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Beipackzettel


Beipackzettel von TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln

Verpackungsbild(Packshot) von TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln
Präparat:
TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln
PZN:
5880655
Packungsgröße:
20 Stück (N2)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Kapseln

Anbieter:

Medac GmbH
Wedel
www.medac.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Lactose
  • Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Weinsäure
  • Stearinsäure

Weitere Bestandteile

  • Gelatine
  • Titandioxid
  • Drucktinte, orange, propylenglycolhaltig
  • Gelborange S, Aluminiumsalz

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln" zu erfahren.

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Originalbilder des Präparats
Produktabbildungen für TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Produktabbildungen für TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Abmessungen und Gewicht
  • Durchmesser: 6.1 mm
  • Tiefe: 18.0 mm
  • Masse: 160 mg
Angaben zu Kerben
  • Anordnung: nicht betroffen
  • Form: nicht betroffen
  • Lage: nicht betroffen
  • Spaltung: nicht betroffen
Sonstige Merkmale (Prägungungen/Aufschrift)
"T20mg"

Besonderheiten
Die Kapsel hat zwei orangene Streifen.
Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Temozolomid ist ein Zytostatikum, das zur Gruppe der so genannten Alkylantien gehört. Im Körper wird Temozolomid in seine eigentlich wirksame Form umgewandelt und alkyliert zelluläre DNA und verändert sie. Dadurch können sich die Krebszellen nicht vermehren und das Tumorwachstum wird verlangsamt.
Anwendungsgebiete
  • Gehirntumor (Glioblastoma multiforme), bei erstmaliger Diagnose begleitend zur Strahlentherapie, anschließend als alleinige Behandlung
  • Wiederkehrender Krebs des Zentralnervensystems (Gliom (maligne, rezidiviert)), wie z.B. Glioblastoma multiforme oder anaplastisches Astrozytom bei Wiederauftreten der Erkrankung nach einer Standardbehandlung
  • Fortschreitender Krebs des Zentralnervensystems (Gliom (maligne, progredient)), wie z.B. Glioblastoma multiforme oder anaplastisches Astrozytom bei Fortschreiten der Erkrankung nach einer Standardbehandlung

Dosierung und Anwendung

Dosierung von TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend der Körperoberfläche dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörungen, einer Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen, Fieber, Infektionen und Multiorganversagen bis hin zum Tod kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

.

Darf nicht geöffnet werden. Darf nicht zerkaut werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe oder gegen Dacarbazin
  • Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörung (Knochenmarkdepression)


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder unter 3 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Ältere Patienten ab 70 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
  • Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von TEMOMEDAC 20 mg Hartkapseln

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Nebenwirkungen, die bei Behandlung mit Temozolomid bei Patienten mit erstmaliger Diagnose begleitend zur Strahlentherapie aufgetreten sind:
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Hautausschlag
  • Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
  • Müdigkeit
  • Infektion
  • Herpes (Herpes simplex-Infektion)
  • Wundinfektion
  • Infektiöse Halsentzündung
  • Hefepilzinfektion (Candidose) der Mundschleimhaut
  • Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
  • Gewichtsabnahme
  • Angst
  • Schnelle und häufige Änderung der Stimmung
  • Schlaflosigkeit
  • Krampfanfälle
  • Verringertes Bewusstsein
  • Schläfrigkeit
  • Zentrale Sprachstörung
  • Gleichgewichtsstörung
  • Schwindelgefühl
  • Verwirrtheit
  • Eingeschränktes Erinnerungsvermögen
  • Konzentrationsstörung
  • Lokale Nervenleiden (periphere Neuropathie)
  • Missempfindungen
  • Sprachstörung
  • Zittern
  • Verschwommenes Sehen
  • Hörstörung
  • Blutung
  • Wassereinlagerung (Ödem)
  • Wassereinlagerungen in den Beinen
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Husten
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Hautentzündung
  • Trockene Haut (Xerodermie)
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Muskelschwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Verstärkter Harndrang
  • Blasenschwäche mit ungewolltem Harnabgang
  • Überempfindlichkeit
  • Fieber
  • Unerwünschte Reaktionen durch Bestrahlung (Strahlensyndrom)
  • Gesichtsödem
  • Schmerzen
  • Störung des Geschmacks
  • Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
  • Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie) mit Fieber
  • Blutarmut (Anämie)
  • Aufgedunsenes Gesicht durch Fetteinlagerung (Cushingoid)
  • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Erhöhte alkalische Phosphatase
  • Gewichtszunahme
  • Antriebssteigerung
  • Emotionsloser Zustand mit Interessenlosigkeit
  • Verhaltensauffälligkeit
  • Depression
  • Sinnestäuschung (Halluzination)
  • Krampfanfall (epileptisch, akut, länger anhaltend)
  • Störung der unbewussten Bewegungsabläufe mit Zittern, evtl. Fallneigung
  • Leichte Muskelerschlaffung auf einer Körperhälfte
  • Störung der Bewegungskoordination (Ataxie)
  • Wahrnehmungsstörung (Illusion)
  • Zentrale Sprachstörung
  • Unsicherer oder ungewöhnlicher Gang
  • Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
  • Taubheitsgefühl
  • Erkrankung des Nervensystems (neurologische Erkrankung)
  • Halbseitiger Gesichtsfeldausfall (Hemianopie)
  • Verminderte Sehschärfe
  • Sehverschlechterung
  • Gesichtsfeldstörung
  • Augenschmerzen
  • Mittelohrentzündung
  • Ohrgeräusche
  • Gesteigertes Hörempfinden
  • Ohrenschmerzen
  • Herzklopfen
  • Hirnblutung
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
  • Infektion der oberen Atemwege (URTI)
  • Verstopfte Nase
  • Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

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Aufbewahrung
Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
    • vor Hitze geschützt
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)

aufbewahrt werden.
Lagerungs- und Packungshinweise
Bruchgefahr
nein
Feuchteempfindlichkeit
trocken lagern
Steril
nein
Kühlkette
nein
Lichtempfindlichkeit
nein
Lagerempfindlichkeit
nein
Verpackungsart
Schachtel
Packungsgröße
47x92x47 mm (LxHxB)
Gewicht
80 g

Alle Informationen zuklappenaufklappen

Letzte Aktualisierung:

15.05.2020

Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service