Maracuja

Maracujas schmecken säuerlich-süß und enthalten viel Vitamin C. In den Kernen stecken ungesättigte Fettsäuren. Sie werden daher auch in der Kosmetik verwendet
aktualisiert am 22.10.2013

Passionsfrucht: Braun-violette Schale und leckerer Inhalt

Shotshop/Danstar

Inhaltsstoffe: Vitamine und ungesättigte Fettsäuren

Maracujas enthalten Vitamin C. Zu ihren Inhaltsstoffen gehören auch die B-Vitamine Niacin und Riboflavin. Riboflavin spielt eine Rolle im Energie- und Proteinstoffwechsel. In Maracuja-Kernen befinden sich viele ungesättigte Fettsäuren, deshalb wird Maracujaöl für Kosmetika verwendet.

Herkunft der Maracuja: Tropische Schönheit

Der genaue Ursprung der Maracuja ist nicht erforscht. Möglicherweise war die Frucht im brasilianischen Amazonasgebiet zu Hause, sicher stammt sie aus den tropischen Regionen Mittel- oder Südamerikas. Heute wird sie weltweit in allen tropischen und subtropischen Gebieten kultiviert. Den Namen Passionsblume erhielt die Pflanze im 17. Jahrhundert von den in Südamerika eingewanderten Jesuiten: Sie sahen in ihr ein Symbol für das Leiden Christi.

Ihre dreigespitzten Blätter waren die Lanzen, die Ranken entsprachen den Geißeln, die zehn Blütenblätter den zehn Aposteln ohne Judas und Petrus, die violett-weiße Nebenkrone der Dornenkrone. Die fünf gelben Staubblätter symbolisierten die Wunden Christi. Zur Zeit der Einwanderer wurde die Passionsblume auch in Europa als Zierpflanze wegen ihrer besonders schönen Blüten bekannt. In unserem Heilpflanzenlexikon können Sie über die Passionsblume nachlesen.

Botanik: Die Früchte der Passionsblume

Maracujas gehören zu der Familie der Passionsblumengewächse. Sie sind die Früchte der Passionsblumen. Man unterscheidet zwei Arten: die bei uns als Maracuja oder gelbe Passionsfrucht bekannte, etwas größere Passiflora flavicarpa mit gelber Schale sowie die Gattung Passiflora edulis, die als Passionsfrucht vermarktet wird. Letztere hat etwa die Größe eines Hühnereis. Ihre braun-violette Schale ist im reifen Zustand runzelig.

Passionsblumen sind Kletterpflanzen, die pro Jahr rund fünf Meter wachsen. Insgesamt können die Pflanzen bis zu 80 Meter lang werden. Die Maracuja hat immergrüne, feingezahnte Blätter. Die Blattoberseite glänzt dunkelgrün, die Unterseite ist grünlich stumpf. Aus den fünf bis acht Zentimeter großen Blüten entwickeln sich die Früchte, die zu den Beeren zählen. Die Blüten riechen gut, stehen einzeln und sind in der Mitte meist purpurrot und an ihren Rändern weiß.

Gelbe Passionsfrüchte sind rund bis eiförmig und etwa sechs bis zwölf Zentimeter groß. Ihre glatte Schale ist wachsartig und ähnelt Leder. Unreife Früchte erkennt man an ihrer hellgrünen Farbe, reife Früchte sind gelb. In der Maracuja finden sich etwa 250 kleine, dunkelbraune Samen. Sie umgibt das saftige, gelb bis orangefarbene, geleeartige Fruchtfleisch. Die Maracuja schmeckt fruchtig-aromatisch und süß.

Maracuja-Saison: Eine Frucht für heiße Tage

Maracuja-Saison ist im Frühsommer und Sommer. Gelbe Passionsfrüchte werden in Südamerika angebaut, hauptsächlich in Brasilien. Ein Teil der Früchte kommt auch aus Hawaii, Sri Lanka, Indien, Australien, Kenia und Südafrika.

Lagerung: Am besten im Kühlschrank

Maracujas sollte man kaufen, wenn ihre Haut leicht schrumpelig ist, aber noch keine Druckstellen hat. Dann ist die Tropenfrucht besonders aromatisch. Bei Zimmertemperatur trocknen Maracujas leicht aus. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sie sich ein bis zwei Wochen.

Tipps zur Zubereitung: Als Saft oder zum Löffeln

Am besten schmecken Maracujas, wenn ihre Haut faltig wird. Dann sind sie vollreif. Püriert man das Fruchtfleisch mit dem Mixer und drückt die Masse durch ein Sieb, gewinnt man den Saft. Oder Sie verzehren die Maracuja frisch: einfach die Frucht halbieren und auslöffeln. Mit ein paar Tropfen Zitronensaft schmeckt sie besonders gut.

Wegen ihres hohen Säureanteils werden Maracujas überwiegend zur Herstellung von Multivitaminsäften verwendet. Aber sie lassen sich auch zu Marmelade oder Gelee verarbeiten, schmecken in Obstsalaten oder in Salatdressings als Essig-Ersatz. Geflügelgerichten verleiht die Maracuja als fruchtige Soße eine exotische Note.

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Nährwerttabelle: Maracuja (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
63

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
10

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
20
Kalium (K)
270
Calcium (Ca)
15
Magnesium (Mg)
30
Phosphat (P)
60
Eisen (Fe)
1,3
Zink (Zn)
0,6

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
600
Vitamin E (mg)
0,4
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,10
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
20
Vitamin C (mg)
25

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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