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Beipackzettel


Beipackzettel von LARIAM Tabletten

LARIAM Tabletten
Präparat:
LARIAM Tabletten
PZN:
7393184
Packungsgröße:
8 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Tabletten

Anbieter:

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Trittau
www.emramed.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Cellulose, mikrokristalline
  • Lactose-1-Wasser
  • Crospovidon
  • Maisstärke
  • Alginsäure

Weitere Bestandteile

  • Talkum
  • Magnesium stearat
  • Poloxamer 331

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Wirkung und Anwendung Ihres Arzneimittels. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "LARIAM Tabletten" zu erfahren.

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Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift störend in das Erbgut und in den Stoffwechsel von Malariaerregern ein. Er blockiert dort die Herstellung wichtiger Eiweiß- und Zuckerverbindungen, so dass Wachstum und Vermehrung der Erreger gehemmt werden.
Anwendungsgebiete
Es gibt verschiedene Erreger der Malaria. In welcher Region welches Arzneimittel empfohlen wird, kann sich laufend ändern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder einem Tropeninstitut beraten.
- Malaria, zur Vorbeugung
- Malaria, zur Behandlung
- Malaria, Stand-by- (Notfall-)behandlung

Dosierung und Anwendung

Dosierung von LARIAM Tabletten

Zur Vorbeugung der Malaria - Einnahmebeginn: erste Gabe am Abreisetag (= 1.Tag) und je eine zweite (= 2. Tag) und dritte (= 3. Tag) Gabe am Tag nach der Abreise:

  • Erwachsene über 45 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 1 Tablette pro Einnahme
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Zur Vorbeugung der Malaria - Weitere Einnahme: einmal wöchentlich am gleichen Wochentag wie der Abreisetag (=1.Tag), d.h. am 8. Tag, 15. Tag, 22. Tag, 29. Tag usw.

  • Erwachsene über 45 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 1 Tablette pro Einnahme
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Alternativ kann die 1. Dosis an einem Tag in der Woche vor der Abreise, die 2. Dosis am Abreisetag ( = 1. Tag) genommen werden, dann 1mal pro Woche am 8., 15., 22., 29. Tag usw. nach der Abreise.

Zur Behandlung der Malaria: Einmaldosis:

  • Erwachsene mit 45 bis 60 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: 5 Tabletten
    • Gesamtdosis: 5 Tabletten
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
  • Erwachsene über 60 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: 6 Tabletten
    • Gesamtdosis: 6 Tabletten
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Zur Behandlung der Malaria: die Einmaldosis kann in 2-3 Einzelgaben aufgeteilt und in Abständen von 6-8 Stunden eingenommen werden.

Kommt es innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme zu Erbrechen ist die Einnahme zu wiederholen, bei Erbrechen zwischen 30-60 Minuten sollte ½ Dosis zusätzlich gegeben werden..

Für Kinder wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Eine Notfallbehandlung ("Stand-by") kann mit höheren Dosen durchgeführt werden. Sprechen dazu mit Ihrem Arzt.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Zur Vorbeugung: Die Einnahme sollte spätestens am Einreisetag in das Malariagebiet begonnen werden, während des Aufenthaltes und bis zu 4 Wochen nach dem Verlassen des Malariagebietes fortgesetzt werden.

Überdosierung?
Da sich das Arzneimittel aus verschiedenen Wirkstoffen zusammensetzt, kann es zu einer Vielzahl an Überdosierungserscheinungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist in 4 dosisgleiche Teile teilbar.

Kann zerdrückt werden. Kann in Getränken dispergiert werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von LARIAM Tabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe


Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
  • Erregungsleitungsstörungen am Herzen
  • Depressionen, auch wenn sie schon einige Zeit zurückliegen
  • Psychosen
  • Schizophrenie
  • Angststörung, generalisiert
  • Psychische Erkrankungen verschiedenster Ausprägung: Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen deshalb evtl. das Risiko einer Verschlechterung oder einer erneut auftretenden Krise bestehen könnte.
  • Neigung zu Krampfanfällen, d.h. bei Familienangehörigen oder in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Säuglinge in den ersten 3 Lebensmonaten: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu LARIAM Tabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Malariamittel (4-Aminochinoline), z.B. Chloroquin!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.



Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von LARIAM Tabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie:
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Durchfälle oder weiche Stühle
    • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen, mit abnormen Träumen
  • Gleichgewichtsstörung
  • Nervenschädigungen, die sich sowohl in Bewegungs- wie in Gefühlsstörungen äußern können, wie z.B. Zittern, Missempfindungen, wie Kribbeln oder Ameisenlaufen, Problemen, Bewegungen zu koordinieren (Ataxie)
  • Krampfanfälle
  • Unruhe
  • Aggressives Verhalten
  • Angstzustände
  • Panikattacken
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Vergesslichkeit
  • Delirium (Verwirrtheit)
  • Halluzinationen
  • Psychosen und paranoide Reaktionen, wie zum Beispiel Verfolgungsideen
  • Sehstörungen
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
    • Hautausschlag
    • Hautrötung
    • Nesselausschlag
    • Juckreiz
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Haarausfall
  • Herz-Kreislaufreaktionen, wie z.B. sowohl Blutdruckanstieg, als auch -abfall, Hitzegefühl, Ohnmachtsanfälle
  • Störungen in der Erregungsleitung des Herzens, die sich u.a. äußern können in Pulsbeschleunigung, -verlangsamung, Herzklopfen und -stolpern
  • Brustschmerzen
  • Anfälle von Atemnot
  • Anstieg der Leberwerte
  • Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
  • Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  • Muskelkrämpfe oder -schmerzen
  • Muskelschwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Allgemeine Schwäche
  • Fieber
  • Schwitzen


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

Zum Wechselwirkungs-Check »
 

Aufbewahrung
Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
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Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service