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Beipackzettel


Beipackzettel von URIVESC Retardkapseln

Verpackungsbild(Packshot) von URIVESC Retardkapseln
Präparat:
URIVESC Retardkapseln
PZN:
9541298
Packungsgröße:
30 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Retard-Kapseln

Anbieter:

MEDA Pharma GmbH & Co. KG
Bad Homburg
www.mylan.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Saccharose
  • Maisstärke
  • Eudragit® FS
  • Natriumdodecylsulfat
  • Ammoniumhydroxid

Weitere Bestandteile

  • Triglyceride, mittelkettige
  • Ölsäure
  • Ethylcellulose
  • Titandioxid
  • Hypromellose
  • Macrogol 400
  • Polysorbat 80
  • Triethylcitrat
  • Talkum
  • Gelatine
  • Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
  • Eisen(III)-oxid
  • Drucktinte

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Wirkung und Anwendung Ihres Arzneimittels. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "URIVESC Retardkapseln" zu erfahren.

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Originalbilder des Präparats
Produktabbildungen für URIVESC Retardkapseln in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Abmessungen und Gewicht
  • Durchmesser: 6.7 mm
  • Tiefe: 20.2 mm
  • Masse: 399 mg
Angaben zu Kerben
  • Anordnung: nicht betroffen
  • Form: nicht betroffen
  • Lage: nicht betroffen
  • Spaltung: nicht betroffen
Sonstige Merkmale (Prägungungen/Aufschrift)
"SAN" , "60"

Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Trospium chlorid hemmt die Wirkung eines körpereigenen Botenstoffs (Acetylcholin) an bestimmten Rezeptoren (Muscarinrezptoren) im Bereich der Harnblase und wirkt dadurch krampflösend auf die glatte Muskulatur der Harnleiter und der Harnblase. Trospium chlorid verbessert die Symptome der überaktiven Blase einschließlich der Häufigkeit des Wasserlassens, der Blasenkapazität und der Häufigkeit und Schwere des Harndrangs. Auf Basis seiner krampflösenden Eigenschaften wird Trospium chlorid bei endoskopischen Untersuchungen angewendet sowie zur Magensäure- und Enzymhemmung bei Untersuchungen im Magen-Darm-Trakt.
Anwendungsgebiete
  • Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase)
    - Ungewollter Harnabgang und starker Harndrang
    - Ungewollter Harnabgang mit Spasmen (Krämpfe) infolge einer Nervenerkrankung

Dosierung und Anwendung

Dosierung von URIVESC Retardkapseln

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Allgemeine Dosierungsempfehlung:

  • Erwachsene
    • Einzeldosis: 1 Kapsel
    • Gesamtdosis: 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: vor der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Sehstörungen, Herzrasen, Mundtrockenheit, Störungen beim Wasserlassen und Hautrötung. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von URIVESC Retardkapseln

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Engwinkelglaukom
  • Herzrhythmusstörung mit beschleunigtem Puls
  • Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
  • Schwerer Magen-Darm-Erkrankung
  • Schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
  • Schwere Darmentzündung (Morbus Crohn)
  • Akute Dickdarmerweiterung mit Entzündung
  • Eingeschränkte Nierenfunktion (dialysepflichtig)


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu URIVESC Retardkapseln

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.



Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von URIVESC Retardkapseln

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Mundtrockenheit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Trockene Augen
  • Trockene Nasenschleimhaut
  • Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
  • Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
  • Durchfall
  • Entweichen von Darmgasen
  • Blähung
  • Hautausschlag
  • Blasenentleerungsstörung (mit Restharnbildung)
  • Schwäche
  • Brustkorbschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

Zum Wechselwirkungs-Check »
 

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Letzte Aktualisierung:

16.07.2018

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Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service