Leberkrebs: Ursachen und Risikofaktoren

Hauptursache dieser Krebsart ist eine chronische Leberschädigung (Leberzirrhose). Übermäßiger Alkoholkonsum, Hepatitis-B- und -C-Infektionen sowie Fettleibigkeit zählen zu den Risikofaktoren
aktualisiert am 02.08.2013

Risikofaktor Alkohol: Wer zuviel davon trinkt, erhöht sein Risiko für Leberkrebs

Jupiter Images GmbH/Polka dot com

Primärer Leberkrebs entsteht in etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle auf dem Boden einer Leberzirrhose. Diese Erkrankung ist meist die Folge von übermäßigem Alkoholkonsum sowie einer chronischen Infektion mit Hepatitis-B- oder -C-Viren (Hepatitis B oder Hepatitis C). Diese Faktoren schädigen das Lebergewebe, wodurch es vernarbt und seine Funktion (insbesondere die Stoffwechseltätigkeit) verliert.

Aflatoxin, ein Giftstoff aus dem Schimmelpilz Aspergillus flavus, kann ebenfalls zu Leberkrebs führen. Der Pilz wächst auf Getreide, Nüssen und anderen Lebensmitteln. Er gedeiht vor allem, wenn Nahrung in einem feuchten Klima gelagert wird. Die Schimmelpilzbelastung von Nahrungsmitteln ist vor allem in Afrika und Teilen Asiens ein Problem. Leberkrebs tritt dort gehäuft auf.

Als weitere Risikofaktoren, die ein Leberkarzinom begünstigen, kommen bestimmte angeborene Stoffwechselerkrankungen wie die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) infrage. Bei einer Hämochromatose lagert der Körper zuviel Eisen ein. Die Eisenablagerungen können innere Organe wie Herz oder Leber schädigen. So kann es schließlich auch zu Leberkrebs kommen.

In den letzten Jahren wird die Zunahme von Leberkrebs durch nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen mitverursacht. Diese entstehen vor allem in der Folge von Fettleibigkeit (Adipositas) und kommen auch vermehrt bei Patienten mit einem metabolischen Syndrom vor. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechsellage, an der stark übergewichtige Menschen leiden können. Sie geht mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und erhöhtem Blutzucker einher. Oft sind diese Personen auch an einem Diabetes mellitus erkrankt oder tragen zumindest ein hohes Risiko dafür.


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