen und weitere Symptome auf, ohne dass diesen eine Aura vorausgeht. Bei Frauen ist die Migräne ohne Aura oft mit dem Menstruationszyklus verbunden und tritt besonders häufig vor und während der Regelblutung auf. 

  • Migräne mit Aura

In etwa jedem zehnten Fall ist eine Migräne mit einer Aura verbunden. Sie kommt tendenziell bei Männern häufiger vor. In seltenen Fällen kann eine migränetypische Aura auftreten, ohne dass eine Kopfschmerzphase folgt.

Neben den häufigen Migränearten sind weitere Formen bekannt.

  • Familiäre Hemiplegische Migräne

Bei der Familiären Hemiplegischen Migräne kommt es zusätzlich zu den Migränesymptomen zu halbseitigen Lähmungen, die nach dem Anfall wieder zurückgehen. Diese Migräneart betrifft meist mehrere Mitglieder einer Familie und die Anfälligkeit hierzu ist autosomal-dominant vererbt.

  • Retinale Migräne

Bei der sogenannten retinalen Migräne kommt es neben den Kopfschmerzen auf einem Auge zu einem langsam fortschreitenden Gesichtsfeldausfall, der sich im Verlauf wieder vollständig zurückbildet. Selten erblinden Betroffene für mehrere Minuten auf einem Auge.

  • Migräne mit sogenannter Hirnstammaura

Die Migräne mit Hirnstammaura ist sehr selten und tritt etwas häufiger bei jungen Frauen auf. Sie geht einher mit Schmerzen im Hinterkopf, Bewusstseinsstörungen (Benommenheit bis Koma), Drehschwindel, Sehstörungen wie Doppeltsehen und Mißempfindungen an Händen und Gesicht.

Komplikationen

Auch Komplikationen sind möglich. Beim seltenen Status migraenosus besteht die Migräne mehr als drei Tage. Unter Umständen kann die Aura-Phase länger als eine Stunde dauern. Weiterhin kann es sehr selten zu einem Schlaganfall während der Migräneattacke kommen (migränöser Infarkt). Bei diesen Komplikationen und wenn die Migränesymptome sich anders äußern als sonst, sollte der Patient von einem Arzt untersucht werden, um sicherzugehen, dass es sich um einen Migräneanfall handelt und um Spätfolgen zu vermeiden.

Hält die Aura länger als eine Woche an, liegt eine persistierende Aura vor. Die Migralepsie ist eine Migräneform, bei der die Aura in einen epileptischen Anfall übergeht. Eine gewöhnliche Migräne kann sich zu einer chronischen Migräne ausbilden. In diesem Fall bestehen die Symptome an mehr als 15 Tagen im Monat.

Therapie

Bei der Behandlung der Migräne unterscheidet man zwischen der Therapie zur Linderung einer akuten Kopfschmerzattacke (Akuttherapie) und der vorbeugenden Therapie (Prophylaxe), die darauf abzielt, die Häufigkeit von Attacken zu reduzieren, die Schwere der Kopfschmerzen zu lindern und das Ansprechen auf die Akuttherapie zu verbessern. Zur Akuttherapie sind in erster Linie Schmerzmittel geeignet, die sich oft auch gegen Entzündungen richten. Sie können mit Medikamenten gegen Übelkeit kombiniert werden. Zusätzlich gibt es aber auch migränespezifische Schmerzmittel. Zur vorbeugenden Behandlung gibt es ebenfalls Medikamente, die auch mit nichtmedikamentösen Therapien kombiniert werden können, um Migräneanfälle zu verringern.

Zur geeigneten Therapie sollten sich Patienten individuell von ihrem Arzt beraten lassen.

Behandlung eines akuten Migräneanfalls

Im akuten Migräneanfall ist eine Reihe von Medikamenten hilfreich. Bei leichten bis mittelschweren Symptomen hilft die frühzeitige Einnahme von Schmerzmittel (Nichtopioid-Analgetika, nichtsteroidale Antirheumatika) in passender Dosierung. Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen dazu Auskunft geben. Geeignet sind bei Erwachsenen besonders Ibuprofen, Naproxen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac. Kau- oder Brausetabletten werden am schnellsten vom Körper aufgenommen. Paracetamol wirkt am besten als Zäpfchen (rektal). Wenn ein Migräneanfall mit Erbrechen einhergeht, können Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) helfen. Sie regen die Magenbewegung an, die durch die Migräne gebremst wird. Dadurch wird auch die Aufnahme der Schmerzmittel ins Blut verbessert. Schmerzmittel sollten nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat angewendet werden, da sonst dauerhafte Kopfschmerzen als Nebenwirkung möglich sind.

Bei schwereren Symptomen der Migräne sind migränespezifische Medikamente, sogenannte Triptane, empfehlenswert. Sie blockieren die neurovaskuläre Entzündung, verengen die geweiteten Blutgefäße und wirken so gegen die Kopfschmerzen und gegen die anderen Begleitsymptome der Migräne, wie Übelkeit und Erbrechen. Auch Triptane helfen am besten, wenn sie frühzeitig eingenommen werden, doch können sie zu jedem Zeitpunkt eines Migräneanfalls eingesetzt werden. Sollte keine Wirkung eintreten, ist von einer weiteren Einnahme in der Attacke abzuraten. Triptane dürfen nicht bei unbehandeltem Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit und bei anderen Gefäßkrankheiten angewendet werden. Bei regelmäßigem Gebrauch von Triptanen an mehr als zehn Tagen pro Monat kann es zu einem chronischen Kopfschmerz kommen, der nur durch einen Entzug von den Triptanen unterbrochen werden kann.

Zur Behandlung der Migräne wurden früher auch Mutterkornalkaloide (sogenannte Ergotamine) eingesetzt. Sie sind weiterhin erhältlich, aber aufgrund ihrer Nebenwirkungen Mittel der zweiten Wahl. Ergotamine dürfen in keinem Fall zusammen mit Triptanen eingenommen werden.

Medikamentöse Migräneprophylaxe

Bei häufigen und auch schweren Migräneattacken ist eine Migräneprophylaxe ratsam. Ihr Arzt wählt den für Sie geeigneten Wirkstoff aus. Die Wirkung einer medikamentösen Migräneprophylaxe setzt erst nach sechs bis acht Wochen ein und ist besonders effektiv, wenn die Medikamente auch mit weiteren nichtmedikamentösen Therapien zur Vorbeugung einer Migräne kombiniert werden.  So können Entspannungsmethoden (wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson), Ausdauersport, Biofeedback-Verfahren, Akupunktur sowie gegebenenfalls eine Verhaltenstherapie, zum Beispiel mit Stressbewältigungstraining, die Anfälligkeit für Migräne herabsetzen. Eine medikamentöse Prophylaxe ist bei vielen Patienten nur vorübergehend für ein halbes oder ganzes Jahr erforderlich. Wenn die monatliche Zahl der Migräneattacken zurückgegangen ist, reichen die nichtmedikamentösen Maßnahmen oft zur weiteren Vorbeugung aus.

Migräne bei Kindern und in der Schwangerschaft

Bereits Kinder können von Migräne betroffen sein. Bei ihnen können Medikamente mit besonderen Nebenwirkungen verbunden sein. Dies ist jedoch kein Grund, Kindern eine medikamentöse Therapie vorzuenthalten. Allerdings sollten Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt verabreicht werden. Viele Wirkstoffe sind erst für Jugendliche zugelassen.

Auch in der Schwangerschaft lässt sich Migräne behandeln. In jedem Fall sollte eine Migränebehandlung in der Schwangerschaft aber mit einem fachkundigen Arzt abgesprochen werden, um Schäden des Ungeborenen durch Medikamente zu vermeiden. Glücklicherweise verlieren viele betroffene Frauen während der Schwangerschaft vorübergehend ihre Migräne.

Selbsthilfemaßnahmen bei Migräne

Um Migräneanfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser der Anfälle achten und sie möglichst meiden. Ein Kopfschmerztagebuch ist hilfreich, um die individuellen Migränetrigger zu erkennen.

Maßnahmen wie eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport wirken vorbeugend. Auch helfen Entspannungsübungen, um weniger anfällig für Migräne zu werden. Geeignet sind hier zum Beispiel die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training, aber auch ganz individuelle Strategien, um Stress abzubauen. Starker Ehrgeiz und Perfektionismus führen zu Anspannung und Stress – und können bei entsprechender Neigung die Migräne auslösen.

Wenn Migräneattacken auftreten, hilft es den Betroffenen meist, sich in einen dunkeln und ruhigen Raum zurückzuziehen. Schlaf wirkt häufig erleichternd. Neben der Akutbehandlung mit Medikamenten können zusätzlich verdünntes Pfefferminzöl auf die Schläfen aufgetragen oder kühlende Tücher aufgelegt werden, um Kopfschmerzen zu lindern. Betroffene wissen meist selbst am besten, was ihnen im Fall einer Migräne hilft.

Beratende Expertin

Frau PD Dr. med. Stefanie Förderreuther ist seit 2004 Oberärztin und Leiterin des Neurologischen Konsildienstes am Standort Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im November 2004 habilitierte sie sich. Von 2010 bis 2015 war sie Generalsekretärin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, deren Präsidentin sie seit Januar 2016 ist.

 

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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