Magenkrebs: Therapie

Falls möglich, wird der Tumor in einer Operation komplett entfernt

aktualisiert am 08.12.2014
Operation

Operation: Falls möglich, sollte der Tumor komplett entfernt werden


Die Ausdehnung, der Wachstumstyp und die Lage des Tumors bestimmen das Ausmaß der Operation. Tumore, die noch auf die innerste Magenwandschicht (Schleimhaut) beschränkt sind, können im Rahmen einer Magenspiegelung entfernt werden (endoskopische Resektion).

Hierbei wird nur der Tumor und das direkt benachbarte Gewebe herausoperiert. Bei tiefer eingewachsenen Tumoren muss entweder ein Teil oder der gesamte Magen einschließlich umliegender Lymphknoten entfernt werden - eventuell auch noch die Milz und ein Teil der Bauchspeicheldrüse. Um die Nahrungspassage wiederherzustellen wird der Rest des Magens beziehungsweise das Ende der Speiseröhre mit dem Dünndarm verbunden.

Eine zusätzliche (sowohl vor als auch nach der Operation durchgeführte) Chemotherapie kann die Überlebenschancen von Patienten mit örtlich fortgeschrittenen Tumoren, die an sich ein höheres Rückfallrisiko haben, verbessern.

Hat der Tumor ins Bauchfell gestreut (Peritonealkarzinose), so kann bei einem Teil der Patienten durch die operative Entfernung der befallenen Bauchfellanteile kombiniert mit einer sogenannten hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie (hierbei werden die Medikamente direkt in den Bauchraum verabreicht) möglicherweise das Überleben verlängert werden.

Lässt sich der Tumor nicht komplett entfernen, wird auf eine Operation verzichtet. In diesem Fall kann eine Chemotherapie die Symptome lindern, das Überleben verlängern und die Lebensqualität verbessern. Wichtig ist auch die Ernährung weiterhin zusichern. Ist der Magen durch den Tumor stark verengt, kann die Einlage eines Kunststoff- oder Metallröhrchens (eines sogenannten Stents) helfen, wieder eine Nahrungspassage zu ermöglichen. Alternativ kann durch eine Operation eine Umgehung der verengten Stelle hergestellt werden. Gelingt beides nicht, ist gegebenenfalls eine künstliche Ernährung nötig – zum Beispiel über einen dünnen Schlauch, der durch die Bauchhaut in den Magen oder Dünndarm gelegt wird (Ernährungsfistel, PEG-Sonde).

Viele Patienten leiden nach der Operation unter Verdauungsproblemen. Diesen kann mit entsprechenden Maßnahmen jedoch zumindest zum Teil vorgebeugt werden. Bei operierten Patienten sollten die Spiegel von Vitamin B12 und Eisen im Blut überwacht und bei zu niedrigen Werten die entsprechenden Stoffe zugeführt werden. Auch der Ernährungszustand sollte regelmäßig beurteilt werden (Gewichtskontrolle).

Überlebenschancen

Die Überlebensrate im Einzelfall hängt vom Stadium des Tumors ab. Im Frühstadium, wenn der Tumor noch auf die Schleimhaut beschränkt ist, sind die Heilungschancen gut. Kann der Tumor aufgrund seiner Größe jedoch nicht vollständig entfernt werden, sinken die Überlebenschancen deutlich.