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Beipackzettel


Beipackzettel von AMILORETIK Tabletten

Verpackungsbild(Packshot) von AMILORETIK Tabletten
Präparat:
AMILORETIK Tabletten
PZN:
3103338
Packungsgröße:
50 Stück (N2)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Tabletten

Anbieter:

Hexal AG
Holzkirchen
www.hexal.de

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
  • Lactose-1-Wasser
  • Magnesium stearat
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Maisstärke

Weitere Bestandteile

  • Siliciumdioxid, hochdisperses
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PDF des Originalbeipackzettels

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "AMILORETIK Tabletten" zu erfahren.

Alle Informationen zuklappenaufklappen
Wirkung
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination aus Amilorid und Hydrochlorothiazid. Beide Wirkstoffe förderen die Ausscheidung von Salzen wie Natrium- und Chlorid-Ionen aus dem Körper. Gleichzeitig schwemmen sie verstärkt Wasser aus. Dadurch können der Blutdruck gesenkt und Ödeme(Wassereinlagerungen) beseitig werden.
Anwendungsgebiete
  • Wassereinlagerung (Ödem) aufgrund einer Erkrankung des Herzens
  • Wassereinlagerung (Ödem) aufgrund einer Erkrankung der Leber

Dosierung und Anwendung

Dosierung von AMILORETIK Tabletten

In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:

  • Erwachsene
    • Einzeldosis: ½-1 Tablette
    • Gesamtdosis: 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: morgens, nach der Mahlzeit

Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 2 Tabletten pro Tag erhöht werden.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu niedrigem Blutdruck, Kreislaufstörungen, Wasser- und Elektrolytmangel mit Symptomen wie Schläfrigkeit und Verwirrtheit. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist in 2 dosisgleiche Hälften teilbar.

Mörsern zur erleichterten Einnahme ist möglich (off-label). Suspendieren zur erleichterten Einnahme ist möglich (off-label).

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von AMILORETIK Tabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Störungen des Salzhaushaltes, wie:
    • Kaliummangel
    • Natriummangel
    • Erhöhte Kaliumwerte
    • Erhöhte Kalziumwerte
  • Flüssigkeitsmangel
  • Verringerte Blutmenge durch Flüssigkeitsverlust (Hypovolämie)
  • Nierenkomplikationen bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Glomerulonephritis (Entzündung der Nierenkörperchen)
  • Nicht oder kaum vorhandene Harnausscheidung
  • Nierenversagen
  • Koma bei Leberausfall
  • Gicht


Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
  • Niedriger Blutdruck
  • Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
  • Durchblutungsstörung der Hirngefäße
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut zur saueren Seite (Azidose)


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu AMILORETIK Tabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von AMILORETIK Tabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie:
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Durchfälle
    • Verstopfung
    • Bauchschmerzen
    • Bauchkrämpfe
    • Blähungen
    • Völlegefühl
    • Geschwüre im Verdauungstrakt
    • Blutungen im Magen-Darm-Bereich
    • Darmverschluss durch eine Darmlähmung
  • Appetitlosigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Durstgefühl
  • Geschmacksstörungen
  • Schluckauf
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Missempfindungen
  • Lähmungen
  • Koordinationsstörung
  • Benommenheit
  • Teilnahmslosigkeit (Apathie)
  • Delirium (Verwirrtheit)
  • Sehstörungen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
    • Juckreiz
    • Hautrötung
    • Hautausschlag
    • Hautausschlag, schwerer
    • Nesselausschlag
    • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
    • Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
  • Schwitzen
  • Niedriger Blutdruck
  • Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
  • Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
  • Erregungsleitungsstörungen am Herzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Pulserniedrigung
  • Veränderungen im EKG
  • Herzklopfen
  • Thrombose
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Nächtliches Wasserlassen
  • Verstärkter Harndrang
  • Urinausscheidung, erhöhte
  • Störungen beim Wasserlassen, wie schmerzhafte Blasenentleerung (Dysurie)
  • Krämpfe der Harnblase
  • Blasenschwäche
  • Anstieg der Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff)
  • Nierenfunktionsstörungen bis zum Nierenversagen
  • Störungen des Flüssigkeit- und Salzhaushaltes, wie:
    • Kaliummangel
    • Erhöhte Kaliumwerte
    • Natriummangel
    • Magnesiummangel
    • Chlormangel
    • Erhöhte Kalziumwerte
    • Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
  • Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut zur saueren Seite (Azidose)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Entzündungen der Gallenblase
  • Erhöhte Zuckerwerte im Urin
  • Anstieg des Blutzuckers
  • Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride)
  • Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut, dadurch evtl. Auslösen eines Gichtanfalles
  • Erhöhte Amylasewerte (Verdauungsenzym aus der Bauchspeicheldrüse)
  • Veränderung des Blutbildes, wie:
    • Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  • Gelenkschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Muskelschmerzen in Armen und Beinen
  • Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Potenzschwäche
  • Libidoabnahme (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
  • Allgemeine Schwäche


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

Zum Wechselwirkungs-Check »
 

Wechselwirkungen zwischen "AMILORETIK Tabletten" und Lebens-/Genussmitteln

Bitte verzichten Sie auf den regelmäßigen Genuss von Lakritze, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.

Bitte verzichten Sie auf natriumarme, kaliumhaltige Salzersatzprodukte, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
Lagerungs- und Packungshinweise
Bruchgefahr
keine Angabe
Feuchteempfindlichkeit
keine Angabe
Steril
nein
Kühlkette
nein
Lichtempfindlichkeit
keine Angabe
Lagerempfindlichkeit
keine Angabe
Verpackungsart
keine Angabe

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Letzte Aktualisierung:

19.07.2019

Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service