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Corona: Bürger mit Apotheken zufrieden

Die Menschen in Deutschland bewerten die Versorgung durch die örtlichen Apotheken während der Corona-Pandemie als sehr gut oder gut, ergab eine Forsa-Umfrage

von Tina Haase, 07.12.2020

Desinfektionsmittel herstellen, verschärfte Lieferengpässe managen und Risikopatienten versorgen – zum Beispiel durch ausgeweitete Botendienste: Die Apotheken in Deutschland haben in diesem Jahr unter Extrembedingungen gezeigt, was sie können und wie sie die Versorgung vor Ort sicherstellen.

Kunden und Politik loben Apotheken

Nicht nur Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte kürzlich in einer Talk-Runde den Einsatz der Apotheken. Auch die Bundesbürger sind mit den Apotheken während der Corona-Pandemie sehr zufrieden. Das zeigte eine repräsentative Forsa-Umfrage. Das Meinungsforschungsinstitut befragte im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände im August diesen Jahres 1002 Bundesbürger ab 18 Jahren.

79 Prozent der Erwachsenen haben im Zeitraum von März bis August 2020 – also während der ersten Welle – eine Apotheke besucht. Neun von zehn Apothekenkunden bewerteten die Apotheken mit der Schulnote sehr gut oder gut. "Wir waren und sind auch in Krisensituationen für unsere Patienten da. Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Leistungen", sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Corona-typische Gründe für den Apothekenbesuch

Die Apothekenkunden gaben verschiedene Gründe für den Apothekenbesuch an. Bei möglicher Mehrfachnennung nannten 82 Prozent das Einlösen eines Rezepts an und 68 Prozent den Kauf eines rezeptfreien Arzneimittels. Zudem führten sie Corona-typische Gründe an: 22 Prozent kauften in der Apotheke ein Desinfektionsmittel, ebenfalls 22 Prozent eine Atemschutzmaske. Sechs Prozent suchten eine Apotheke auf, weil sie gezielt Informationen zur Corona-Infektion benötigten.

Auch der Botendienst wurde häufig genutzt: 14 Prozent aller Apothekenkunden ließen sich Arzneimittel bis an die Haustür bringen. In der Altersgruppe 60 Plus waren sogar jeder Fünfte. Mathias Arnold: "Der Botendienst ist ein wichtiger Beitrag für die Verringerung von Neuinfektionen. Denn so können Apotheken zum Beispiel Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, mit großer Sicherheit versorgen – in der Regel noch am gleichen Tag.