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Beipackzettel von COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten
Präparat:
COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten
PZN:
3758559
Packungsgröße:
10 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Tabletten

Anbieter:

ratiopharm GmbH
Ulm
www.ratiopharm.de

Aktiver Wirkstoff:

  • Co-trimoxazol (960 mg pro 1 Tablette) = Trimethoprim (160 mg pro 1 Tablette) = Sulfamethoxazol (800 mg pro 1 Tablette)

Sonstige Bestandteile:

  • Maisstärke
  • Cellulosepulver
  • Talkum
  • Croscarmellose natrium
  • Gelatine

Weitere Bestandteile

  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Magnesium stearat
  • Natriumdodecylsulfat

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Wirkung

Wirkungsweise

Wirkungsweise beschreibt den Wirkungsmechanismus/die Wirkungsmechanismen des/der im Fertigarzneimittel enthaltenen Wirkstoffes/Wirkstoffe.
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Co-trimoxazol besteht aus einer festen Wirkstoffkombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim und gehört zu den Antibiotika. Er bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können Bakterien Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Bakterienkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Anwendung

Anwendungsgebiete von COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

- Bakterieninfektionen, wie:
  - Bakterieninfektionen der Atemwege
  - Pneumocystis-carinii-Pneumonie (Lungenentzündung, die durch bestimmte Kleinstlebewesen hervorgerufen wird)
  - Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
  - Bakterieninfektion der Niere
  - Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
    - Harnblasenentzündung der Frau
    - Harnröhrenentzündung
  - Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege
  - Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
    - Prostataentzündung
    - Weicher Schanker (Ulcus molle)
    - Donovanose (Granuloma inguinale)
  - Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
    - Typhus (auch zur Behandlung von Dauerausscheidern)
    - Paratyphus A und B
    - Shigellen-Ruhr (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
    - Reisedurchfälle
    - Salmonellen-Enteritis, vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten
  - Brucellose
  - Nocardiose
  - Myzetom, nicht echt mykotisches
  - Blastomykose, südamerikanische
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Gegenanzeigen

Gegenanzeigen von COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Veränderungen des Blutbildes (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)
- Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom, schwerer, schmerzhafter Hautausschlag mit Blasenbildung), auch in der Vorgeschichte

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Schilddrüsenerkrankungen
- Fragiles X-Chromosom-Syndrom (Erbkrankheit, die zu geistiger Behinderung führen kann)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform besser geeignet sind.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
  - Übelkeit
  - Erbrechen
  - Durchfälle
  - Bauchschmerzen
  - Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
  - Hautausschlag, schwerer
  - Nesselausschlag
  - Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden (cholestatische Hepatose)
- Veränderung des Blutbildes
  - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
  - Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
  - Anämie (Blutarmut)
- Störungen des Salzhaushaltes (z.B. von Kalium, Natrium)
- Folsäuremangel
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise zu COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Wechselwirkungen, Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

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Dosierung und Anwendungshinweise

Dosierung von COTRIM forte-ratiopharm 960 mg Tabletten

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:

  • Kinder von 6-12 Jahren
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1/2 Tablette / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
  • Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1 Tablette / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit

Bei Harnblasenentzündung der Frau - einmalige Gabe:

  • Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 3 Tabletten / 3 Tabletten
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege:

  • Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1 Tablette / 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: abends, nach der Mahlzeit

Bei Weichem Schanker und Donovanose:

  • Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1 Tablette / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit

Bei Nocardiose:

  • Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1 Tablette / 3-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Anwendungshinweise

Beschreibt die korrekte Anwendung des Arzneimittels und wie lange das Arzneimittel angewendet werden sollte/darf.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie das Arzneimittel in Wasser oder Tee gelöst verabreichen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte noch 2-3 Tage nach Abklingen der Beschwerden genommen werden. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 5-8 Tage, bei Pneumocystis-carinii-Pneumonie mindestens 14 Tage, zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Infektionen der Harnwege 3-12 Monate, bei Harnblasenentzündung der Frau einmalige Einnahme, bei Gonorrhoe 1-3 Tage, bei weichem Schanker 7-14 Tage, bei Donovanose 14 Tage, bei Nokardiose 8-10 Wochen.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Bearbeitungsstand

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Datum der letzten Aktualisierung
30.08.2017
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Bitte beachten Sie: Die Angaben können sich im Einzelfall von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Beachten Sie daher auch die Packungsbeilage Ihres Arzneimittels oder fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis oder Apotheke nach. Unsere Datenbank gibt hier nicht die Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel Ihres Medikaments finden. Die Informationen stammen aus der Datenbank der Avoxa-Mediengruppe, die auch Ihre Apotheke nutzt, und basieren auf dem Wirkstoff des ausgewählten Arzneimittels.

Quelle:  ABDATA Pharma-Daten-Service