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Beipackzettel


Beipackzettel von VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten

Verpackungsbild(Packshot) von VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten
Präparat:
VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten
PZN:
11374726
Packungsgröße:
30 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Filmtabletten

Anbieter:

HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
Nürnberg
www.heumann.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Lactose-1-Wasser
  • Maisstärke, vorverkleistert
  • Croscarmellose natrium
  • Povidon K30
  • Siliciumdioxid, hochdisperses

Weitere Bestandteile

  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • Opadry II weiß OY-LS-28908
  • Hypromellose
  • Titandioxid
  • Macrogol 4000

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten" zu erfahren.

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Originalbilder des Präparats
Produktabbildungen für VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Produktabbildungen für VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Abmessungen und Gewicht
  • Höhe: 6.5 mm
  • Breite: 7.9 mm
  • Tiefe: 15.8 mm
  • Masse: 617 mg
Angaben zu Kerben
  • Anordnung: ohne Kerbe
  • Spaltung: nein
Sonstige Merkmale (Prägungungen/Aufschrift)
"V200"

Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Pilze ein, es kommt zu vielen Schäden in der Struktur der Pilze. So wird z.B. die äußere Hülle, die sog. Zellmembran der Pilze in ihrem Aufbau verändert. Diese Hülle verliert dadurch ein Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Die Pilze werden somit in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt und sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren ab.
Anwendungsgebiete
  • Pilzinfektionen der inneren Organe oder des ganzen Körpers, besonders bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie:
    • Pilzinfektionen mit Schimmelpilz-Arten (invasive Aspergillose)
    • Pilzinfektionen mit Hefepilzen (innerliche Candida-Infektionen, Candidämie)
    • Pilzinfektionen mit Scedosporium-Arten
    • Pilzinfektionen mit Fusarium-Arten
  • Vorbeugung von Pilzinfektionen bei Patienten mit Stammzelltransplantationen

Dosierung und Anwendung

Dosierung von VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten

Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie):

  • Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene (unter 40 kg Körpergewicht)
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, vor oder nach der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)
  • Kinder und Erwachsene (über 40 kg Körpergewicht)
    • Einzeldosis: 2 Tabletten
    • Gesamtdosis: 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, vor oder nach der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)

Folgebehandlung:

  • Kinder und Erwachsene (über 40 kg Körpergewicht)
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, vor oder nach der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)

Für die Folgebehandlung bei Kindern ab 2 Jahren und Erwachsenen unter 40 kg Körpergewicht stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist nicht dosisgleich teilbar.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe


Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Frauen mit Kinderwunsch oder ohne sicheren Empfängnisschutz
  • Herzerkrankungen, wie:
    • Herzschwäche
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzmuskelerkrankungen
    • Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
    • Pulserniedrigung
  • Störungen des Salzhaushaltes, wie:
    • Kaliummangel
    • Magnesiummangel
    • Kalziummangel
  • Mögliche Gefahr einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, wie bei vorangegangener Chemotherapie oder Stammzelltransplantation


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Fluconazol, Voriconazol, Posaconazol, Itraconazol)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von VORICONAZOL Heumann 200 mg Filmtabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Zahnfleischentzündung
  • Zungenentzündung
  • Lippenentzündung
  • Bauchfellentzündung
  • Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
  • Entzündung des Zwölffingerdarms
  • Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Schwindel
  • Delirium (Verwirrtheit)
  • Halluzinationen
  • Zittern
  • Angstzustände
  • Unruhe
  • Missempfindungen, wie Kribbeln oder Ameisenlaufen
  • Koordinationsstörung
  • Depressionen
  • Augenentzündung
  • Sehstörungen
  • Allergische Reaktionen
  • Schwellungen im Gesicht
  • Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
  • Schuppenflechte
  • Haarausfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • Niedriger Blutdruck
  • Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
  • Anfälle von Atemnot
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Kaliummangel
  • Nebennierenrindenschäden
  • Leberschäden (von vorübergehendem Anstieg der Leberwerte bis zu Gelbsucht, Gallenstau, Hepatitis, Leberversagen)
  • Entzündungen der Gallenblase
  • Gallensteinleiden
  • Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Veränderung des Blutbildes, wie:
    • Panzytopenie (Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen)
    • Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
    • Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
    • Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
    • Blutgerinnungsstörung
    • Anämie (Blutarmut)
    • Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
    • Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
  • Lymphknotenschwellung
  • Grippeähnliche Symptome
  • Allgemeine Schwäche
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Gelenkentzündungen
  • Rückenschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

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Aufbewahrung
Aufbewahrung

Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 30 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für Tabletten in Flaschen. Für Tabletten in Durchdrückpackungen gilt das aufgedruckte Verfalldatum.
Lagerungs- und Packungshinweise
Bruchgefahr
nein
Feuchteempfindlichkeit
nein
Steril
nein
Kühlkette
nein
Lichtempfindlichkeit
nein
Lagerempfindlichkeit
nein
Verpackungsart
Schachtel
Packungsgröße
102x65x36 mm (LxHxB)

PDF-Dokumente
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Letzte Aktualisierung:

18.06.2019

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Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service