Ingwer: Gesund und vielseitig

Die Ingwer-Wurzel ist ganzjährig erhältlich und passt eingelegt zu Sushi und als Gewürz in Currys oder Gebäck. Aroma und Schärfe entstehen durch ätherisches Öl
aktualisiert am 07.07.2014

Die Ingwerwurzel ist hellbraun, ihr aromatisches Fruchtfleisch gelb und leicht faserig

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe des Ingwers: Wirkt nachweislich gegen Übelkeit

Ingwer gilt als ein sehr gesundes Lebensmittel. Seinen stark aromatischen Geruch hat das Gemüse seinem ätherischen Öl mit Inhaltsstoffen wie Zingiberen und Zingiberol zu verdanken, seine Schärfe kommt dagegen vor allem von Stoffen wie Gingerol. Die asiatische Medizin nutzt die Wurzel seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke. Ihre Scharfstoffe wirken gegen Übelkeit und sollen entzündungshemmende sowie antioxidative Wirkung haben. Doch nicht für jeden eignet sich Ingwer: Schwangere sollten auf Ingwer lieber verzichten, da bestimmte Inhaltsstoffe Wehen fördern können. Auch Menschen mit empfindlichem Magen oder Gallenleiden sollten mit Ingwer vorsichtig sein oder ganz auf ihn verzichten. Ingwer kann zudem die Blutgerinnung hemmen. Wer Medikamente einnimmt, die die Gerinnung beeinflussen, sollte das berücksichtigen und sicherheitshalber seinen Arzt fragen.

Herkunft: Pazifische Inseln

Die Heimat des Ingwers wird auf den pazifischen Inseln vermutet. Angebaut wird er in den Tropen und Subtropen, wobei Indien am meisten produziert, nämlich die Hälfte der gesamten Welternte. Davon wird ein Großteil für den Eigenbedarf verwendet, während China die Nummer eins der Ingwer-exportierenden Länder darstellt. Den größten Absatz findet Ingwer in England und den USA.

Arabische Gewürzhändler brachten die Pflanze in das antike Rom, wo von aus sie schließlich im 9. Jahrhundert im deutschen Sprachraum ankam. Im Mittelalter war Ingwer bereits nicht mehr aus der europäischen Küche wegzudenken. Er diente aufgrund seiner Schärfe als Ersatz für Pfeffer. Der deutsche Name für die Wurzel stammt aus dem Mittelindischen.

Botanik: Gelbe Blüten mit purpurnem Rand

Zingiber officinale ist eine einkeimblättrige, schilfartige Pflanze, deren Staude bis auf über einen Meter Höhe anwachsen kann. Die endständigen, gelben Blüten des Ingwer haben purpurne Ränder. Der knollenartig verzweigte Wurzelstock (Rhizom), durch dessen Setzen sich die Pflanze vermehrt, wächst in der Erde und wird bis zu 20 Zentimeter lang, mit einem Durchmesser von zirka drei Zentimetern. Im Gegensatz zur beigen bis hellbraunen Außenhaut ist das aromatische Fruchtfleisch hellgelb und leicht faserig.

Ingwer-Saison: Ganzjährig erhältlich

Neben der frischen Ingwerwurzel kann man das ganze Jahr über getrockneten sowie gemahlenen Ingwer kaufen.

Lagerung: Ingwerwurzel mag es trocken und kühl

Weil die Ingwerwurzel es trocken und kühl mag, hält sie es ungeschält im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Wochen aus.

Tipps zur Zubereitung: Von Sushi bis Süßspeise

Ingwer wird als Gewürz – pur oder zum Beispiel als Bestandteil von Currymischungen – sowohl in Suppen als auch in Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichten verwendet. Letzteres findet seine besondere Form beim Sushi, bei dessen Verzehr der eingelegte Ingwer unbedingt dazugehört. Sein spezielles Aroma passt aber auch hervorragend zu Süßspeisen und Obstsalaten. Selbst Backwerk wie Kuchen und Plätzchen werden durch seinen Geschmack bereichert. Beliebt sind neben den Tees Getränke wie Biere, die mit Ingwer aromatisiert sind.

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Nährwerttabelle: Ingwer (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
50

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
9

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
15
Kalium (K)
415
Calcium (Ca)
20
Magnesium (Mg)
45
Phosphat (P)
30
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
1,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
5
Vitamin E (mg)
Spuren
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,16
Folsäure (µg)
10
Vitamin C (mg)
5

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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