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Beipackzettel


Beipackzettel von MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten

Verpackungsbild(Packshot) von MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten
Präparat:
MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten
PZN:
11295429
Packungsgröße:
30 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Filmtabletten

Anbieter:

Novartis Pharma GmbH
Nürnberg
www.novartis.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Mannitol
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Hypromellose
  • Croscarmellose natrium
  • Magnesium stearat

Weitere Bestandteile

  • Natriumdodecylsulfat
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Titandioxid
  • Macrogol
  • Eisen(III)-oxidhydrat, gelb

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten" zu erfahren.

Alle Informationen zuklappenaufklappen
Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Trametinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die so genannten MEK-Kinasen. MEK-Kinasen sind Enzyme, die Wachstum und Ausbreitung von Tumorzellen begünstigen und über den MAP-Kinase-Signalübertragungsweg aktiviert werden. Durch die Blockade der Signalübertragung wird das Wachstum von Tumorzellen mit bestimmten Veränderungen (BRAF-V600-Mutation) gehemmt.
Anwendungsgebiete
Als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
  • Nicht operierbarerer schwarzer Hautkrebs (Melanom (inoperabel, BRAF-V600-positiv))
  • Metastasierter schwarzer Hautkrebs (Melanom (BRAF-V600-positiv))

In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
  • Fortgeschrittener Hautkrebs (schwarz), als ergänzende Behandlung nach einer operativen Entfernung des erkrankten Gewebes
  • Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, fortgeschritten, BRAF-V600 positiv)

Vor Behandlungsbeginn wird Ihr Arzt einen Test durchführen, um sicherzustellen, dass das Arzneimittel zur Behandlung der bei Ihnen vorliegenden Tumore geeignet ist.
Dosierung und Anwendung

Dosierung von MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist nicht dosisgleich teilbar.

Darf nicht zerkaut werden. Darf nicht zerbrochen/zerkleinert werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von MEKINIST 0,5 mg Filmtabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Bluthochdruck
  • Blutung
  • Nasenbluten
  • Blut im Stuhl
  • Zahnfleischbluten
  • Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
  • Blutung aus dem Mastdarm
  • Blutaustritt aus Hämorrhoiden
  • Magenblutung
  • Scheidenblutung
  • Blutung unter der Bindehaut am Auge
  • Blutung im Inneren des Schädels
  • Blutung nach einem Eingriff
  • Husten
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Hautausschlag
  • Entzündung der mittleren Hautschicht mit Pusteln (akneforme Dermatitis)
  • Trockene Haut (Xerodermie)
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
  • Müdigkeit
  • Wassereinlagerung in Beinen und/oder Armen
  • Fieber
  • Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
  • Nasen-Rachen-Entzündung
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Unterleibsschmerzen
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung am ganzen Körper (generalisiertes Erythem)
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schmerzen im Arm oder im Bein
  • Muskelkrampf
  • Steifheit
  • Schüttelfrost
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Grippeartige Erkrankung
  • Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
  • Entzündung des Haarfollikels
  • Entzündung des Nagelbetts
  • Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
  • Hautausschlag mit Eiterbläschen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Überempfindlichkeit
  • Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
  • Sehverschlechterung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Verschwommenes Sehen
  • Schwellung um die Augen
  • Funktionsstörung der linken Herzkammer (linksventrikuläre Dysfunktion)
  • Verminderter Blutauswurf (Ejektion) aus der Herzkammer
  • Langsamer Puls (Bradykardie)
  • Flüssigkeitseinlagerung im Lymphgefäßsystem (Lymphödem)
  • Lungenentzündung ohne Infektion (Pneumonitis)
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Schmerzhafte Hautrötung und Schwellung an Händen u. Füßen (Hand-Fuß-Syndrom)
  • Rissige Haut
  • Hautschädigung (Hautläsion)
  • Gesichtsödem
  • Schleimhautentzündung
  • Erhöhte alkalische Phosphatase
  • Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
  • Infektion der Harnwege
  • Stachelzellkrebs der Haut
  • Stachelzellkrebs
  • Bowen-Krankheit
  • Gutartiger Tumor der Haut (Keratoakanthom)
  • Warzengeschwulst (Papillom)
  • Warze
  • Alterswarze (Seborrhoische Keratose)
  • Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Natriummangel
  • Phosphatmangel
  • Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
  • Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis)
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Hautkrebsfrühform durch UV-Strahlung (aktinische Keratose)
  • Nachtschweiß
  • Übermäßige Verhornung (Hyperkeratose)
  • Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Entzündung des Unterhautfettgewebes (Pannikulitis)
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Erhöhte Leberwerte (GGT)
  • Abhebung der Netzhaut im Auge
  • Ödem des Sehnervs an der Stelle, an der er das Auge verlässt (Papillenödem)
  • Netzhautablösung
  • Verschluss einer Netzhautvene
  • Herzschwäche


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

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Aufbewahrung
Aufbewahrung

Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
    • im Kühlschrank
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
    • im Dunkeln (z.B. im Umkarton)

aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 30 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
    • bei Raumtemperatur
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
    • im Dunkeln (z.B. im Umkarton)

aufbewahrt werden!
Lagerungs- und Packungshinweise
Bruchgefahr
nein
Feuchteempfindlichkeit
trocken lagern
Steril
nein
Lagertemperatur
2 bis 8 Grad
Kühlkette
nein
Lichtempfindlichkeit
vor Licht schützen
Lagerempfindlichkeit
nein
Verpackungsart
Schachtel
Packungsgröße
55x95x55 mm (LxHxB)
Gewicht
38 g

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Letzte Aktualisierung:

04.03.2020

Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service