Scheidenkrebs: Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von Scheidenkrebs sind bislang unklar. Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV, insbesondere HPV 16 und HPV 18) erhöht jedoch das Risiko, daran zu erkranken

aktualisiert am 11.04.2018
Paar liegt mit gut gepflegten Füßen im Bett

HPV wird überwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen. Eine Infektion mit den Viren kann Risiken bergen


Was genau Scheidenkrebs verursacht, wissen Forscher bis heute nicht. Als wichtigster Risikofaktor gilt eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV, vor allem HPV 16 und HPV 18). Schätzungen zufolge können mehr als 60 Prozent der Vaginalkarzinomfälle auf eine HPV-Infektion zurückgeführt werden.

Einen weiteren Risikofaktor stellte die Behandlung mit dem Medikament Diethylstilbestrol (ein künstliches Östrogen, mit dem früher Schwangere zur Verhinderung einer Fehlgeburt behandelt wurden) dar. Bei Mädchen, deren Mütter Diethylstilbestrol in der Schwangerschaft eingenommen hatten, wurde häufiger Scheidenkrebs beobachtet; das Medikament wurde jedoch bereits 1971 vom Markt genommen.

Beim Gebärmutterhalskrebs gilt eine lang anhaltende Infektion mit humanen Papillomviren aus der Hochrisiko-Gruppe inzwischen als notwendige Voraussetzung für die Entstehung eines Karzinoms.