Kohlrabi: Als Rohkost oder Gemüse

Als typisch deutsch gilt der Kohlrabi – in anderen Ländern wird er kaum verzehrt. Dabei enthält er verschiedene Mineralstoffe und Vitamine. Er eignet sich als Rohkost genauso wie als Gemüsebeilage
aktualisiert am 02.05.2014

Der Kohlrabi ist eine Knolle

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe: Unter anderem Magnesium und Selen

Im Kohlrabi sind zum Beispiel Magnesium, Selen und Kalzium enthalten. Folsäure, B-Vitamine und Vitamin C kommen ebenfalls in der Knolle vor. Die Herzblätter des Kohlrabis enthalten im Verhältnis zum Gewicht übrigens noch mehr Nährstoffe als die Knolle selbst. Sie können beim Kochen mitverwendet werden.

Herkunft: Kohlrabi – ein typisch deutsches Gemüse

Der Kohlrabi ist ein sehr deutsches Gemüse – so deutsch, dass sein Name sogar ins Englische, Japanische und Russische übernommen wurde. Ursprungsort und Kultivierungsbeginn sind unbekannt. Erst im 16. Jahrhundert taucht er in Europa auf Zeichnungen in Kräuterbüchern auf. Besondere Verbreitung fand er im 19. Jahrhundert.

Botanik: Knolle ist eine verdickte Sprossachse

Die Schale der Brassica oleracea var. gongylodes kann je nach Sorte von grünlich-weiß über grün bis blauviolett gehen. Im Freilandanbau wird die zweijährige Pflanze in Deutschland meist ab Juni geerntet. Die Knolle ist eine Verdickung der Sprossachse. Ihre Form reicht von kugelrund bis oval. Je nach Sorte beträgt der Durchmesser zwischen fünf und 20 Zentimetern. Die langstieligen Blätter, die von der Knolle aus wachsen, sind dunkelgrün und gezähnt.

Kohlrabi-Saison: Regionaler Anbau im Sommer

Kaufen kann man ihn das ganze Jahr über, am günstigsten ist Kohlrabi zwischen Juni und September. Kohlrabi wird hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz angebaut. Italien und Spanien versorgen den deutschen Markt zwischen November und April.

Lagerung: Ohne Blätter im Kühlschrank

Kohlrabi sollte – wie fast jedes Gemüse – so frisch wie möglich verwendet werden. Eine Lagerung im Kühlschrank ist etwa bis zu eine Woche möglich, wenn vorher die Blätter entfernt werden. Einwickeln in ein feuchtes Tuch verlängert die Haltbarkeit.

Tipps zur Zubereitung: Milder Geschmack beliebt bei Kindern

Beim Kauf sind die Blätter ein wichtiger Frischeindikator. Große Knollen sind oft holzig. Vor der Zubereitung wird die Knolle gewaschen und der Wurzelansatz großzügig, die Blattstiele sparsam entfernt. Danach schälen, holzige Stellen ausschneiden. Je nach Bedarf schneidet man die Knolle dann in Scheiben, Streifen oder Stifte. Um den Kohlrabi einzufrieren, sollten Sie ihn waschen und schälen und die zerkleinerte Knolle etwa drei Minuten blanchieren.

Kohlrabi wird entweder als Rohkost verzehrt oder als Gemüsebeilage gegart. Für letzteres dämpft man ihn im geschlossenen Topf oder dünstet ihn mit wenig Wasser. Auch zum Überbacken oder zum Befüllen eignet sich das Gemüse. Sogar Kinder mögen es wegen seines milden Geschmacks und seines zarten Fleisches.

 

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Nährwerttabelle: Kohlrabi (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
24

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
4

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
20
Kalium (K)
320
Calcium (Ca)
60
Magnesium (Mg)
45
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,3

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
200
Vitamin E (mg)
0,4
Vitamin B1 (mg)
0,05
Vitamin B2 (mg)
0,05
Vitamin B6 (mg)
0,07
Folsäure (µg)
70
Vitamin C (mg)
65

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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