Nekrose

Nekrose bedeutet, dass in einem lebenden Organismus an einer Stelle Zellen so stark geschädigt werden, dass sie absterben und zerfallen
von Dr. Irmela Manus, aktualisiert am 24.05.2013

Mögliche Ursachen für einen solchen Zelltod sind Sauerstoffmangel (zum Beispiel als Folge von Durchblutungsstörungen), Gifte, Verbrennungen, Erfrierungen, Verätzungen, Infektionen oder Verletzungen. Der Zelluntergang ist nicht umkehrbar. Je nachdem, welches Organ oder Gewebe betroffen ist, bildet sich eine Narbe oder ein Hohlraum, oder das abgestorbene Gewebe trocknet ein und fällt ab.

Ärzte unterscheiden verschiedene Formen der Nekrose. Zum Beispiel kann eine schwere Durchblutungsstörung – etwa eine periphere arterielle Verschlusskrankheit im Bein – eine sogenannte Gangrän zur Folge haben, zum Beispiel an den Zehen. Meist wird das minderdurchblutete Gewebe zunächst stark schmerzen, ohne Therapie schließlich gefühllos werden, allmählich eine dunkle, bläuliche Farbe annehmen und absterben. Trocknet das abgestorbene Gewebe lederartig ein, sprechen Ärzte von einer trockenen Gangrän. Infiziert sich das zerfallene Gewebe mit Krankheitserregern, bleibt es eher flüssig und riecht faulig, dann handelt es sich um eine feuchte Gangrän.

Die Therapie bei einer Nekrose richtet sich unter anderem nach der Ursache, der Ausdehnung und dem Ort der Nekrose. Nach Möglichkeit sollte der jeweilige Auslöser behoben werden – zum Beispiel die Blutversorgung wiederhergestellt oder zumindest verbessert. Je nach Fall kann es sinnvoll sein, abgestorbenes Gewebe in einem chirurgischen Eingriff zu entfernen (Debridement), damit das umliegende Gewebe nicht geschädigt wird. Oft ist die Gabe von Antibiotika nötig, um eine Infektion zu verhindern oder in Schach zu halten und das Risiko einer Blutvergiftung zu senken.

In unserem Körper gehen auch immer wieder natürlicherweise Zellen zugrunde. Dieser "planmäßige" programmierte Zelltod heißt Apoptose.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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