Malaria: Therapie

Malaria wird mit Medikamenten behandelt. Welche Wirkstoffe zur Therapie geeignet sind, hängt von der Art der Malaria ab. Die rasche Behandlung ist wichtig

aktualisiert am 31.01.2018
Tablette einnehmen

Bei einer Malaria-Erkrankung verordnet der Arzt Medikamente


Besteht der Verdacht auf eine Malaria-Infektion, wird der Arzt den Patienten meist unverzüglich in ein Krankenhaus einweisen – vorzugsweise eines, das Erfahrung mit der Therapie von Tropenkrankheiten hat (tropenmedizinische Einrichtung). Alternativ können die behandelnden Ärzte auch den unterstützenden Rat ihrer fachkundigen Kollegen einholen.

Malaria wird mit Medikamenten behandelt. Welche dabei zum Einsatz kommen, hängt von der Art der Malaria, der Schwere der Erkrankung und der Region ab, in der sie erworben wurde. Wichtig ist, dass die Therapie rasch erfolgt. Eine Malaria tropica kann unbehandelt innerhalb weniger Tage tödlich verlaufen.

Bei Malaria tertiana und Malaria quartana verordnet der Arzt meistens Chloroquin. Es wird als Tablette verabreicht. Bei der Malaria tertiana wird Primaquin als Abschlussbehandlung empfohlen. In manchen Fällen sind die Plasmodien resistent gegen Chloroquin. Dann muss ein anderer Wirkstoff gewählt werden.

Zur Behandlung der Malaria tropica wurden früher Chloroquin- und Sulfadoxin-Pyrimethamin gegeben. Allerdings sind bereits viele Plasmodien gegen diese Wirkstoffe resistent. Als moderne Alternativen kommen Kombinationspräparate mit Atovaquon, Proguanil und Lumefantrin jeweils mit sogenannten Artemisia-Abkömmlingen (Artemisinin/Artesunate) infrage. Mefloquin wird wegen seiner Nebenwirkungen heute nur noch zurückhaltend und in besonderen Fällen eingesetzt. Relativ neu ist eine Kombination von Artemisinin mit Piperaquin. Bei Schädigung des Nervensystems (zerebrale Malaria) werden Chinin und Doxyzyklin verabreicht oder Artesunate, was in Deutschland noch nicht offiziell zugelassen ist, aber mehr und mehr wegen seiner guten und schnellen Wirksamkeit eingesetzt wird.

Bei Malaria werden außerdem die Symptome behandelt. Bei hohem Fieber helfen zum Beispiel Wadenwickel oder fiebersenkende Arzneimittel wie Paracetamol, die Körpertemperatur zu senken.

In schweren Fällen sind eventuell Bluttransfusionen, eine intensivmedizinische Betreuung oder eine Blutwäsche (Dialyse) erforderlich.