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Beipackzettel


Beipackzettel von HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln

Verpackungsbild(Packshot) von HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln
Präparat:
HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln
PZN:
15613168
Packungsgröße:
30 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Kapseln

Anbieter:

Devatis GmbH
Lörrach

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Lactose-1-Wasser
  • Lactose
  • Citronensäure
  • Dinatriumhydrogenphosphat
  • Magnesium stearat (pflanzlich)

Weitere Bestandteile

  • Gelatine
  • Titandioxid
  • Erythrosin
  • Indigodisulfonsäure, Aluminiumsalz
  • Chinolingelb

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Wirkung und Anwendung Ihres Arzneimittels. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln" zu erfahren.

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Originalbilder des Präparats
Produktabbildungen für HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Abmessungen und Gewicht
  • Durchmesser: 7.4 mm
  • Tiefe: 21.5 mm
  • Masse: 690 mg
Angaben zu Kerben
  • Anordnung: nicht betroffen
  • Form: nicht betroffen
  • Lage: nicht betroffen
  • Spaltung: nicht betroffen
Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Hydroxycarbamid gehört zu den Zytostatika und beeinflusst das körpereigene Immunsystem indem er in die DNA-Synthese eingreift. Hydroxycarbamid wird zur Behandlung von malignen Bluterkrankungen, Blutbildungsstörungen sowie zur Behandlung der Sichelzellanämie, einer erblich bedingten Erkrankung der roten Blutkörperchen mit erhöhtem Risiko für das Verstopfen von Blutgefäßen eingesetzt.
Anwendungsgebiete
  • Blutkrebs der weißen Blutzellen (Leukämie, chronisch, myeloisch, in chronischer Phase)
    - Blutkrebs mit weißen Blutzellen (Leukämie (chronisch, myeloisch)) in der beschleunigten Phase
    - Blutbildungsstörung mit mehr Blutplättchen (essentielle Thrombozythämie)
    - Knochenmarkserkrankung (Polyzythämie vera)

Dosierung und Anwendung

Dosierung von HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen.

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen sich nicht im Mund auflösen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schleimhautschädigungen, Wundsein, Hautrötungen, Wassereinlagerungen an Handflächen und Fußsohlen mit anschließendem Abschuppen, starke Hautverfärbungen und Entzündungen der Mundschleimhaut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

.

Kapsel kann geöffnet werden. Inhalt kann in Wasser dispergiert werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörung (Knochenmarkdepression)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Blutarmut (Anämie)


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.



Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von HYDROXYCARBAMID Devatis 500 mg Hartkapseln

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörung (Knochenmarkdepression)
  • Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Mangel an unreifen roten Blutkörperchen (Retikulozytopenie)
  • Blutbildungsstörung mit mehr vergrößerten roten Blutkörperchen (Makrozytose)
  • Verminderte Anzahl an Spermien
  • Samenzellverlust in der Samenflüssigkeit (Azoospermie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Blutarmut mit stark vergrößerten roten Blutkörperchen (hyperchrome megaloblastäre Anämie)
  • Erniedrigte Anzahl an T-Helferzellen (CD4-Lymphozyten)
  • Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
  • Beeinträchtigte Nierenfunktion
  • Erkrankung der Niere (Nierentubuli)
  • Harnsäurespiegel im Blut (erhöht)
  • Erhöhter Blutharnstoff
  • Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schleimhautentzündung
  • Verdauungsbeschwerden
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautauschlag)
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Schmerzhafte Hautrötung und Schwellung an Händen u. Füßen (Hand-Fuß-Syndrom)
  • Blutgefäßentzündung mit Hautveränderungen (kutane Vaskulitis)
  • Geschwür (Ulkus)
  • Gewebeuntergang mit schwärzlicher Verfärbung (Gangrän)
  • Entzündung der Muskulatur, Haut und Organe (Dermatomyositis)
  • Rückbildung der Haut (Pergamenthaut, Hautatrophie)
  • Rückbildung des Nagels (Nagelatrophie)
  • Unterschenkelgeschwür
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Hautkrebsfrühform durch UV-Strahlung (aktinische Keratose)
  • Violette Hautknötchen (Papel)
  • Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
  • Hauttumor
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Unwohlsein
  • Überempfindlichkeit
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Kopfschmerzen
  • Hautreaktion
  • Pigmentierung der Mundschleimhaut
  • Färbung der Fingernägel (Pigmentierung)
  • Verstärkte Hautfärbung durch mehr Hautfarbstoff (Hyperpigmentierung)
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Orientierungsstörung
  • Sinnestäuschung (Halluzination)
  • Erkrankung des Nervensystems (neurologische Erkrankung)
  • Schwindelgefühl
  • Muskelkrampf
  • Lokale Nervenleiden (periphere Neuropathie)
  • Akute Lungenreaktionen
  • Eindringen (Infiltration) von Flüssigkeit/Zellen in das Gewebe der Lunge
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Lungenvernarbung (Lungenfibrose)
  • Entzündung der Lungenblässchen (Allergische Alveolitis)
  • Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
  • Lebertoxizität
  • Gallenabflussstörung (Cholestase)
  • Leberentzündung
  • Hautkrebs
  • Stachelzellkrebs der Haut
  • Weißer Hautkrebs
  • Geschwür der Haut
  • Schläfrigkeit
  • Übelkeit
  • Hautausschlag
  • Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
  • Anstieg der Leberenzyme


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

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Letzte Aktualisierung:

27.01.2020

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Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service