CEA: Carcinoembryonales Antigen

Das Carcinoembryonale Antigen (CEA) ist ein Eiweiß. Erhöhte CEA-Werte können auf einen Tumor hinweisen. Doch auch etliche andere Ursachen lassen die CEA-Werte ansteigen

von Dr. med. Dunja Voos, aktualisiert am 23.05.2014
Zigarette

Bei Rauchern misst man oft erhöhte CEA-Werte


Kurz gesagt:

In der Medizin spielt CEA als so genannter "Tumormarker" eine Rolle. Tumormarker sind biochemische Stoffe, die normalerweise nur in geringen Mengen oder gar nicht nachweisbar sind. Liegen sie in erhöhter Konzentration im Blutserum vor, kann das eine gut- oder bösartige Krankheitsentwicklung anzeigen. Das Vorhandensein eines Tumormarkers ist also nicht immer gleichbedeutend mit Krebs. Außerdem bilden nicht alle Tumore Marker. Der Arzt nutzt die Werte daher vorwiegend, um den Verlauf einer Krebserkrankung zu beurteilen. CEA kommt unter anderem in Verbindung mit Darmkrebs (dem kolorektalen Karzinom) vor, kann aber auch bei nicht-bösartigen Erkrankungen und bei gesunden Rauchern erhöht sein.

CEA (Carcinoembryonales Antigen) ist ein Eiweiß, das auf Krebserkrankungen wie Darmkrebs hinweisen kann. Der CEA-Spiegel ist aber oft auch bei anderen Krankheiten erhöht. Der wesentliche medizinische Wert der CEA-Bestimmung liegt in der Beurteilung des Therapieverlaufs von Tumoren, bei denen erhöhte CEA-Werte festgestellt wurden.

Was ist CEA?

Das "Carcinoembryonale Antigen" ist ein Protein, das vom Kind im Mutterleib produziert wird. Nach der Geburt bilden noch manche Zellen des Körpers CEA – hierzu gehören zum Beispiel Zellen des Magen-Darm-Traktes.

Welcher Wert ist normal?

Der Normalwert (Referenzwert) von CEA liegt bei unter 2,5 µg/l, bei Rauchern kann der Wert auch bis zu 5,0 µg/l betragen. Daher wird ein "Graubereich" bis 5,0 µg/l definiert.

Wann steigt der Wert?

Gesunde Raucher weisen oft erhöhte CEA-Werte auf. Auch Lebererkrankungen wie zum Beispiel die Leberzirrhose oder Entzündungen der Lunge sowie des Magen-Darm-Traktes können zu erhöhten CEA-Konzentrationen im Blut führen.

Besonders häufig erhöht ist CEA beim kolorektalen Karzinom (einer Form von Darmkrebs). Der CEA-Wert kann aber auch bei etlichen anderen Krebserkrankungen ansteigen: bei Lungenkrebs, Brustkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei Karzinomen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, bei Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Schilddrüsenkrebs sowie bei einem Nieren- oder Blasenkarzinom.

Wann ist der Wert zu niedrig?

Ein niedriger CEA-Wert im Blut deutet nicht auf eine Krankheit hin, weil CEA normalerweise beim Erwachsenen nicht oder nur in geringen Mengen produziert wird.

Blutproben

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Peter B. Luppa, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München