Beipackzettel

Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten

Präparat: Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten
PZN: 499991
Packungsgröße: 12 Stück (N1)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Filmtabletten

Anbieter:
AbZ Pharma GmbH
Graf-Arco-Str. 3
Ulm 89079
Tel.: 0800 8005010
Fax: 0800 8005011
Email: info@abz.de
Homepage: www.abz.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Cefuroxim axetil (601.44 mg pro Stück)
    = Cefuroxim (500 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Croscarmellose, Natriumsalz
  • Crospovidon
  • Hypromellose
  • Methylcellulose
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

Zuklappen
Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum für Erwachsene und Kinder. Es tötet Bakterien ab, die Infektionen verursachen. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Cephalosporine genannt werden.
  • Das Präparat wird angewendet zur Behandlung von Infektionen:
    • des Halsbereiches
    • der Nasennebenhöhlen
    • des Mittelohres
    • der Lungen oder des Brustraumes
    • der Harnwege
    • der Haut und des Weichteilgewebes.
  • Das Arzneimittel kann außerdem angewendet werden:
    • zur Behandlung der Lyme-Borreliose (einer durch Zecken übertragenen Infektion).
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen irgendein Cephalosporin-Antibiotikum oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind.
    • wenn Sie schon einmal eine schwere allergische Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion) gegen irgendein anderes Betalaktam-Antibiotikum (Penicilline, Monobactame und Carbapeneme) hatten.
  • Wenn Sie glauben, dass dies auf Sie zutrifft, dürfen Sie das Arzneimittel ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt nicht einnehmen.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • Für Kinder unter 3 Monaten wird das Präparat nicht empfohlen, da über die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nichts bekannt ist.
    • Sie müssen auf bestimmte Symptome wie allergische Reaktionen, Pilzinfektionen (z. B. Soor) und starke Durchfälle (pseudomembranöse Colitis) achten, solange Sie das Arzneimittel einnehmen, um das Risiko für weitere Komplikationen zu senken.
    • Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung vorgesehen ist
      • Das Arzneimittel kann die Ergebnisse von Blutzuckermessungen sowie einer bestimmten, als Coombs-Test bezeichneten, Blutuntersuchung beeinträchtigen. Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung vorgesehen ist:
        • Informieren Sie die Person, die die Blutentnahme durchführt, dass Sie das Präparat einnehmen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann bei Ihnen Schwindel auslösen und weitere Nebenwirkungen hervorrufen, die Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können.
    • Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie sich nicht wohl fühlen.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Ihr Arzt wird den Nutzen einer Behandlung mit dem Arzneimittel gegen ein mögliches Risiko für Ihr Baby abwägen.
Dosierung

Dosierung von Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Erwachsene
      • Die übliche Dosis beträgt je nach Schweregrad und Art der Infektion zweimal täglich 250 mg bis 500 mg.
    • Kinder
      • Die übliche Dosis beträgt 10 mg/kg (bis zu einer Höchstdosis von 125 mg) bis 15 mg/kg (bis zu einer Höchstdosis von 250 mg) zweimal täglich, abhängig von:
        • Schweregrad und Art der Infektion
      • Das Arzneimittel wird für Kinder unter 3 Monaten nicht empfohlen, da über die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nichts bekannt ist.
      • Abhängig von der Art der Erkrankung bzw. davon, wie Sie oder Ihr Kind auf die Behandlung ansprechen, muss die Anfangsdosis unter Umständen verändert oder mehr als eine Behandlung durchgeführt werden.
    • Patienten mit Nierenproblemen
      • Wenn bei Ihnen Probleme mit den Nieren bestehen, wird Ihr Arzt die Dosis möglicherweise anpassen.
        • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn das bei Ihnen der Fall ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Wenn Sie zu viel von dem Arzneimittel einnehmen, können bei Ihnen neurologische Störungen auftreten, insbesondere kann bei Ihnen das Risiko für Anfälle (Krampfanfälle) erhöht sein.
      • Verlieren Sie keine Zeit. Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf. Zeigen Sie dort wenn möglich die Arzneimittel-Packung vor.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

 

  • Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Anweisung Ihres Arztes ab
    • Es ist wichtig, dass Sie das Arzneimittel über die gesamte vorgesehene Dauer der Behandlung einnehmen. Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, es sei denn, Ihr Arzt weist Sie dazu an - auch wenn es Ihnen schon wieder besser geht. Wenn Sie die Behandlung nicht vollständig zu Ende führen, kann die Infektion erneut auftreten.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch diese Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Beschwerden, auf die Sie achten müssen
    • Bei einer kleinen Zahl von Patienten, die das Präparat einnehmen, treten allergische Reaktionen oder potentiell schwerwiegende Hautreaktionen auf. Zu den Symptomen dieser Reaktionen gehören:
      • Schwere allergische Reaktion. Anzeichen dafür umfassen erhabenen und juckenden Hautausschlag, Schwellungen, manchmal des Gesichts oder der Mundhöhle, wodurch es zu Atemproblemen kommen kann.
      • Hautausschlag, der mit Blasenbildung einhergehen kann, und an kleine Zielscheiben erinnert (dunkler Fleck im Zentrum, der von einer blasseren Zone und einem außen gelegenen dunklen Ring umgeben ist).
      • Ein ausgedehnter Ausschlag mit Blasenbildung und Abschälung der Haut (dies können Anzeichen eines Stevens-Johnson-Syndroms oder einer toxischen epidermalen Nekrolyse sein).
      • Pilzinfektionen. Arzneimittel wie dises Präparat können zu einem vermehrten Wachstum von Hefepilzen (Candida) im Körper führen, die ihrerseits Pilzinfektionen (z. B. Soor) hervorrufen können. Diese Nebenwirkung tritt mit größerer Wahrscheinlichkeit auf, wenn Sie das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum einnehmen.
      • Starke Durchfälle (Pseudomembranöse Kolitis). Arzneimittel wie dieses Präparat können eine Entzündung des Dickdarms auslösen, die zu starken Durchfällen, in der Regel mit Blut- und Schleimbeimengungen, Magenschmerzen und Fieber führen kann.
      • Jarisch-Herxheimer-Reaktion. Bei einigen Patienten können während der Behandlung einer Lyme-Borreliose mit dem Arzneimittel erhöhte Körpertemperatur (Fieber), Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschläge auftreten. Dieses Phänomen wird als Jarisch-Herxheimer-Reaktion bezeichnet. Die Symptome halten für gewöhnlich ein paar Stunden bis zu einen Tag lang an.
    • Setzen Sie sich unverzüglich mit einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal in Verbindung, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
  • Häufige Nebenwirkungen
    • Bei bis zu 1 von 10 Behandelten:
      • Pilzinfektionen (z. B. Candida)
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
      • Durchfall
      • Übelkeit
      • Magenschmerzen.
    • Häufige Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen in Erscheinung treten können:
      • Erhöhung eines bestimmten Typs weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)
      • Erhöhung von Leberenzymen.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen
    • Bei bis zu 1 von 100 Behandelten:
      • Erbrechen
      • Hautausschläge.
    • Gelegentliche Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen in Erscheinung treten können:
      • Verminderung der Blutplättchen (Zellen, die an der Blutgerinnung beteiligt sind)
      • Verminderung der weißen Blutkörperchen.
      • positiver Coombs-Test.
  • Andere Nebenwirkungen
    • Andere Nebenwirkungen traten bei einer sehr kleinen Zahl von Patienten auf, ihre genaue Häufigkeit ist aber nicht bekannt:
      • starke Durchfälle (pseudomembranöse Kolitis).
      • allergische Reaktionen
      • Hautreaktionen (einschließlich schwere Hautreaktionen)
      • erhöhte Körpertemperatur (Fieber)
      • Gelbfärbung der weißen Teile der Augen oder der Haut
      • Leberentzündung (Hepatitis).
    • Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen in Erscheinung treten können:
      • vorzeitiger Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie).
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,
    • wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht aufgeführt sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Cefuroxim AbZ 500mg Filmtabletten" kommen kann.

Zum Wechselwirkungs-Check »

Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

Zuklappen

Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



Meine Medikamente:

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages