Leishmaniose: Therapie

Leichte Formen der Hautleishmaniose müssen nicht immer behandelt werden. Ansonsten helfen verschiedene Medikamente

aktualisiert am 22.07.2013
Moskitonetz zum Schutz gegen Moskitostiche

Leishmaniose vorbeugen: Ein Moskitonetz hält lästige Blutsauger fern


Die kutane Leishmaniose heilt bei mildem Verlauf von selbst wieder aus. In einigen Fällen spritzt der Arzt ein Antimon-Präparat unter die betroffene Hautstelle. Bei Antimon handelt es sich um ein Schwermetall, das den Stoffwechsel der Leishmanien beeinträchtigt.

Bei einem schweren Verlauf (zum Beispiel bei viszeraler Leishmaniose, siehe Kapitel Symptome) kann der Arzt das Antimon eventuell als Infusion verschreiben. Zur Bekämpfung der Erreger sind gelegentlich mehrere Behandlungszyklen notwendig. Häufiger kommt heute allerdings Amphotericin B, ein klassisches Pilzmedikament, gegen die Erreger zum Einsatz.

Infusion bei Hörsturz

In manchen Fällen einer Leishmaniose-Behandlung zeigt sich, dass die Therapie nicht anschlägt und die Leishmanien resistent gegenüber dem Wirkstoff sind. Hier werden alternative Wirkstoffe gegeben – zum Beispiel Miltefosin, das erste Medikament, das als Tablette zur Verfügung steht. Ärzte setzen es in bestimmten Fällen auch bei kutaner Leishmaniose ein.

Vor Ansteckung schützen

Bei Reisen in Risikogebiete ist es ratsam, auf einen möglichst guten Schutz vor Mückenstichen zu achten. So sollte die Kleidung möglichst viel Haut bedecken. Auch Anti-Mücken-Mittel (Repellents) zum Auftragen halten die lästigen Blutsauger fern. An Türen und Fenstern und über dem Bett angebrachte, möglichst feinmaschige Moskitonetze sind eine weitere Möglichkeit, Mückenstiche zu vermeiden.

Achtung bei Symptomen nach der Reise

Bei allen unklaren Krankheitssymptomen, besonders bei Veränderungen des Blutbildes, bei Vergrößerung der Leber und der Milz, sollte der Patient den Arzt auf vorangegangene Aufenthalte in südlichen Ländern oder in den Tropen und Subtropen aufmerksam machen; auch wenn diese Reisen schon längere Zeit zurück liegen.