Kiwi: Grüner Exot mit viel Vitamin C

Die exotischen Früchte enthalten viel Vitamin C. Das grüne Obst wird erst seit den 1960er Jahren im großen Stil exportiert. Ihren Namen hat die Frucht vom neuseeländischen Kiwi-Vogel

aktualisiert am 21.03.2014
Kiwi

Am besten halbiert man Kiwis und löffelt das grüne Fruchtfleisch heraus


Inhaltsstoffe: Die Kiwi ist eine Vitamin C-Bombe

100 g Kiwi enthalten 45 Milligramm Vitamin C. Verzehrt man zwei Kiwis am Tag, hat man als Erwachsener seinen täglichen Vitamin-C-Bedarf von 100 Milligramm fast schon gedeckt. Vitamin C hilft, Knochen und Bindegewebe aufzubauen. Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium runden den Gesundheitscocktail ab. Die Fruchtsäuren der Kiwi und ihr Fruchtzucker bestimmen maßgeblich den Geschmack des Exoten. Das Eiweiß spaltende Enzym Actinidain in der Kiwi soll bei der Verdauung helfen, kann aber auch zu allergischen Reaktionen führen.

Herkunft der Kiwi: Über Neuseeland in die Welt

Die Kiwi stammt aus Südwestchina. 1904 fand sie ihren Weg nach Neuseeland. Dort experimentierte man mit verschiedenen Züchtungen. In den 1930er Jahren entstanden die ersten kommerziellen Plantagen. Es dauerte noch einmal dreißig Jahre, bis die Kiwi als Exportgut Bedeutung erlangte. Mit der Sorte Hayward verbreitete sich die Frucht auf der ganzen Welt.

Botanik: Namensgeber ist der Kiwi-Vogel

Kiwis sind die Früchte eines Kletterstrauches, der mit meterlangen Ranken an Gerüsten gezogen wird. Sie gehören zur Familie der Strahlengriffelgewächse und sind Beerenfrüchte. Eine Frucht kann bis zu 100 Gramm und mehr wiegen. Die Schale wechselt von grün zu bräunlich. Sie ist mit feinen Härchen versehen. Das grasgrüne, feinsäuerliche Fruchtfleisch des länglich ovalen Exoten ist sehr saftig und mit vielen kleinen schwarzen Samenkernen versehen, die um die weiße Mitte der aufgeschnittenen Frucht einen Kranz bilden.

Seit einiger Zeit sind bei uns neben der verbreiteten grünfleischigen Hauptsorte auch gelbfleischige Kiwis erhältlich, deren Schale kaum behaart ist und die exotisch honigsüß schmeckt. Der botanische Name der Kiwi lautet Actinidia deliciosa. Sie ist auch als Chinesischer Stahlengriffel oder Chinesische Stachelbeere bekannt. Den Namen Kiwi erhielt die Frucht 1959, um sie besser vermarkten zu können. Namensgeber ist der neuseeländische Kiwi-Vogel.

Kiwi-Saison: Etwa die Hälfte der Importe stammt aus Italien

Kiwis findet man das ganze Jahr über im Supermarkt und an Obstständen. Ungefähr von Oktober bis Juni gibt es Früchte von der nördlichen Halbkugel, von Ende April bis Dezember von der südlichen. Etwa die Hälfte unserer Importe stammen aus Italien, der Rest kommt aus Neuseeland, Chile, Frankreich, Spanien und Griechenland.

Lagerung: Bei Raumtemperatur reifen Kiwis nach

Kiwis gehören zu den nachreifenden Obstsorten. Im Kühlschrank oder kalten Keller kann man sie üblicherweise mehrere Wochen lagern, wenn die Frucht noch hart ist. Ist sie weich, bleibt sie nur noch wenige Tage frisch. Bei Raumtemperatur reifen Kiwis schnell nach.

Tipps zur Zubereitung: Vorsicht mit Milchprodukten

Reife Kiwis geben nach, drückt man leicht mit dem Finger zu. Kiwis isst man frisch, indem man sie halbiert und das Fruchtfleisch herauslöffelt. Die Früchte schmecken auch gut in Obstsalaten, zu Eis und auf Kuchen. Allerdings sollte man darauf verzichten, Kiwis mit Sahne oder Joghurt aufzupeppen, weil das Enzym Actinidain das Milcheiweiß zersetzt. Die Folge ist ein unangenehm bitterer Beigeschmack.

Kiwis lassen sich ebenfalls gut zu Gelees, Marmelade und Kompott verarbeiten. Man finden sie im Supermarkt nicht nur im Frischeregal sondern auch in Dosen oder der Tiefkühltruhe.

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Nährwerttabelle: Kiwi (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
51

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
9

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
2
Kalium (K)
320
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
25
Phosphat (P)
30
Eisen (Fe)
0,8
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
45
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,05
Vitamin B6 (mg)
0,02
Folsäure (µg)
20
Vitamin C (mg)
45

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle