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Pulmonale Hypertonie: Diagnose

Bei Verdacht auf einen Lungenhochdruck erfolgt eine umfassende Abklärung von Herz und Lunge. Eine wichtige Untersuchung ist der Ultraschall des Herzens (Herzecho)

von Dr. Dagmar Schneck, aktualisiert am 30.04.2014
Ärztin hört das Herz ab

Bei Verdacht auf einen Lungenhochdruck werden Herz und Lunge gründlich untersucht: Das Abhören mit dem Stethoskop gehört dazu


Wenn der Arzt eine pulmonale Hypertonie vermutet, wird er eine ausführliche Untersuchung von Herz und Lunge veranlassen. Eine der wichtigsten Untersuchungen ist der Ultraschall des Herzens. Mit seiner Hilfe kann der Arzt die Funktion des rechten Herzens beurteilen und den Blutdruck im Lungengefäßsystem abschätzen. Weitere Untersuchungen sind ein EKG, ein Lungenfunktionstest, Messungen von Sauerstoff und Kohlendioxidgehalt des Blutes (Blutgasanalyse) und Röntgenaufnahmen von Herz und Lunge. Diese Maßnahmen bilden auch eine Vergleichsgrundlage für die Beurteilung des weiteren Krankheitsverlaufs.

Erhärten die Voruntersuchungen den Krankheitsverdacht, folgt meist ein Rechtsherz-Katheter (siehe weiter unten). Dieser kann die Diagnose bestätigen und den Schweregrad der Erkrankung genau anzeigen.

Was sind die ersten Maßnahmen zur Sicherung der Diagnose eines Lungenhochdruckes?

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Herzecho) erlaubt dem Arzt einen Blick auf das schlagende Herz. Er kann Struktur und Funktion des Herzmuskels beurteilen und außerdem die Geschwindigkeit des Blutflusses über die Herzklappen messen. Dadurch lässt sich der Blutdruck in den herznahen Lungengefäßen abschätzen. Ein Druck über etwa 35mmHg ist so mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellbar.

Röntgenbild: Die Röntgenaufnahme der Lunge wird von Ärzten ausgewertet

Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes kann Veränderungen der Herzgröße und unter Umständen auch der herznahen Lungengefäße anzeigen. Diese sind vor allem in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erkennbar.

Wegweisend sind auch Untersuchungen, die Grunderkrankungen belegen oder ausschließen, welche einen Lungenhochdruck auslösen können. Dazu gehören zum Beispiel ein Lungenfunktionstest, Blutgasanalysen und eine Computertomografie des Brustkorbes.

 

Was bringt der Herzkatheter bei einem Lungenhochdruck?

Bei einem Rechtsherz-Katheter wird über ein Blutgefäß – meist über eine Vene am Arm – ein feiner Kunststoffschlauch (ein Katheter) bis zum rechten Herz vorgeschoben. Auf diese Weise kann der Arzt den Druck im rechten Herzen und in den Gefäßen des Lungenkreislaufes messen. So lässt sich die Diagnose Lungenhochdruck endgültig sichern und ihr Schweregrad erfassen.

Mit Hilfe des Rechtsherz-Katheters ist es auch möglich, die Wirksamkeit von Medikamenten direkt auszutesten. Diese Tests sind wichtig, um eine passende Therapie zu finden. Im weiteren Krankheitsverlauf können Kontrolluntersuchungen erforderlich sein.