Mangold: Die Alternative zu Spinat

Mangold ist reich an Nährstoffen und wird seit mehr als 4000 Jahren angebaut. Man unterscheidet Blattmangold und Stielmangold
aktualisiert am 03.07.2014

Mangold lässt sich ähnlich wie Spinat verwenden

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe: Kombination aus Eisen und Vitamin C

Mangold enthält, ähnlich wie der Spinat, viele gesunde Nährstoffe. Das Beta-Karotin im Mangold wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, was unter anderem für das Sehen von Bedeutung ist. Daneben kommen B-Vitamine, Kalium und Kalzium im Mangold vor. Kalzium ist zum Beispiel wichtig für die Knochen. Zudem steckt im Mangold Eisen und Vitamin C.

Das Gemüse enthält allerdings auch relativ hohe Mengen an Nitrat und Oxalsäure. Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten Mangold daher nur in geringen Mengen verzehren oder ganz auf ihn verzichten. Wegen des Nitratgehaltes ist Mangold nicht für Säuglinge unter fünf Monaten geeignet.

Herkunft von Mangold: Vor 4000 Jahren im Nahen Osten kultiviert

Mangold, der wild in allen Küstengebieten des Mittelmeeres wächst, wurde schon vor 4000 Jahren im Nahen Osten kultiviert. Im 17. Jahrhundert überholte ihn der Spinat in seiner Beliebtheit, danach vergaß man ihn beinahe. Heutzutage erlebt er aber ein Comeback.

Botanik: Stielmangold und Blattmangold

Beta vulgaris gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Rein optisch ähnelt Mangold dem Spinat, die zweijährige Pflanze ist aber auch mit der Roten Bete verwandt. Man unterscheidet zwei Arten: Beim Schnitt- oder Blattmangold (auch Beißkohl oder Römischer Kohl genannt) mit seinen schmalen Blattstielen verwendet man hauptsächlich dessen Blätter. Sie werden wie Spinat zubereitet und schmecken auch so ähnlich. Weil die Blätter dieser winterharten Sorte nach dem Schnitt im Frühling neu austreiben, kann sie mehrfach geerntet werden.

Stiel- oder Rippenmangold (in der Schweiz auch Krautstiel genannt) erntet man entweder als ganzen Spross oder sammelt die einzelnen Blattstiele. Bei dieser Art können die Blätter, die bis zu 45 Zentimeter lang werden, in verschiedenen Farben auftreten. Genutzt werden aber vor allem die bis zu zehn Zentimeter breiten, fleischigen Blattstiele. Sie sind entweder weiß oder rötlich. Zubereitet werden sie ähnlich wie Spargel.  

Mangold-Saison: Ernte beginnt im März

Hauptanbaugebiete des Mangold sind Italien, Spanien, Frankreich, die Schweiz und Polen. Gewächshausware wird in der Regel ab März geerntet, Blattmangold aus Freilandanbau ab Juni, Stielmangold ein paar Wochen später. Die Hauptsaison für Mangold ist von Juni bis August.

Lagerung: Schnell verzehren

Mangold sollte frisch verzehrt werden. Notfalls hält er es im Gemüsefach des Kühlschranks, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch, aber ein bis zwei Tage aus.

Zubereitung: Blattmangold lässt sich fast wie Spinat verwenden

Da sich besonders in den Rillen der Stiele gerne Sand absetzt, muss Mangold sehr gewissenhaft gewaschen werden. Da seine Stiele eine längere Garzeit haben, werden sie von den Blättern getrennt verarbeitet. Mit Milch oder Sahne kann man den manchmal etwas erdigen Geschmack abmildern. Blattmangold lässt sich so ähnlich wie Spinat verwenden, er eignet sich also als Gemüsebeilage zu Fisch und Fleisch.

Wegen des Nitratgehalts sollte man Mangold immer blanchieren oder kochen und das Kochwasser weggiessen und nicht weiterverwenden. Das Gemüse sollte man zudem nicht zu häufig verzehren und nicht warmhalten.

 

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Nährwerttabelle: Mangold (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
14

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
1

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
90
Kalium (K)
375
Calcium (Ca)
100
Magnesium (Mg)
80
Phosphat (P)
40
Eisen (Fe)
2,7
Zink (Zn)
0,3

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
3500
Vitamin E (mg)
1,5
Vitamin B1 (mg)
0,10
Vitamin B2 (mg)
0,16
Vitamin B6 (mg)
0,09
Folsäure (µg)
30
Vitamin C (mg)
40

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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